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Trump mischt sich in Midterms ein – und attackiert Parteikollegen

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Von: Christian Stör

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Donald Trump gab in einem Interview erste Hinweise auf eine neue Präsidentschaftskandidatur. Gegen den Ex-Präsidenten laufen zur Zeit Ermittlungen.
Donald Trump hat bei den Republikanern noch immer das Sagen. © Mary Altaffer/dpa

In den USA werden im November bei den Midterm-Wahlen die Weichen für die nächsten zwei Jahre gestellt. Auch Donald Trump meldet sich immer wieder zu Wort.

Washington, D.C. - Wenige Wochen vor den wegweisenden Midterm-Wahlen in den USA geht es bei den Republikanern mal wieder hoch her. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich kein Geringerer als Donald Trump. Der frühere Präsident, der bei der Grand Old Party (GOP) noch immer eine beherrschende Stellung einnimmt, hat sich am Montag (10. Oktober) einen anderen Alphamann der Republikaner vorgeknöpft.

Mitch McConnell, der als Minderheitsführer im Senat über enorm viel Einfluss verfügt, musste sich von Trump wieder einmal als „alte kaputte Krähe“ beschimpfen lassen. Schon häufiger hat Trump seinen innerparteilichen Gegenspieler derart tituliert, wie auch New-York-Times-Reporterin Maggie Haberman in ihrem neuen Buch „Täuschung: Der Aufstieg Donald Trumps und der Untergang Amerikas“ zu berichten weiß.

Midterms in den USA: Donald Trump mischt sich ein

Worum aber dreht sich die ganze Aufregung? Trump ist wütend, weil McConnell aus seiner Sicht die Finanzen für den Wahlkampf falsch verteilt. Anlass für den Streit ist die Senatswahl in Alaska. Anders als in anderen Bundesstaaten gab es dort eine parteiübergreifende Vorwahl, bei der sich die vier Bestplatzierten für die Wahl im November qualifiziert haben. Darunter sind auch bei beiden klar favorisierten Republikanerinnen Lisa Murkowski und Kelly Tshibaka, die sich nun gegenseitig bekämpfen.

Dass McConnell finanzielle Mittel für Lisa Murkowski bereitstellt, will Trump nicht in den Kopf. „Die alte kaputte Krähe, Mitchell McConnell, genehmigt die Ausgabe von neun Millionen Dollar, um eine große Republikanerin, Kelly, zu besiegen, anstatt die neun Millionen Dollar für Blake Masters und andere Republikaner zu verwenden, die mit diesem Geld ihre demokratischen Gegner schlagen könnten“, schrieb Trump in einer Erklärung.

Midterms in den USA: Donald Trump gegen Senatorin aus Alaska

Trump unterstützt im Wahlkampf vor den Midterms sowohl Masters als auch Tshibaka. Auf Lisa Murkowski ist Trump spätestens seit dem zweiten Impeachment-Verfahren gegen ihn nicht gut zu sprechen. Damals hatte die gemäßigte Republikanerin für eine Amtsenthebung gestimmt. (cs)

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