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Midterms: Walker führt trotz Abtreibungsvorwürfen in Umfragen

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Von: Oliver Schmitz

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Der Skandalpolitiker Herschel Walker könnte bei den Midterms in den US-Senat einziehen. Er liegt laut Umfragen knapp vor seiner demokratischen Konkurrentin.

Atlanta – Bei den Midterms in den USA ist vor allem der Kampf um die Mehrheit im Senat ein äußerst knappes Rennen. Laut den neusten Umfragen haben die Republikaner im Bundesstaat Georgia doch die Nase vorne. Und das, obwohl sich der dortige Kandidaten Herschel Walker mit massiven Abtreibungsvorwürfen konfrontiert sieht. Sollte er tatsächlich gewinnen, könnte das weitreichende Folgen für Joe Biden und die politische Zukunft der Vereinigten Staaten haben.

US-Senat-Kandidat Herschel Walker (Republikaner) bei einer Rede am 24. Oktober 2022.
Der Republikaner Herschel Walker will für Georgia in den US-Senat einziehen. © Natrice Miller/Imago

Umfragen zu Midterms 2022: Walker liegt vor Warnock – Demokraten-Mehrheit im Senat gefährdet

Entgegen der bisherigen Midterms-Umfragen könnte der Herschel Walker für Georgia in den US-Senat einziehen. Laut der neusten Berechnung des Portals FiveThirtyEight hat der republikanische Kandidat eine Sieges-Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent. Seine Gegenkandidatin Raphael Warnock von den Demokraten kommt derweil auf 48 Prozent. In den vorherigen Umfragen hatte sie noch vor Walker gelegen.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, steigt für die Republikaner die Chance neben dem Repräsentantenhaus auch noch den Senat zurückzugewinnen. Denn Georgia ist neben Nevada und Pennsylvania einer der drei am meisten umkämpften Bundesstaaten für die US-Zwischenwahl. Wer zwei dieser drei Staaten gewinnt, dürfte nachher auch die Kontrolle im Senat besitzen. Mit der neusten Umfrage führen die Republikaner neben Georgia auch in Nevada.

Midterms-Kandidat: Herschel Walker soll Abtreibungen finanziert haben – obwohl er Abtreibungsgegner ist

Seit Anfang Oktober mehren sich die Skandale und massiven Anschuldigungen gegenüber Herschel Walker. Dem selbsternannten Abtreibungsgegner wird von mehreren Frauen vorgeworfen, sie zu Schwangerschaftsabbrüchen gedrängt zu haben. Zudem soll Walker sogar für diese Abtreibung gezahlt haben.

Der von Donald Trump unterstütze Kandidat wies bisher aber alle Anschuldigungen entschieden zurück. Laut Walker konnten bisher keine Beweise zu den Behauptungen vorgelegt werden. Nachdem das bundesweite Abtreibungsverbot in den USA vom Supreme Court (Oberster Gerichtshof) gekippt wurde, spielt das Thema auch eine große Rolle im Midterms-Wahlkampf. Präsident Joe Biden will nach eigenen Angaben das Recht auf Abtreibung sogar landesweit per Gesetz festschreiben, wenn es die notwendigen Mehrheiten hierfür bekommen sollte. Zuvor war ein entsprechender Gesetzesentwurf für Abtreibungsrecht noch im Senat gescheitert. (os)

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