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Midterms: Republikanerin wirbt mit Video russischer Soldaten

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Von: Daniel Dillmann

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Statt der Nationalgarde lässt eine Republikanerin russische Soldaten im Werbe-Video marschieren. Es ist nicht der erste Fauxpas dieser Art im Wahlkampf.

Arizona - Peinlicher Fauxpas im Wahlkampf. Kari Lake, Kandidatin der Republikaner für das Amt der Gouverneurin im Bundesstaat Arizona, wollte eigentlich mit Bildern mit der Nationalgarde für ihre harte Grenzpolitik werben. Doch statt Soldaten aus den USA lässt die 53 Jahre alte Politikerin russische Truppen in ihrem Wahlwerbespot aufmarschieren.

Zuerst darüber berichtet hatte der lokale Radiosender Heartland Signal/WCPT 820AM. In dem Video verspricht Lake im Fall ihres Sieges bei den Midterms in den USA, die Nationalgarde Arizonas einzusetzen, um die mehr als 3.000 km lange Grenze zum Nachbarland Mexiko zu sichern. Dazu werden Bilder marschierender Soldaten gezeigt, untermalt mit Musik. Das Bildmaterial stammt wohl von der Website Shutterstock. Es zeigt allerdings, wie dort auch beschrieben, weder Nationalgardisten aus Arizona noch überhaupt Truppen aus den USA. Tatsächlich handelt es sich um russische Soldaten, die bei einer Siegesparade marschieren.

Republikanerin Kari Lake wirbt mit Bildern russischer Soldaten für ihre Wahl zur Gouverneurin in Arizona.
Republikanerin Kari Lake wirbt mit Bildern russischer Soldaten für ihre Wahl zur Gouverneurin in Arizona. © Brandon Bell/afp

Midterms in den USA: Peinlicher Fehler der Republikaner

Ein peinlicher Fehler, der Lake im knappen Rennen gegen die demokratische Kandidatin Katie Hobbs einen herben Rückschlag versetzen könnte. Die zögerte auch nicht lange, um das Missgeschick ihrer Konkurrentin zu thematisieren. „Wenn Kari Lake ein uniformiertes Mitglied der Nationalgarde von Arizona nicht von einem russischen Soldaten unterscheiden kann, ist sie nicht in der Lage, unsere tapferen Männer und Frauen als Gouverneurin zu führen“, so Hobbs gegenüber Heartland Signal.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Republikaner in ihren Wahlwerbungen auf martialische Bilder aus Russland setzen. Im September berichtete die Webiste Huffington Post bereits über ein Video der Republikaner im Kongress, das mit Bildern aus Russland und der Ukraine gefüllt war. Die Fraktion wollte damals ihre Agenda „Commitment to America“ (Bekenntnis zu America) bewerben und mit Videos verdeutlichen, „was es bedeutet, Amerikaner zu sein“, wie ein Sprecher erklärte. Dumm nur, dass die Bilder zur Untermalung nicht aus den USA, sondern aus der Ukraine und Russland stammten. Fraktionsführer Kevin McCarthy spielte die Angelegenheit damals herunter.

Midterms in den USA: Knapper Vorsprung für die Demokraten

Die Zwischenwahlen in den USA finden am Dienstag, den 8. November, statt. Gewählt wird das Repräsentantenhaus, mehrere Gouverneure und ein Teil des US-Senats. Umfragen deuten auf einen knappen Sieg der Demokraten hin. (Daniel Dillmann)

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