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Midterms 2022: Aktuelle Umfragen – Zahlen sehen für Demokraten schlecht aus 

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Von: Christian Stör

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Die Umfragen sehen die Republikaner bei den Midterms leicht vorne. Wo es besonders spannend wird. Der News-Ticker.

Update, 14.30 Uhr: In den USA haben die Midterms offiziell begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) in östlichen US-Bundesstaaten wie Vermont, Ohio und New York. Umfragen zeigen, dass die Republikaner sehr wahrscheinlich die Kontrolle über das Repräsentantenhaus gewinnen werden, in dem alle 435 Mandate neu besetzt werden. Im Senat werden 35 der 100 Sitze neu vergeben. Viele Senatsrennen sind äußerst eng (s. Update v. 11.00 Uhr).

Zwei der wichtigsten Senatswahlen sind statistisch gesehen völlig offen. In Pennsylvania liefern sich der Demokrat John Fetterman und der Republikaner Mehmet Oz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in Georgia liegen der demokratische Amtsinhaber Raphael Warnock und sein republikanischer Herausforderer Herschel Walker quasi gleichauf. Die Rekordzahl der bereits vor dem eigentlichen Wahltag abgegebenen Stimmen in Georgia lässt die Demokraten aber auf einen Erfolg hoffen.

Midterms 2022: Aktuelle Umfragen – Zahlen sehen für Demokraten schlecht aus 

Update vom Dienstag, 8. November, 11.00 Uhr: In den USA stehen heute die folgenreichen Midterms an. Bei den Zwischenwahlen haben die Republikaner laut Umfragen beste Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu übernehmen. Auch im Senat gehen sie mit einem Vorteil in den Wahltag. So sagt beispielsweise die Prognose der Statistikseite FiveThirtyEight voraus, dass die Republikaner im Durchschnitt 50,9 Sitze erhalten werden – im Grunde also genau die 51, die sie brauchen, um den Senat zu kontrollieren.

herschel walker
Herschel Walker könnte bei den Midterms in Georgia für die Republikaner zum entscheidenden Wahlsieger werden. © Jessica McGowan/afp

Der Vorteil zeigt sich am deutlichsten in den fünf am stärksten umkämpften Sitzen des Senats, von denen vier von Demokraten verteidigt werden: Arizona, Georgia, Nevada, New Hampshire und Pennsylvania. Um den Senat zu halten, müssen die Demokraten mindestens vier dieser Rennen siegreich gestalten. Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Nur in Arizona und in New Hampshire haben die Demokraten demnach die besseren Chancen

Midterms: Umfragen zu Arizona

Mark Kelly (D)Blake Masters (R)
48,6 %47,1 %
538-PrognoseKelly mit 66 % Wahrscheinlichkeit

Midterms: Umfragen zu Georgia

Raphael Warnock (D)Herschel Walker (R)
46,8 %47,8 %
538-PrognoseWalker mit 63 % Wahrscheinlichkeit

Midterms: Umfragen zu Nevada

Catherine Cortez Masto (D)Adam Laxalt (R)
45,9 %47,3 %
538-PrognoseLaxalt mit 51 % Wahrscheinlichkeit

Midterms: Umfragen zu New Hampshire

Maggie Hassan (D)Donald Bolduc (R)
48,8 %46,6 %
538-PrognoseHassan mit 81 % Wahrscheinlichkeit

Midterms: Umfragen zu Pennsylvania

John Fetterman (D)Mehmet Oz (R)
46,9 %47,4 %
538-PrognoseOz mit 57 % Wahrscheinlichkeit

(Quelle: FiveThirtyEight: Umfrage und Prognose)

Umfragen bei den Midterms: Republikaner macht Sprung nach oben

Update, 15.55 Uhr: Deutliche Zuwächse bei den Umfragen zu den Midterms verbucht einen Tag vor der US-Wahl J. D. Vance. Der Republikaner, einst scharfer Kritiker Trumps, nun dessen Verbündeter, bewirbt sich im US-Bundesstaat Ohio um einen Sitz im Senat. Laut einer aktuellen Erhebung konnte er ein Plus von sieben Prozentpunkten verbuchen. Damit beträgt sein Vorsprung auf den Demokraten Tim Ryan laut der Prognose der „Trafalgar Group“ zehn Punkte.

Update vom Montag, 7. November, 10.30 Uhr: Die meisten Fachleute sagen bei den Midterms in den USA ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat voraus. Doch die Umfragen der vergangenen Tage und Wochen könnten auch darauf hindeuten, dass diesmal die Republikaner im Senat mehr oder weniger deutlich die Mehrheit erringen werden. So sieht die Nachrichtenseite RealClearPolitics, die sämtliche Umfragen zu den Zwischenahlen sammelt, inzwischen die Republikaner klar auf der Siegerstraße. Demnach kommen sie auf 53 Sitze, während sich die Demokraten mit 47 Sitzen begnügen müssen.

Wie ist dies möglich? Indem die Republikaner die Wahlen in Arizona, Georgia, Pennsylvania und Nevada gewinnen. Nach den von RealClearPolitics errechneten Durchschnittswerten der Umfragen scheint dies tatsächlich möglich.

Midterms: Umfragen zu Arizona

Mark Kelly (D)Blake Masters (R)
48,2 %47,2 %
RCP-PrognoseMasters

Midterms: Umfragen zu Georgia

Raphael Warnock (D)Herschel Walker (R)
46,8 %47,2 %
RCP-PrognoseWalker

Midterms: Umfragen zu Nevada

Catherine Cortez Masto (D)Adam Laxalt (R)
44,9 %47,3 %
RCP-PrognoseLaxalt

Midterms: Umfragen zu Pennsylvania

John Fetterman (D)Mehmet Oz (R)
46,9 %47,0 %
RCP-PrognoseOz

(Quelle: RealClearPolitics)

Update vom Sonntag, 6. November, 7.10 Uhr: Bei ihrem Wahlkampfauftritt in Pennsylvania warnten Barack Obama und Joe Biden vor den Gefahren für die Demokratie in den USA. „Die Demokratie steht buchstäblich auf dem Stimmzettel“, sagte Biden. Später redete Obama etwa eine Dreiviertelstunde lang und blickte auf die Zwischenwahlen während seiner Präsidentschaft zurück.

Den Demokraten droht bei der Abstimmung am Dienstag der Verlust der knappen Mehrheit im US-Kongress. Während das Repräsentantenhaus Umfragen zufolge wahrscheinlich an die Republikaner fallen wird, könnte es im Senat sehr knapp werden. In Pennsylvania besteht eine realistische Chance, dass die Demokraten den Republikanern einen Senatssitz abnehmen können. Der Demokrat John Fetterman tritt dort gegen den Republikaner und TV-Arzt Mehmet Oz an.

Der 53-jährige Fetterman hatte im Mai einen Schlaganfall. Republikaner hatten nach einem TV-Duell mit Oz, bei dem Fetterman langsamer redete und sich öfter versprach, Fettermans gesundheitliche Tauglichkeit für das Amt angezweifelt. „Ich hatte einen Schlaganfall. Das hat mich wirklich umgehauen. Aber ich bin wieder aufgestanden“, sagte Fetterman nun in Philadelphia und scherzte, wie hart es sei, ausgerechnet direkt vor Obama zu sprechen. Obama gilt als exzellenter Redner und brachte auch in Philadelphia die Menge zum Jubeln.

Midterms: Biden und Trump machen Wahlkampf in Pennsylvania

+++ 17.45 Uhr: Sowohl Präsident Joe Biden als auch Vorgänger Donald Trump sind im Wahlkampf-Endspurt vor den Midterms aktiv. Beide kündigten Auftritte am Samstag (5. November) in Pennsylvania an. Der Bundesstaat ist laut aktuellen Umfragen besonders hart umkämpft.

Joe Biden wird gemeinsam mit Ex-Präsident Barack Obama nach Philadelphia reisen, die größte Stadt Pennsylvanias. Auf einer Veranstaltung werden beide den Demokraten John Fetterman unterstützen, der für den US-Senat kandidiert und sich in einem engen Rennen mit dem Republikaner Mehmet Oz befindet. Den wiederum besucht Donald Trump in Latrobe, einer Kleinstadt nahe Pittsburgh mit rund 8000 Einwohnern.

Umfragen zu den Midterms: Republikaner holen weiter auf

+++ 16.13 Uhr: Laut einer neuen Umfrage zu den Midterms wird der Vorsprung der Demokraten auch im US-Bundesstaat Washtingon immer kleiner. Tiffany Smiley, Kandidatin der Republikaner, konnte deutlich zulegen. Der Staat gilt als Hochburg der Demokratischen Partei. Senatorin Patty Murray liegt trotz der Zugewinne ihrer Konkurrentin mit 54,2 Prozent noch deutlich vor ihrer Herausforderin.

Update vom Samstag, 5. November, 7.15 Uhr: Die Umfragen vor den Midterms in den USA deuten zumeist auf ein eng umkämpftes Rennen im Senat hin. In Oregon sieht derzeit jedoch alles nach einem Sieg für den Demokraten und Amtsinhaber Ron Wyden aus.

Ron Wyden (D)Jo Rae Perkins (R)
51 %34 %

Midterms: Umfragen deuten auf Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat hin

+++ 16.00 Uhr: Kurz vor den Midterms deuten die Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat hin. Einzelne Erhebungen lassen die Demokraten hoffen, dass sie auch weiterhin die Mehrheit in der kleineren Kammer des Parlaments behalten werden (s. Update v. 11.00 Uhr). Doch einzelne Umfragen haben den Nachteil, dass sie relativ fehlerhaft sein können. Deshalb ist es angeraten, einen Blick auf den Durchschnitt aller bedeutenden Umfragen zu werfen.

Hier sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Zwar liegen die Demokraten in den drei Schlüsselstaaten Arizona, Georgia und Pennsylvania auch hier noch vorne, der Abstand ist allerdings wesentlich knapper. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Republikaner bei den Wahlen 2016 und 2020 in Umfragen deutlich unterschätzt worden sind. Es ist nicht auszuschließen, dass dies wieder geschehen könnte. Tatsächlich sehen die Fachleute die Republikaner leicht im Vorteil. So liegt die Grand Old Party beim statistischen Modell des Economist knapp vorn. Auch das Modell der Statistikseite FiveThirtyEight bevorzugt die Republikaner.

Midterms: Umfragen zu Arizona

Mark Kelly (D)Blake Masters (R)
48,0 %46,8 %

Midterms: Umfragen zu Georgia

Raphael Warnock (D)Herschel Walker (R)
47,4 %46,6 %

Midterms: Umfragen zu Pennsylvania

John Fetterman (D)Mehmet Oz (R)
46,4 %46,0 %

(Quelle: 270towin)

Umfragen zu den Midterms: Demokraten schöpfen wieder Hoffnung

Update vom Freitag, 4. November, 11.00 Uhr: Die Umfragen vor den Midterms in den USA deuten nach wie vor auf ein eng umkämpftes Rennen im Senat hin. Im Grunde darf das fast schon als überraschend gelten, ist es historisch betrachtet doch völlig normal, dass ein US-Präsident bei den Zwischenwahlen in der Mitte seiner Amtszeit die politische Mehrheit im Kongress verliert. Dies aber würde bedeuten, dass Joe Biden aufgrund der zu erwartenden Blockadepolitik der Republikaner nur noch das exekutive Regieren per Dekret oder Anordnung bliebe.

Die Demokraten können sich aber noch immer Hoffnungen machen, im Senat eine hauchdünne Mehrheit zu erreichen (s. auch Erstmeldung). Vor allem eine neue Umfrage des hoch eingeschätzten Marist College dürfte den Demokraten Auftrieb geben. Demnach liegen sie in den drei Schlüsselstaaten Arizona, Georgia und Pennsylvania mit einem kleinen Abstand vorne.

Midterms: Umfrage in Arizona

Mark Kelly (D)Blake Masters (R)
49 %45 %

Midterms: Umfrage in Georgia

Raphael Warnock (D)Herschel Walker (R)
49 %45 %

Midterms: Umfrage in Pennsylvania

John Fetterman (D)Mehmet Oz (R)
50 %44 %

(Quelle: Marist Poll)

Miderms in den USA: Umfragen versprechen ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat

Erstmeldung vom Donnerstag, 3. November: Washington, D.C. - Die Machtverhältnisse in den USA waren zwei Jahre lang klar verteilt. Mit Joe Biden im Weißen Haus und ihren Mehrheiten im Senat und Repräsentantenhaus hatten die Demokraten das Heft fest in der Hand. Das könnte sich nach den Midterms am 8. November aber ändern. Nach Ansicht der Statistikseite FiveThirtyEight, die sämtliche Umfragen zu den Zwischenwahlen auswertet, dürften die Republikaner im Repräsentantenhaus die Mehrheit erreichen.

Anders sieht es dagegen im Senat aus. Die Umfragen versprechen hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Demokraten und den Republikanern. Zur Wahl stehen 35 der insgesamt 100 Sitze im Senat. Da in vielen Fällen das Ergebnis leicht vorherzusagen ist, entscheidet sich das Rennen um den Senat in einigen, wenigen Bundesstaaten. Den Demokraten reicht weiterhin ein Patt von 50 zu 50, da die Stimme von Vizepräsidentin Kamala Harris in ihrer Rolle als Senatspräsidentin in diesem Fall den Ausschlag gibt.

Vier Staaten sind von besonderem Belang: Arizona, Georgia, Nevada und Pennsylvania. Eine aktuelle Umfrage von New York Times und Siena College, die als besonders verlässlich gilt, sieht hier die Demokarten gut positioniert. Demnach liegen sie in Arizona und Pennsylvania mit jeweils knapp sechs, in Georgia immerhin noch mit drei Punkten vorne. In Nevada liegen beide Parteien gleichauf.

Umfragen vor den Midterms: Astronaut tritt in Arizona gegen IT-Investor an

Der amtierende Senator Mark Kelly war früher Astronaut und in mehreren Missionen an Bord der internationalen Raumstation ISS. Bei den Midterms tritt er gegen Blake Masters an, einem eng mit Multi-Milliardär Peter Thiel verbundenen Republikaner. Thiel zählt zu den erfolgreichsten IT-Investoren in Silicon Valley und Masters saß in seinem Firmen-Vorstand.

Mark Kelly (D)Blake Masters (R)
51 %45 %

Umfragen vor den Midterms: Pastor gegen Football-Star in Georgia

Der Demokrat Raphael Warnock hat im Januar 2021 seine erste Amtszeit bei einer vorgezogenen Wahl knapp gegen Konkurrentin Kelly Loeffler gewonnen. Auch jetzt wird es für den Pastor mit Hoffnungen auf das Präsidentschaftsamt im Weißen Haus wieder eng. Sein Gegner ist der ehemalige Footballstar Herschel Walker, der mit einigen kruden Äußerungen immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Walker lehnt Abtreibungen streng ab, steht aber nach Berichten darüber in der Kritik, dass er mehrfach Frauen zu Schwangerschaftsabbrüchen gedrängt und diese bezahlt haben soll.

Raphael Warnock (D)Herschel Walker (R)
49 %46 %

Umfragen vor den Miderms: Generalstaatsanwältin gegen Generalstaatsanwalt in Nevada

Die Republikaner mache sich große Hoffnungen, den Demokraten in Nevada einen Senatssitz abzunehmen. Die aktuelle Senatorin Catherine Cortez Masto war von 2007 bis 2015 auch Attorney General des Staates, ein Amt, das Funktionen von Landes-Justizministern und Generalstaatsanwälten vereint. Auf sie folgte der Republikaner Adam Laxalt von 2015 bis 2019. Er gehört zu jenen, die behaupten, Donald Trump habe die Wahl 2020 durch Betrug verloren.

Catherine Cortez Masto (D)Adam Laxalt (R)
47 %47 %

Umfragen vor den Midterms: Kleinstadt-Bürgermeister gegen Fernseharzt in Pennsylvania

Der Demokrat John Fetterman, der früher Bürgermeister der Kleinstadt Braddock war, zählt zum linken Flügel seiner Partei. Nach einem Schlaganfall im Mai ist seine Gesundheit im Wahlkampf ein großes Thema. Sein Gegner ist Mehmet Oz, einer der berühmtesten TV-Ärzte der USA. Oz stand öfter als Quacksalber in der Kritik, weil er auch wirkungslose Vitaminpräparate angepriesen haben soll. 

John Fetterman (D)Mehmet Oz (R)
49 %44 %

(Quelle: New York Times/Siena College)

Die Entscheidung über die Mehrheiten fällt jedoch erst am Wahltag. Wie dieser abläuft und wann die Ergebnisse veröffentlicht werden, erfahren Sie in unserem Zeitplan. (cs/dpa)

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