Afghanistan

Mindestens 25 Tote bei Angriff auf Regierungsgebäude

Es gibt mehrere Verletzte, vier Angreifer wurden getötet. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Erneuter Anschlag in Afghanistan: Mindestens 29 Menschen sind am Montag in der Hauptstadt Kabul getötet worden, als eine Autobombe vor einem Regierungsgebäude explodierte und bewaffnete Männer das Gelände stürmten. Weitere 20 Menschen seien bei der mehrere Stunden andauernden Attacke verletzt worden, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten.

Rund 350 Mitarbeiter hätten das Ministerium für öffentliche Arbeiten unter dem Schutz der Sicherheitskräfte verlassen können, hieß es. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf, mindestens zwei Militärhubschrauber kreisten in der Luft. Afghanische Sicherheitskräfte hätten drei Angreifer getötet, ein vierter sei bei der Explosion der Autobombe ums Leben gekommen, sagte der Sprecher.

Angriffe auf Regierungseinrichtungen sind in der afghanischen Hauptstadt häufig. Zu der letzten Attacke dieser Art Ende November mit zehn Toten bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
Der Angriff erfolgte nur wenige Tage nachdem US-Präsident Donald Trump den Abzug von rund 7000 US-Soldaten aus Afghanistan angekündigt hat. Afghanistans Präsident Aschraf Ghani erklärte, ein Teilabzug der US-Truppen sei keine Gefahr für die Sicherheitslage in Afghanistan. Die derzeit rund 14.000 in Afghanistan befindlichen US-Soldaten sind entweder für die Nato-Ausbildungs- und Unterstützungsmission "Resolute Support" oder für Anti-Terror-Operationen im Einsatz. (afp)

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