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Unruhen in Caracas: Vermummte Demonstranten suchen Schutz vor dem Tränengas bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Venezuela

Militär Venezuelas steht zu Maduro

Im Machtkampf in Venezuela stellt sich das Militär des Landes hinter Präsident Nicolás Maduro.

Venezuela hat die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen. Das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen, sagte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch. Die USA hatten zuvor Parlamentspräsident Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt. Nach der Ausweisung hat Gegenpräsident Juan Guaidó das Personal der in Caracas ansässigen Botschaften zum Bleiben aufgefordert. „Ich informiere alle Leiter der diplomatischen Missionen und das in Venezuela akkreditierte Personal, dass der venezolanische Staat wünscht, dass sie ihre diplomatische Präsenz in unserem Land aufrechterhalten“, hieß es am Mittwoch in einer von Guaidó unterzeichneten Mitteilung. Anderslautende Anweisungen sollten ignoriert werden. 

Zusammenstöße zwischen Polizei und Opposition

In der Hauptstadt Caracas ist es am Mittwoch zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und oppositionellen Demonstranten gekommen. Sicherheitskräfte setzten nach Angaben von AFP-Journalisten Tränengas und Gummigeschosse gegen Anhänger des venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó ein, der sich zuvor zum Interimsstaatschef erklärt hatte.

Am Vormittag hatten Anhänger Guaidós und des umstrittenen sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas demonstriert.

Mexiko hält an Maduro-Regierung fest

Mexikos Regierung hält nach eigenen Angaben an der Präsidentschaft von Nicolás Maduro  fest. Mexiko behalte seine bisherige Beziehung mit der legitim gewählten Regierung in dem südamerikanischen Land bei, sagte der Sprecher von Präsident Andrés Manuel López Obrador, Jesús Ramírez, dem Fernsehsender „Milenio TV“ am Mittwoch. Die mexikanische Regierung analysiere die Situation in Venezuela, schrieb Ramírez anschließend auf Twitter.

Es gebe zunächst keine Änderungen in den diplomatischen Beziehungen zu dem Land und dessen Regierung.

Militär stellt sich hinter Präsident Maduro 

Im Machtkampf hat sich das Militär hinter Präsident Nicolás Maduro gestellt. „Die Soldaten des Vaterlandes akzeptieren keinen Präsidenten, der von dunklen Mächten eingesetzt wird, oder sich abseits des Rechts selbst einsetzt“, twitterte Verteidigungsminister Vladimir Padrino am Mittwoch. (dpa/afp)

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