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Proteste im Iran: Musk schaltet Starlink-Terminals frei

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Twitter-Chef Elon Musk gehört nach wie vor zu den Superreichen.
Twitter-Chef Elon Musk gehört nach wie vor zu den Superreichen. © Susan Walsh/AP/dpa/Archiv

Twitter-Chef Elon Musk will bereits 100 Starlinks im Iran aktiviert haben. In der Ukraine brachte eine ähnliche Aktion auch Kritik.

Teheran / Washington D.C. - Multimilliardär Elon Musk will den Iran mit Internet versorgen. Wie der Twitter-Chef auf seiner Plattform schrieb, ist der Einsatz seiner Satelliten-Internet-Dienstes Starlink in vollem Gange. Im von Internet-Sperren der Behörden betroffenen Iran sind nach den Worten des SpaceX-Chefs inzwischen fast hundert Starlink-Internetterminals im Einsatz. „Wir nähern uns 100 aktiven Starlinks im Iran“, schrieb Musk am Montag auf Twitter. Bereits im September hatte er angekündigt, seinen Satelliten-Internetdienst auch im Iran anzubieten.

Der 2020 gestartete Dienst Starlink betreibt ein Netzwerk von rund 2000 Satelliten, das den Internetzugang in Gebieten ermöglichen soll, die nicht per Kabel ans weltweite Netz angeschlossen sind.

Milliardär Elon Musk will auch die Ukraine mit Starlink-Geräten versorgen

Starlink hatte zuletzt im Frühjahr für Aufsehen gesorgt, als Firmenchef Elon Musk der Ukraine Starlink-Geräte schickte, um die von russischen Militärangriffen betroffenen Gebiete mit Internet zu versorgen. Später dann hatte er gegenüber CNN erklärt, er könne Starlink im Kriegsgebiet nicht länger bezahlen. Das Pentagon solle die Kosten übernehmen, forderte Musk. 

Seine „wohltätigen Beiträge“ könnten bald ein Ende haben, warnte Musk. Er könnte die Finanzierung des Dienstes in der Ukraine einstellen, wenn das US-Verteidigungsministerium nicht mehrere Millionen Dollar pro Monat beisteuert.

Iran: Zehntausende gehen gegen das Regime auf die Straße

Im Iran gehen seit Monaten Zehntausende auf die Straße, um gegen das Regime zu protestieren. Ausgelöst wurden die Proteste durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini am 16. September. Die 22-Jährige war nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei wegen eines angeblich nicht ordnungsgemäß getragenen Kopftuchs gestorben. Ursache dürfte Misshandlung durch die Staatsmacht sein.

Bei den Protesten wurden nach iranischen Angaben mehr als 200 Menschen getötet. Internationale Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 460 Toten aus. Nach UN-Angaben wurden bislang rund 14.000 Menschen festgenommen. (ktho/AFP)

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