Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bei dem Anschlag in Parachinar kommen zahlreiche Menschen ums Leben.
+
Bei dem Anschlag in Parachinar kommen zahlreiche Menschen ums Leben.

Anschlag auf Markt

Mindestens 24 Tote in Pakistan

Der Anschlag in Parachinar ist der jüngste in einer ganzen Serie von Angriffen in Pakistan. Viele richten sich gegen religiöse Minderheiten wie Schiiten, Sufis oder Ahmadis.

Bei einem Bombenanschlag auf einen belebten Marktplatz im Nordwesten Pakistans sind mindestens 24 Menschen getötet und 84 weitere verletzt worden. Das sagte am Freitag der Verwaltungsleiter des größten Krankenhauses der Gegend, Latif Hussain. Nach Angaben eines Senators aus der Stadt Parachinar, Sajjad Hussain Turi, handelte es sich um eine Autobombe. Sie sei direkt vor einer schiitischen Moschee explodiert. Zu dieser Uhrzeit versammelten sich gerade die ersten Gläubigen zum Freitagsgebet.

Ein Augenzeuge, Ghyuar Hussain, erzählte, viele Läden und ein großes Fastfood-Restaurant am Platz seien beschädigt worden. Fensterscheiben seien herausgesprengt worden, Waren lägen zwischen den Scherben in weitem Umkreis. Die Polizei habe den ganzen Markt geschlossen. Zu der Tat bekannte sich eine der aktivsten und brutalsten Extremistengruppe des Landes, Jamaat ul-Ahrar. In den vergangenen Wochen hatte sie eine ganze Reihe von Anschlägen für sich reklamiert. Pakistan erlebt seit Jahresbeginn nach zwei relativ ruhigen Jahren eine Wiedergeburt des Terrors. Insgesamt waren bei zahlreichen Anschlägen bis März rund 130 Menschen getötet und verletzt worden.

Viele der Anschläge hatten sich gegen Gruppen gerichtet, die Islamisten als Ketzer ansehen. Erst am Donnerstag war in der ostpakistanischen Provinz Punjab der Anführer einer Ahmadi-Gemeinde erschossen worden. Ahmadis sind eine islamische Sondergemeinde, die in Pakistan aber nicht als Muslime anerkannt werden. Im Februar waren in der südpakistanischen Provinz Sindh bei einem Angriff auf einen Schrein liberaler Sufi-Muslime mehr als 70 Menschen getötet worden.

In der Stadt Parachinar hatte es erst im Januar einen ähnlichen Anschlag mit mindestens 25 Toten gegeben. Parachinar ist der größte Ort in der sogenannten Kurram Agency, einem halbautonomen Sonderterritorium an der Grenze zu Afghanistan. Es ist eine mehrheitlich von Schiiten bewohnte Gegend und oft Ziel von Anschlägen sunnitischer Extremisten.

Die insgesamt sieben Sonderterritorien unter Bundesverwaltung (Fata) gelten als Hort des Extremismus. Die pakistanische Regierung hat jüngst ein umfassendes Reformprogramm für Fata beschlossen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare