Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bei Fox News

Donald Trump und Mike Pence „auf derselben Wellenlänge“ – Ex-Pressesprecherin meldet sich zu Wort

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
    schließen
  • Mirko Schmid
    schließen

Mike Pence verteidigt Donald Trump. Doch bei Fox News fragt man sich, wie das Verhältnis beider Republikaner zueinander wirklich ist.

  • In einem ausführlichen Aufsatz meldet sich Mike Pence, Vizepräsident unter Donald Trump, zu Wort.
  • Der Republikaner wirft den Demokraten vor, Wahlmanipulationen vereinfachen zu wollen. Doch Donald Trump hat offenbar kein Interesse, wieder mit ihm zu kandidieren.
  • Alle Nachrichten rund um den 45. Präsidenten der USA und seinen Vize finden Sie in den Trump-News.

+++ 19.55 Uhr: Für Kayleigh McEnany sind Donald Trump und Mike Pence noch immer Verbündete. In einer Gesprächsrunde bei Fox News wurde die ehemalige Pressesprecherin im Weißen Haus auf das scheinbar angeschlagene Verhältnis der beiden Republikaner angesprochen. „Es ist freundschaftlich“, sagte McEnany. „Ich kenne mich nicht so ganz mit ihrer Beziehung aus, aber was ich gehört habe ist, dass sie gut miteinander auskommen. Vizepräsident Mike Pence ist ein unglaublicher Mann, der immer an der Seite von Präsident Trump stand, die Trump-Bewegung versteht, den Glauben der Evangelikalen Gemeinschaft versteht. Er hat eine gewaltige Stimme, um die Partei voranzubringen. Vizepräsident Mike Pence und Präsident Trump sind auf derselben Wellenlänge unterwegs.“

Das Verhältnis zwischen Mike Pence und Donald Trump ging Anfang Januar in die Brüche. Via Twitter hatte der damalige Präsident Druck auf seinen Vize ausgeübt, damit dieser am 6. Januar die Stimmen der Wahlleute zugunsten Trumps auszählt. Vor dem Kapitol forderten radikale Trump-Anhänger:innen die Hinrichtung von Pence.

Donald Trump und Mike Pence: Wie ist das Verhältnis zwischen dem Ex-Präsidenten und seinem Vize?

Mike Pence verteidigt Donald Trump – doch der zeigt ihm die kalte Schulter

Update vom Donnerstag, 04.03.2021, 09:45 Uhr: Der ehemalige Vizepräsident Mike Pence hat sich wieder an die Seite von Donald Trump geschlagen. Doch es scheint derzeit unwahrscheinlich, dass dieser, sollte er im Jahr 2024 wieder als Präsident kandidieren, sich Pence als Vizekandidaten aussucht.

Wie das US-Nachrichtenportal „Bloomberg“ berichtet, raten enge Berater:innen Donald Trump dazu, mit einer anderen Person ins Rennen zu gehen. Trump hatte am Wochenende auf der CPAC-Konferenz damit kokettiert, dass er im Jahr 2024 nochmals kandidieren könnte. Berater:innen, die anonym bleiben wollen, berichten, dass er Alternativen zu Mike Pence diskutiert habe, als er Bilanz zog, wer am Ende seiner Amtszeit zu ihm gehalten hatte.

Die Berater:innen haben ihm dem Bericht zufolge empfohlen, eine Schwarze oder weibliche Person als Vizekandidat:in zu wählen. Mike Pence würde dann ausscheiden. Laut Bloomberg wurde ihm außerdem nahegelegt, mit der Governeurin von South Dakota, Kristi Noem, zu kandidieren.

Donald Trump: Mike Pence bricht sein Schweigen – Rundumschlag gegen Demokraten

Erstmeldung vom Mittwoch, 03.03.2021, 17:12 Uhr: Washington D.C. - Mike Pence meldet sich zurück. Der ehemalige Vizepräsident, den die von Donald Trump angestachelte Meute am 6. Januar „hängen“ wollte, hatte es zuvor nach seiner Abwahl monatelang vorgezogen, sich von der politischen Bühne fernzuhalten und zu schweigen. Doch wer erwartet hatte, dass sich Pence deutlich gegen die aus der Luft gegriffenen Wahlbetrugsvorwürfe seines ehemaligen Vorgesetzten stellen würde, der hat sich offenbar geirrt.

Mike Pence, Vizepräsident unter Donald Trump, holt zum Rundumschlag gegen Demokraten aus

Mike Pence nämlich holt in seinem mehrseitigen, über 1.000 Wörter umfassenden Schreiben zum Rundumschlag gegen die Demokraten aus, denen er zur Last legt, mit ihren Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus den Willen des Wahlvolkes verwässern zu wollen. Er bezieht sich auf die „For the People Act“ getaufte Gesetzesvorlage, welche die Demokraten dem Repräsentantenhaus unlängst vorgelegt haben. Das Gesetz zielt darauf ab, die Verantwortung für die Durchführung und Kontrolle der US-Wahlen auf Bundesebene anzusiedeln - anstatt wie bisher in den einzelnen Bundestaaten.

Auch soll die Registrierung, in den USA notwendig zur Erlangung des Wahlrechtes, erheblich vereinfacht werden und es der US-Bevölkerung ermöglichen, sich noch bis zum Wahltag online zu registrieren. Darüber hinaus sollen die Bundesstaaten gesetzlich dazu verpflichtet werden, bereits in Verzeichnissen wie der Liste der Kfz-Anmeldungen auftauchende Einwohner:innen automatisch zu registrieren. Mike Pence sieht darin den Versuch der Demokraten, den Registrierungsprozess zu verwässern und Wahlmanipulationen, z.B. in Form mehrfacher Registrierungen, zu vereinfachen.

Mike Pence, unter Donald Trump Vizepräsident der USA, greift die Demokraten hart an.

Wie Donald Trump: Mike Pence feuert Wahlbetrugsvorwürfe zur US-Wahl 2020 an

Schon anlässlich der Wahl 2020 hätten politische Entscheidungsträger:innen und Gerichte die Wahlgesetze in einzelnen Bundesstaaten erheblich angepasst, was laut Mike Pence zu Manipulationen geführt habe: „Viele der beunruhigendsten Abstimmungsunregelmäßigkeiten ereigneten sich in Staaten, in denen Gesetze, die von staatlichen Gesetzgebern erlassen wurden, zugunsten umfassender Änderungen aufgehoben wurden, die von Gouverneuren, Staatssekretären und Gerichten angeordnet wurden.“

Zuletzt hatten die Republikaner in 43 Staaten Gesetze vorgelegt, welche beispielsweise den Zugang zur verhassten Briefwahl erheblich einschränken und die Registrierung für Neuwähler:innen erheblich erschweren würden. Mike Pence, der diese Vorhaben ausdrücklich lobt, unterstellt den Demokraten diese „Bemühungen vom Tisch wischen“ zu wollen, indem sie „einen dreisten Versuch vorantreiben“ würden, „die Wahlen unter offenkundiger Missachtung der US-Verfassung zu verstaatlichen.“ Damit, so Pence, würden die Demokraten den ersten Verfassungszusatz, der die Grundrechte der US-Bevölkerung sichern soll, „mit Füßen treten.“

Mike Pence bezichtigt Demokraten, Wahlgesetze „verwässern“ zu wollen

Das, so Pence, „massive, 800-seitige Gesetz“ würde gemäß dem emeritierten Vizepräsidenten das Vertrauen in die US-Wahlen, welches sein ehemaliger Vorgesetzter Donald Trump über Monate mit Zweifeln an der Briefwahl und unbewiesenen Fälschungsbehauptungen untergraben hatte, „noch weiter erschüttern“ und die US-Wahlen „für immer verwässern“. Unerwähnt lässt Pence, dass verschiedene staatliche Behörden die Wahlen 2020 als die „sichersten in der Geschichte der USA“ bezeichnet hatten.

Mike Pence zieht einen Vergleich zwischen den letzten beiden Präsidentschaftswahlen in den USA: „Umfragen zeigen, dass eine große Anzahl von Demokraten das Ergebnis der Wahlen 2016 anzweifelt und dass eine große Anzahl von Republikanern dem Ergebnis der Wahlen von 2020 nicht vertraut.“ Es müsse alles dafür getan werden, so Pence, „um dies zu ändern und sicherzustellen, dass das amerikanische Volk, egal welche politische Partei es bevorzugt, Vertrauen in die Fairness und Sicherheit des Wahlprozesses hat.“

NameMike Pence
Geb./Alter7. Juni 1959 (61 Jahre)
ParteiRepublikaner
EhefrauKaren Pence (seit 1985)
KinderAudrey Pence, Charlotte Pence Bond, Michael Pence

Mike Pence schürt Ängste vor Änderungen des Wahlgesetzes durch Demokraten

Mike Pence schürt die Ängste vor den Auswirkungen des geplanten Bundesgesetzes: „Illegale Einwanderer und gesetzestreue amerikanische Staatsbürger würden im Kongress gleichermaßen vertreten sein. Schwerverbrecher könnten wählen, sobald sie das Gefängnis verlassen.“ Und dann greift Mike Pence in die Kiste der Verschwörungstheorie, wie man es sonst von Donald Trump kennt: „Linke wollen nicht nur, dass wir an der Wahlurne machtlos sind, sie wollen jeden zum Schweigen bringen und zensieren, der es wagen würde, ihre verfassungswidrige Machtübernahme zu kritisieren.“

Dass in dem Gesetz die Pflicht zur Kennzeichnung und Offenlegung von Parteispenden verankert ist, passt Mike Pence gar nicht. Dadurch würden, so Pence, „Millionen von Amerikanern dem Kulturkreuzzug der radikalen Linken ausgesetzt.“ Jede einzelne vorgeschlagene Änderung des geplanten Gesetzes diene „einem Ziel und nur einem Ziel: Linken einen dauerhaften, unfairen und verfassungswidrigen Vorteil in unserem politischen System zu verschaffen.“

Während Mike Pence die USA zur Einigung ermahnt, poltert Donald Trump gegen Joe Biden

Für Mike Pence handelt es sich beim „For the People Act“ um eine „verfassungswidrige, rücksichtslose und antidemokratische Gesetzesvorlage, die Grundprinzipien untergraben und unsere Republik dauerhaft schädigen könnte.“ In Hinsicht auf die seit einem Jahr wütende globale Corona-Pandemie, wirtschaftlicher Not und „umstrittenen Wahlen“ sei es laut Pence die falsche Zeit, um „weiter Aufregung und Spaltung zu entfachen.“ Es sei für politische Entscheidungsträger:innen nun an der Zeit, „unserer Nation, Amerika, beim Heilen zu helfen.“ Unterdessen ist sein ehemaliger Chef Donald Trump dabei, „illoyale“ Mandatsträger der Republikaner auzusortieren und auf rechtskonservativen Konferenzen über die Demokraten unter Joe Biden herzuziehen. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare