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Wohnungspolitik: Viele Menschen leben in Deutschland auf zu engem Raum.
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Wohnungspolitik: Viele Menschen leben in Deutschland auf zu engem Raum.

Wohnungspolitik

Wohnraum in Deutschland: 8,5 Millionen Menschen haben zu wenig

Immer mehr Menschen leben in Deutschland auf zu engem Raum. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und ihre Kinder.

Wiesbaden / Frankfurt - In Deutschland haben rund 8,5 Millionen Menschen zu wenig Wohnraum zur Verfügung. Damit lebten im vergangenen Jahr 10,3 Prozent der Bevölkerung in Wohnungen, die nach europäischer Definition als überbelegt gelten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag (04.11.2021) mitteilte. Überdurchschnittlich betroffen waren Menschen in Städten, Alleinlebende sowie Alleinerziehende und deren Kinder.

Eine Wohnung gilt als überbelegt, wenn sie über zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Personenzahl verfügt. Das traf im Jahr 2020 auf 16,4 Prozent der Minderjährigen in Deutschland zu, womit sie die Altersgruppe sind, die am häufigsten zu beengt wohnt. Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren lagen mit einem Anteil von elf Prozent leicht über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Hingegen lebten nur drei Prozent der ab 65-Jährigen zu beengt.

Zu wenig Wohnraum: Ein-Personen-Haushalt muss mindestens zwei Zimmer haben

Gemäß europäischer Definition muss ein Ein-Personen-Haushalt mindestens zwei Zimmer haben, etwa ein Wohn- und ein Schlafzimmer, damit die Wohnung nicht als überbelegt gilt.

In deutschen Städten war die Überbelegungsquote besonders hoch. Gut jeder Siebte (15 Prozent) hatte hier zu wenig Wohnraum zur Verfügung. In Kleinstädten und Vororten waren dagegen nur etwa halb so viele Menschen betroffen, hier wohnten 7,9 Prozent in überbelegten Wohnungen. Auf dem Land betraf dies nur 5,8 Prozent der Bevölkerung.

Insgesamt 13 Prozent der Alleinlebenden wohnten in zu beengten Verhältnissen, beispielsweise in Ein-Zimmer-Appartements. Demgegenüber lebten nur 2,4 Prozent der Menschen in Haushalten mit zwei Erwachsenen in überbelegten Wohnungen.

Wohnraum: Überbelegungsquote europaweit in Lettland und Rumänien am höchsten

Bei Alleinerziehenden war unter den Haushalten mit Kindern die Überbelegungsquote am höchsten - 29,9 Prozent der Alleinerziehenden und deren Kinder hatten zu wenig Wohnräume. Dagegen wohnten nur 7,3 Prozent der Haushalte mit zwei Erwachsenen und einem Kind sowie acht Prozent der Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern in solchen Verhältnissen.

Im EU-Vergleich waren die Überbelegungsquoten in Rumänien und Lettland mit 45,1 Prozent beziehungsweise 42,5 Prozent am höchsten. Die Inselstaaten Zypern (2,5 Prozent) und Malta (4,2 Prozent) hatten dagegen EU-weit 2020 am wenigsten mit Überbelegung zu kämpfen. (ktho/afp)

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