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Midterms in den USA: Republikaner holen weiter auf

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Von: Stefan Krieger

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Nach neuen Umfragen sieht es nicht gut für die Demokraten aus. Meinungsforscher sehen republikanische Zugewinne in wichtigen Bundesstaaten vor den Zwischenwahlen in den USA.

Washington, D.C. – Vor den Midterms, den Zwischenwahlen in den USA im November, scheinen die republikanischen Kandidaten weiter zuzulegen. Wahlprognosen in wichtigen Swing States und Parteihochburgen sprechen deutliche Warnsignale in Richtung der Demokraten aus.

In Ohio gaben 40 Prozent der Wähler:innen an, dass sie es vorziehen würden, wenn sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat von den Republikanern kontrolliert werden würde. Demgegenüber sprachen sich nur 33 Prozent dafür aus, dass sie es vorziehen würden, wenn die Demokraten das Sagen hätten. Dies ist das Ergebnis einer am Montag (24. Oktober) veröffentlichten Umfrage von Spectrum News/Siena College auf der Seite von cnbc.com. Die Umfrage, die zwischen dem 14. und 19. Oktober telefonisch unter 644 potenziellen Wählern:innen in Ohio durchgeführt wurde, hat nach Angaben von cnbc eine Fehlerspanne von plus oder minus 5,1 Prozentpunkten.

Ursprünglich ein scharfer Kritiker Donald Trumps, jetzt von ihm unterstützt: JD Vance bei einer Kundgebung in Ohio.
Ursprünglich ein scharfer Kritiker Donald Trumps, jetzt vom ehemaligen Präsidenten unterstützt: JD Vance bei einer Kundgebung in Ohio. © Gaelen Morse/afp

Midterms in den USA: Auch in Texas sind die Republikaner vorne

Der republikanische Senatskandidat J.D. Vance, der vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump unterstützt wird, liegt in den Umfragen weiterhin vor dem ehemaligen demokratischen Abgeordneten Tim Ryan, der im Bundesstaat, den Trump sowohl 2016 als auch 2020 deutlich gewann, als Außenseiter gilt.

Eine weitere Spectrum News/Siena-Umfrage aus dem Bundesstaat Texas, die am Montag veröffentlicht wurde, zeigt, dass der amtierende republikanische Gouverneur Greg Abbott einen beträchtlichen Vorsprung vor dem demokratischen Herausforderer Beto O‘Rourke hat (52 zu 43 Prozent).

Abbotts stabiler Vorsprung scheint von der rekordverdächtigen Spendensammlung der O‘Rourke-Kampagne unbeeinflusst zu sein. Das Meinungsforschungsinstitut befragte zwischen dem 16. und 19. Oktober 649 potenzielle texanische Wähler und hat eine Fehlermarge von plus/minus 5,1 Prozentpunkten.

Die Demokraten haben sich gegen die Kampagne der Republikaner in Bezug auf Kriminalität und Wirtschaft gewehrt, insbesondere gegen die hohe Inflation, die Präsident Joe Biden in seiner ersten Amtszeit zu schaffen macht.

Bidens Zustimmungsrate hat sich zwar gegenüber dem Tiefpunkt im Sommer verbessert, liegt aber immer noch weit hinter den Erwartungen zurück und wird von einigen Demokraten, die in den umkämpften Bundesstaaten ums Überleben kämpfen, als potenzielle Belastung angesehen.

Midterms in den USA: Vorsprung der Demokraten schmilzt

Die Demokraten hatten sich im Sommer einen Vorsprung im Rennen um den Senat verschafft, während die von Trump unterstützten Republikaner nach einer Handvoll entscheidender Abstimmungen – insbesondere in den Senatswahlen in Pennsylvania und Georgia – ins Hintertreffen zu geraten scheinen.

Aber beide Republikaner, Dr. Mehmet Oz und Herschel Walker, haben ihren Rückstand in den Umfragen aufgeholt und scheinen nun Kopf an Kopf mit ihren demokratischen Rivalen zu liegen. Dementsprechend sehen die Chancen der Demokraten, den Senat zu halten, laut einem Tracker von FiveThirtyEight jetzt viel schlechter aus. (skr)

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