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Midterms-Ergebnis könnte erst in Wochen vorliegen

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Von: Tim Vincent Dicke

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Die Midterms in den USA laufen an, erste Wahllokale sind geöffnet. Ein finales Ergebnis der Zwischenwahlen könnte sich jedoch lange hinziehen.

Washington, D.C. – Schnell erledigt sind die Midterms in den USA nicht: Die Auszählung der abgegebenen Stimmen bei den Zwischenwahlen kann möglicherweise Tage dauern – und vielleicht steht so gar erst im Januar fest, welche Partei künftig die Mehrheit im Senat stellt. Im US-Bundesstaat Georgia könnte sich das finale Ergebnis besonders lange hinziehen.

Technische Schwierigkeiten, fehlende Wahlhelfer:innen und sehr knappe Entscheidungen haben schon in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass in der Wahlnacht mitunter keine klare Tendenz erkennbar wurde. Teils konnte der Sieger erst mit deutlicher Verspätung in den USA ausgerufen werden.

Midterms in den USA: Besonderheit in Georgia

Erste Wahllokale in Teilen Kentuckys und Indianas schließen in der Nacht zum Mittwoch um Mitternacht deutscher Zeit. Um 1 Uhr beginnt dann die Auszählung in fünf Staaten mit Wahlen für einen US-Senatorenposten, darunter die vermutlich besonders knappe Entscheidung in Georgia. Für 2 Uhr deutscher Zeit weist die Seite 270towin zehn Senats-Entscheidungen (darunter Pennsylvania), zwölf Gouverneurs- und 161 House-Entscheidungen aus.

Wähler gehen an einem Schild vor einem Wahllokal vorbei, nachdem sie am letzten Tag der vorgezogenen Wahl vor den Zwischenwahlen ihre Stimmen abgegeben haben.
Die Midterms laufen in den USA. © David Goldman/dpa

Um 3.00 Uhr folgt erneut eine Reihe wichtiger Auszählungen, darunter Arizona, eine Stunde später Nevada. Um fünf Uhr schließen dann die Wahllokale in der Demokrat:innen-Hochburg Kalifornien. Sollten in den vier Staaten Georgia, Pennsylvania, Arizona und Nevada schon früh siegreiche Senator:innen ausgerufen werden, wäre das ein sehr positives Signal für die jeweilige Partei.

Eine Besonderheit gibt es in Georgia: Kommt keiner der Kandidat:innen auf mehr als 50 Prozent der Stimmen, wird für Januar eine Stichwahl angesetzt. Bei den laut Umfragen sehr engen Mehrheitsverhältnissen im Senat ist das diesmal nicht auszuschließen. Auch gesetzlich vorgeschriebene erneute Auszählungen wegen besonders knapper Entscheidungen oder Gerichtsprozesse zu vermeintlichen oder tatsächlichen Unregelmäßigkeiten könnten dafür sorgen, dass lange keine endgültigen Ergebnisse feststehen.

Bei den letzten Midterms war das Ergebnis schnell klar

Jeder Staat hat zudem andere Regeln dafür, wann Briefwahlstimmen ausgezählt werden dürfen. Hier sind üblicherweise die Demokrat:innen stärker, weshalb es während der Auszählung zu Verschiebungen kommen kann, wenn zunächst am Wahltag abgegebene Stimmen und dann erst die per Post eingegangenen ausgezählt werden.

Bei den letzten Midterms 2018 waren die Verhältnisse indes recht klar. Damals riefen US-Sender kurz nach vier Uhr deutscher Zeit eine Mehrheit für die Demokratische Partei im Repräsentantenhaus aus. (tvd/dpa)

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