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Nach den Midterms: Biden kündigt Entscheidung über eigene Zukunft an

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Von: Daniel Dillmann

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Tritt er nochmal an? US-Präsident Joe Biden will sich nach den Midterms über seine Zukunft äußern.
Tritt er nochmal an? US-Präsident Joe Biden will sich nach den Midterms über seine Zukunft äußern. © Kevin Dietsch/afp

Am 8. November finden die Midterms in den USA statt. US-Präsident will das Ergebnis abwarten - und dann eine wegweisende Entscheidung verkünden.

Washington D.C. - Die Midterms in den USA bestimmen maßgeblich, was ein Präsident in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit durchzusetzen imstande ist. Erlangt seine Partei eine Mehrheit, bestenfalls in beiden Kammern des Kongresses, ist das Regieren deutlich einfacher. Zudem sind die Zwischenwahlen der stärkste Indikator über die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Arbeit ihres Präsidenten.

Wohl deshalb hat Joe Biden nun bekannt gegeben, nach den in knapp vier Wochen stattfindenden Midterms eine wegweisende Entscheidung bekannt zu geben. Biden will dann nämlich verkünden, ob er 2024 noch einmal zur Präsidentschaftswahl antreten will. „Wenn das im November erledigt ist, werde ich eine Entscheidung treffen“, so der US-Präsident in einem seiner seltenen Interviews, diesmal mit dem Fernsehsender CNN. Auf die Frage, ob er glaube, dass er der einzige Demokrat sei, der eine hypothetische Wahl gegen den ehemaligen US-Präsidenten und Republikaner Donald Trump gewinnen könnte, sagte Biden: „Ich glaube, dass ich Donald Trump noch einmal schlagen kann.“

Midterms in den USA: Joe Biden kündigt Entscheidung über persönliche Zukunft an

Die Debatte darüber, ob Joe Biden ein weiteres Mal zur Präsidentschaftswahl antreten werde, läuft seit seines Sieges gegen Trump im Jahr 2020. Biden wird am 20. November 80 Jahre alt. Bei einer Wahl Anfang November 2024 wäre er 81 Jahre. Bereits jetzt ist Biden der älteste US-Präsident, der jemals das Amt übernahm - gefolgt von Donald Trump, der mit 70 Jahren ins Weiße Haus eingezogen war. Sollte Biden erneut gewählt werden, würde er als seinen eigenen Rekord brechen.

Donald Trump wiederum kokettiert seit Monaten mit einer erneuten Kandidatur bei der US-Wahl 2024. Doch auch er hat sich bislang nicht festgelegt. Gut möglich, dass auch Trump zunächst das Ergebnis der Midterms abwarten will. Zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten, die für die Republikaner bei den Zwischenwahlen antreten, erhalten Unterstützung von Trump. Das Abschneiden von Protagonisten wie Herschel Walker und Dr. Mehmet Oz, die sich in engen Rennen gegen ihre demokratischen Herausforderer befinden, dürfte auch als Gradmesser für Trumps Erfolgsaussichten im Machtkampf innerhalb der Republikanischen Partei gelten. So werden die Midterms nicht nur einen kurzfristigen Effekt auf die Politik der USA haben, sondern wohl auch langfristige Auswirkungen auf den Kampf ums höchste Amt der Vereinigten Staaten. (dil/dpa)

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