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Trump will DeSantis diffamieren – mit perfidem Plan

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Von: Moritz Serif

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Donald Trump liefert sich einen erbitterten Kampf mit seinem republikanischen Konkurrenten Ron DeSantis. Der kuscht nicht vom ehemaligen Präsidenten.

Washington, D.C. – Bereits auf seiner Midterms-Wahlkampftour gab Donald Trump einen Vorgeschmack darauf, wie er im Präsidentschaftswahlkampf 2024 gegen Ron DeSantis antreten könnte. Trump bezeichnete den Gouverneur von Florida bei einer Kundgebung in Pennsylvania am Samstag als „Ron DeSanctimonious“. Das war kein Zufall, denn der Ex-Präsident diffamiert seinen Konkurrenten damit als scheinheilig.

Trump und DeSantis befinden sich schon seit Monaten in einer Art Kaltem Krieg, wie CNN berichtet. Vergangenen Monat bezeichnete Trump es als „großen Fehler“, als DeSantis einen Telefonanruf für den republikanischen Senatskandidaten Joe O‘Dea aus Colorado annahm. Der republikanische Senatskandidat Joe O‘Dea hatte Trumps Zorn auf sich gezogen, als er in einem Interview mit CNN sagte, er würde sich dem ehemaligen Präsidenten „aktiv“ widersetzen, wenn er 2024 für das Weiße Haus kandidieren würde.

Midterms: DeSantis kuscht nicht vor Trump

Auch DeSantis seinerseits hat Trump nicht die Art von Ehrerbietung erwiesen, die der ehemalige Präsident von Republikanern zu erhalten gewohnt ist. DeSantis bemühte sich nicht um Trumps Unterstützung für seine Kandidatur zur Wiederwahl 2022, und auch am vergangenen Wochenende hielten die beiden Männer am Vorabend der Parlamentswahlen in Florida zwei getrennte Kundgebungen ab.

DeSantis und Trump
DeSantis (l.) und Trump (r.), fotografiert im Jahr 2019. © Richard Graulich / Imago Images

DeSantis könnte den Schwung seines erwarteten Sieges für eine Kandidatur im Weißen Haus nutzen. Vergangene Woche veröffentlichte er ein Video, das leicht als Ankündigung einer Präsidentschaftskandidatur hätte durchgehen können, und Politico schrieb, dass DeSantis 200 Millionen Dollar für seine Wiederwahlkandidatur aufgebracht und mehr als 90 Millionen Dollar auf der Bank hatte.

Trump könnte anfangen, DeSantis als scheinheilig zu diffamieren

Falls DeSantis für das Präsidentenamt antreten sollte, könnte Trump auf seine Wahlkampftaktik zurückgreifen, die er bereits gegen Ted Cruz, seinen damaligen republikanischen Hauptkonkurrenten, bei der Nominierung 2016 anwandte. Darauf geht auch der Spitzname „DeSanctimonious“ zurück.

In jenem Rennen behauptete Trump, dass Cruz scheinheilig sei. Cruz gebe sich als ehrlicher Makler und Mann Gottes darstellte, sei aber in Wahrheit ein Lügner. „Ich glaube, er wird untergehen“, sagte Trump im Februar 2016 über Cruz. „Ich denke, ein Mann kann nicht behaupten, dass er ein Christ sei, die Bibel hochhalten und dann über so viele Dinge lügen“. Laut CNN wolle Trump DeSantis als einen überheblichen Kandidaten darstellen, der sich für etwas besser halte, als seine Wähler:innen. Trump hingegen sei der wahre Mann des Volkes. (mse)

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