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Flüchtlingsboot sinkt in türkischer Ägäis
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Die Türkei hat in der Ägäis Flüchtende aufgenommen. Griechenland soll die Menschen zuvor zurückgewiesen haben (Symbolbild).

Flüchtende in der Ägäis

Schockierende Berichte über griechische Küstenwache aus der Türkei

  • Tobias Möllers
    VonTobias Möllers
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Die Türkei berichtet von der Rettung von 41 Asylsuchenden aus der Ägäis. Innenminister Soylu behauptet, die griechische Küstenwache habe versucht, einen der Flüchtenden in Brand zu setzen.

Ankara/Athen - Ein Kommando der türkischen Küstenwache gab am Samstag (17.04.2021) bekannt, dass es 41 Asylsuchende in der Ägäis gerettet hat. Diese seien zuvor in türkische Hoheitsgewässer zurückgedrängt wurden, wobei einer von der griechischen Küstenwache in Brand gesetzt wurde. Darüber berichtet die regierungsnahe türkische Website Hürriyet Daily News.

Das türkische Kommando teilte auf seiner Website mit, dass Teams der Küstenwache am frühen Morgen des 17. Aprils zur Rettung von Asylsuchenden vor dem Bezirk Çesme in der Provinz İzmir entsandt wurden. Dabei sei ein Asylbewerber mit einer Verbrennung am Bein dem medizinischen Notfallpersonal übergeben worden.

Flüchtende in der griechischen Ägäis: Türkei spricht von „Massaker im Auftrag Europas“

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu teilte auf Twitter Filmmaterial, auf dem zu sehen sein soll, wie griechische Kräfte Asylsuchende in türkische Hoheitsgewässer drängen. Soylu behauptet, Kräfte der griechischen Küstenwache hätten versucht, Menschen zu verbrennen, indem sie sie mit Benzin übergossen. Soylu spricht von einem „Massaker im Auftrag Europas“.

„Europa wird als Anstifter dieser Bösartigkeit in die Geschichte eingehen, indem es Griechenland verwöhnt und zu dem, was dort vor sich geht, schweigt“, fügte er mit Blick auf die EU-Kommission hinzu.

Flüchtende machen Griechenland schwere Vorwürfe

Auf dem Video sind auch schwere Vorwürfe der Flüchtenden zu hören. Eines der Opfer sagt über den Angriff: „Da war eine Frau. Sie sagte: ‚Ihr geht.‘ Aber wir sind nicht gegangen. Sie brachte Öl, schüttete es über uns und legte Feuer. Die Polizei sagte: ‚Ihr seid verbrannt worden, weil ihr nicht in die Türkei gegangen seid.‘“

„Sie brachten uns mit unserem eigenen Boot hierher und ließen uns auf dem Meer zurück“, fügte das Opfer hinzu. Griechenland ist seit mehreren Monaten mit Vorwürfen konfrontiert, Asylsuchende an seinen Seegrenzen illegal zurückzuweisen und auf teils manövrierunfähigen Booten in das Hoheitsgebiet der Türkei zurückzudrängen.

EU-Arbeitsgruppe untersucht angebliche Pushbacks durch Griechenland

Entgegen den Behauptungen des türkischen Innenministers laufen EU-intern aber durchaus Untersuchungen dieser illegalen Pushbacks, in die in einzelnen Fällen auch die europäische Grenzschutzagentur Frontex verwickelt gewesen sein könnte. Frontex-Chef Fabrice Leggeri steht wegen seines Umgangs mit den schweren Vorwürfen seit Monaten unter Druck. Griechenland bestreitet hingegen bisher die Anwendung von Pushbacks.

Die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei sind schon seit langem angespannt. Zuletzt war ein bilaterales Treffen des griechischen und des türkischen Außenministers eskaliert. Auch dabei ging es um den Umgang mit Flüchtenden. (Tobias Möllers)

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