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Midterms USA: Demokraten dürfen hoffen – Kampf um Senat völlig offen

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Von: Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann

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Die Republikaner liegen bei den Midterms in den USA vorne. Doch noch sind die Demokraten nicht geschlagen. Der News-Ticker.

Dieser Ticker zu den Midterms in den USA ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie unserem aktuellen Ticker zum Rennen um den US-Senat.

+++ 06.40 Uhr: Bei den Midterms in den USA ist nach der Schließung der Wahllokale in zahlreichen Bundesstaaten weiter offen, welche Partei künftig im US-Kongress das Sagen haben wird. Ein zuletzt vorhergesagter überwältigender Sieg der Republikaner zeichnete sich aber bisher nicht ab. Von entscheidender Bedeutung sind die Wahlen in Arizona, Georgia, Nevada und Pennsylvania. Die New York Times prognostiziert in Arizona und Pennsylvania Siege für die Demokraten, sodass Nevada, wo die Auszählung noch nicht begonnen hat, und Georgia zum Zünglein an der Waage werden. Beide Staaten sind völlig offen.

+++ 05.23 Uhr: Die Republikaner verbuchen einen weiteren wichtigen Sieg bei den Midterms in den USA. J.D. Vance wird von CNN als Sieger in Ohio eingestuft. Nun fehlt den Republikaner nur noch ein Sitz, den sie den Demokraten abnehmen müssen, um als sehr wahrscheinliche Sieger im Senat zu gelten.

+++ 04.34 Uhr: In Pennsylvania liegt der Demokrat John Fetterman vorne. Doch die Wahlbehörde des Bundesstaates kündigte bereits ein, dass zuverlässige Ergebnisse zu den Midterms erst in einigen Tagen vorliegen werden. Auch bei der US-Wahl 2020 war Pennsylvania einer der letzten Staaten, in denen ein Sieger prognostiziert werden konnte. Im US-Bundesstaat Georgia liegen die Kandidaten Raphal Warnock (D) und Herschel Walker (R) gleichauf.

Nur wer wählen geht, wie diese Frau in Virginiam, hat einen Einfluss auf die Ergebnisse. Das gilt auch bei den Midterms in den USA.
Nur wer wählen geht, wie diese Frau in Virginiam, hat einen Einfluss auf die Ergebnisse. Das gilt auch bei den Midterms in den USA. © IMAGO/BONNIE CASH

Midterms in den USA: Alexandria Ocasio-Cortez siegt in New York

+++ 03.25 Uhr: Alexandria Ocasio-Cortez ist die Siegerin ihrer Wahl in New York. Die Demokratin verteidigte den 14. Distrikt in New York und wird weiterhin als Abgeordnete im Repräsentantenhaus sitzen. Insgesamt zeichnet sich in dieser Kammer des Kongresses der prognostizierte Sieg der Republikaner ab. Die Analysten von CNN sprechen ihnen bereits 102 Sitze zu. 54 gehen laut der Prognosen an die Demokraten.

+++ 02.41 Uhr: Im US-Bundesstaat Georgia wird es dramatisch. Demokrat Raphael Warnock könnte im Duell um den Senat mit Herschel Walker der Sieger werden. Er liegt laut aktuellen Zahlen vorne. Ganz anders sieht es bei der Gouverneurswahl in Georgia aus. Laut FiveThirtyEight führt dort nun Republikaner Brian Kemp vor Stacey Abrams.

+++ 1.41 Uhr: Die Republikaner können bei den Midterms weitere Siege verbuchen. Elf Sitze im Repräsentantenhaus werden ihnen bereits zugeschrieben. Die Demokraten kommen bislang auf drei. Für die Mehrheit in dieser Kammer des Kongresses sind 218 Sitze nötig.

Midterms live: Republikaner Tim Scott erster Sieger der Zwischenwahlen

+++ 01.07 Uhr: Laut CNN ist der erste Sieger in den Midterms Tim Scott. Der Republikaner soll laut aktueller Prognosen die Wahl um den Senatssitz in South Carolina gewonnen haben. Scott galt als klarer Favorit.

+++ 00:27 Uhr: Die ersten Wahllokale für die Midterms schließen. In manchen Bezirken der Bundesstaaten Kentucky und Indiana sind die Wahlen für das Repräsentantenhaus seit 0 Uhr (MEZ) beendet. In den bereits geschlossenen Bezirken liegen die Kandidaten der Republikaner vorne. In beiden Bundesstaaten waren sie bereits im Vorfeld als deutliche Favoriten gehandelt.

Wer gewinnt die Midterms? Kein gutes Zeugnis für Joe Biden

+++ 23.57 Uhr: Noch ist offen, wer bei den Midterms als Sieger hervorgehen wird. Die ersten sogenannten Exit-Polls zu den Wahlen in den USA stellen dem amtierenden US-Präsidenten Joe Biden aber kein gutes Zeugnis aus. Bei diesen Befragungen werden Wähler gefragt, die das Wahllokal verlassen haben. Veröffentlicht werden aber zunächst nur Stimmungsbilder, keine Wahlentscheidungen. 55 Prozent der Befragten gaben dabei an, mit der Arbeit des US-Präsidenten nicht zufrieden zu sein.

+++ 22.55 Uhr: Wer die Midterms gewinnt, kontrolliert den Kongress - und bestimmt damit auch, was US-Präsident Joe Biden in seinen verbleibenden zwei Jahren Amtszeit bewirken kann. Laut CNN berät sich Biden aktuell mit den Spitzen der demokratischen Partei. Dabei betone er immer wieder, dass er an seinem Kurs festhalten wolle - egal, wer die wichtigen Zwischenwahlen gewinnen werde.

Midterms live: Sieger könnte erst spät feststehen - Wahlbehörde reagiert

+++ 21.55 Uhr: Im US-Bundesstaat North Carolina könnte es noch länger dauern, bis der Gewinner bei den Midterms ermittelt ist. Das dortige Wahlbüro gab am Dienstag bekannt, man würde darüber abstimmen, ob einige Wahllokale länger geöffnet bleiben sollen. Mindestens vier Wahllokale hätten später geöffnet als geplant. Die oberste Wahlbehörde werde eine „Dringlichkeitssitzung abhalten“ und prüfen, ob eine Verlängerung der Wahlfrist notwendig ist.

+++ 20.00 Uhr: Wer gewinnt die Midterms in den USA? Prognosen sehen weiterhin die Republikaner als Sieger. Die Website Real Clear Politics (RCP) sieht im nächsten Senat derzeit 53 republikanische Sitze – mehr als genug, um die Kontrolle zu übernehmen. Gleichzeitig sieht RCP jedoch sehr knappe Rennen in acht Bundesstaaten: Arizona, Colorado, Georgia, New Hampshire, Nevada, Washington, Pennsylvania und Wisconsin.

Midterms live: Republikaner oder Demokraten - Wer gewinnt die Wahl?

Update vom Dienstag, 8. November, 16.00 Uhr: Laut Umfragen dürften die Republikaner die Kontrolle über das Repräsentantenhaus gewinnen, in dem alle 435 Mandate neu besetzt werden. Im Senat werden 35 der 100 Sitze neu vergeben. Viele Senatsrennen unter anderem in den Bundesstaaten Arizona, Pennsylvania, Nevada und Georgia sind äußerst eng. Die Demokratische Partei hat bislang nur eine hauchdünne Mehrheit im Senat.

Ein Verlust der Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern würde Biden das Regieren in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit erheblich erschweren, da die Republikaner seine Reformagenda komplett blockieren könnten. Gewählt werden auch die Gouverneure von 36 der 50 US-Bundesstaaten sowie weitere politische Vertreter auf Ebene der Bundesstaaten.

Midterms: Trump hat „wenig zu gewinnen“

Erstmeldung vom Dienstag, 8. November: Washington, D.C. – Bei den Midterms steht für Donald Trump viel auf dem Spiel. Der frühere US-Präsident habe bei den anstehenden Wahlen „wenig zu gewinnen“, sagte der Geschichts- und Medienprofessor David Greenberg von der Rutgers-Universität im Bundesstaat New Jersey gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

„Aber Trump hat viel zu verlieren, denn wenn seine Kandidaten sich als Strohfeuer erweisen, dann wird der Eindruck entstehen, dass er seine Magie verloren hat.“ Bei den Vorwahlen für die Präsidentschaftswahl 2024 könnte die konservative Wählerschaft sich dann zweimal überlegen, ob sie Trump als Kandidaten wollen, zumal wenn es beliebte Alternativen wie Floridas Gouverneur Ron DeSantis gebe.

Midterms 2022: Wer gewinnt die Zwischenwahlen in den USA?

Bis zu einer möglichen neuen Präsidentschaftskandidatur scheint der 76-Jährige seine Rolle als Königsmacher bei den Republikaner:innen zu genießen. Er unterstützte im Vorwahlkampf für die Wahlen im Kongress zahlreiche Kandidat:innen, die sich vor allem durch bedingungslose Loyalität ihm gegenüber auszeichneten – und dadurch, dass sie seine vielfach widerlegten Wahlbetrugsvorwürfe wiederholten.

Das bescherte der Partei zahlreiche Figuren mit zweifelhaften politischen Fähigkeiten. Ein Paradebeispiel ist der Senatskandidat Herschel Walker im Südstaat Georgia. Der frühere Footballstar ist durch Vorwürfe der häuslichen Gewalt, falsche Angaben zu seinem Lebenslauf und rhetorische Schwächen aufgefallen.

In den vergangenen Wochen geriet der als erzkonservativer Abtreibungsgegner auftretende Politik-Neuling zudem durch die Angaben gleich zweier Frauen in Bedrängnis, er habe sie in der Vergangenheit zu Abtreibungen gedrängt und für die Schwangerschaftsabbrüche gezahlt. Wegen solcher Kandidat:innen macht sich die demokratische Partei Hoffnungen, ihre hauchdünne Senatsmehrheit verteidigen zu können. Der Anführer der Republikaner:innen im Senat, Mitch McConnell, hat schon verlauten lassen, er sehe die „Kandidaten-Qualität“ seiner Partei als Problem an.

Wer gewinnt die Midterms? Viele Abstimmungen extrem eng

Doch es könnte natürlich auch anders kommen. Viele Senatsrennen sind extrem eng und könnten sich noch zugunsten der Republikaner:innen wenden. Trump selbst absolviert im Schlussspurt für die Midterms noch eine Reihe von Wahlkampfauftritten, um Fans zu mobilisieren. Und selbst wenn die Konservativen bei der Rückeroberung des Senats scheitern – auf Trump muss sich das nicht unbedingt negativ auswirken. Die Fans des früheren Präsidenten zeichnen sich durch nahezu grenzenlose Loyalität aus, die schon ganz andere Krisen überstanden hat.

Die Entscheidung über die Mehrheiten im Kongress fällt jedoch erst am Wahltag. Wie dieser abläuft und wann die Ergebnisse veröffentlicht werden, erfahren Sie in unserem Zeitplan. Das Geschehen in der Wahlnacht ist live im TV und im Live-Stream zu sehen. (tvd/AFP)

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