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Midterms: In Russland wächst die Hoffnung auf einen Sieg der Republikaner

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Von: Nail Akkoyun

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In Russland hofft man vor den Midterms auf ausreichend Siege der Republikaner. (Symbolfoto)
In Russland hofft man vor den Midterms auf ausreichend Siege der Republikaner. (Symbolfoto) © Kirill Kudryavtsev/AFP

Vor den Midterms betreibt das Staatsfernsehen in Russland Propaganda für die Republikaner. Der Grund: Die Partei könnte die Hilfe für die Ukraine einstellen.

Washington, D.C. – Vor den Midterms hofft man in Russland auf einen Triumph der Republikaner. So argumentierte der Politikwissenschaftler Sergej Sudakow während einer Diskussion im russischen Staatsfernsehen, dass die USA die Hilfe für die Ukraine einstellen werden, wenn die Partei nach den anstehenden Zwischenzahlen die Kontrolle über den Kongress übernehmen sollte.

Zuvor behauptete der Moderator der Sendung, Dmitri Suslow, dass das „Füllhorn“ an finanziellen Mitteln für die Ukraine „allmählich erschöpft sein wird“ und immer mehr US-Amerikaner:innen die milliardenschweren Hilfen „unangemessen“ finden werden. Die russische Hoffnung liegt auf Donald Trump und seinen Verbündeten – wie etwa dem Republikaner Paul Gosar.

Midterms 2022: Russland hofft auf amerikanischen Frust über Ukraine-Krieg

Ende Oktober veröffentlichte Gosar einen Brief auf Twitter, in dem er den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj zu Friedensgesprächen nach Arizona einlädt. „Wird es mehr solcher Stimmen wie Paul Gosar, mehr solcher Kongressabgeordneten geben?“, fragte Suslow in die Runde. Sudakow entgegnete, er glaubt, „dass es jeden Tag mehr von ihnen gibt“.

„Die Amerikaner fangen an, in ihre Taschen zu schauen […] sie stellen eine einfache Frage: Trumps Formel ‚Make America Great Again‘, MAGA, das sind die Leute, die anfangen zu sagen: ‚Warum finanzieren wir nicht nur Amerikas Interessen, sondern Bidens persönliche Interessen, die Interessen der Puppenspieler, die hinter Bidens Rücken stehen?“, sagte Politikwissenschaftler Sudakow weiter. Erst im September wurde der Ex-Präsident im russischen Staatsfernsehen als „unser geliebter Trump“ bezeichnet.

Der Politikwissenschaftler deutete auch an, dass die US-Amerikaner:innen bei den Zwischenwahlen nicht für Gouverneur:innen stimmen wollen, die die Finanzierung der Ukraine unterstützen. „Sie sagen: ‚Ich will nicht für diesen Schwindler stimmen!‘ Aus Gründen, die ich nicht verstehe, wirft er meine Steuergelder in einen Krieg, von dem ich nicht profitiere“, sagte Sudakow. Ein Ausschnitt der Sendung wurde von Julia Davis, Daily Beast-Kolumnistin und Gründerin des Russian Media Monitors, auf Twitter gepostet.

Finanzielle Unterstützung der Ukraine: Republikaner sind sich uneins

Die führenden Politiker:innen der Republikanischen Partei sind sich uneins, wenn es um die finanzielle Unterstützung im Ukraine-Krieg geht. Während Senatsführer Mitch McConnell weiterhin Hilfe für die Ukraine versprach, deutete Kevin McCarthy, Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, an, dass man die Mittel eventuell kürzen werde – wenn man nach den Midterms die Kontrolle über das Repräsentantenhaus erlangen sollte. Im Anschluss an die Midterms wird auch erwartet, dass Donald Trump sich über eine weitere Kandidatur äußern werde. (nak)

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