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„Walker ist ein Heuchler“: Frau erhebt schwere Vorwürfe gegen Abtreibungsgegner

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Von: Lucas Maier

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In den USA sind die Midterms bereits in vollem Gange. Der Abtreibungsgegner Walker sieht sich in den Zwischenwahlen mit der eignen Vergangenheit konfrontiert.

Atlanta – Während der Zwischenwahlen in den USA werden erneut Vorwürfe gegen den Republikaner Herschel Walker laut. Der selbsterklärte Abtreibungsgegner soll Frauen zu Schwangerschaftsabbrüchen gedrängt haben.

Seit Montag (17. Oktober) dürfen die Einwohner:innen des US-Bundesstaates Georgia für die sogenannten Midterms abstimmen. Der Termin für die Zwischenwahlen ist der 8. November, es werden Teile vom Senat gewählt, aber auch verschiedene Gouverneure sowie Teile des Repräsentantenhauses.

Herschel Walker, der für die Republikaner in Georgia ins Rennen um einen Sitz im US-Senat geht, sieht sich erneut mit Vorwürfen konfrontiert, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt. Bereits vor einigen Wochen stand Walker öffentlich in der Kritik. Der Vorwurf: Er soll Frauen Geld für Abtreibungen gegeben haben.

Abtreibungen Thema bei den Midterms: Abtreibungsgegner soll Abtreibungen finanziert haben

Ein Scheck über 700 Dollar liegt der Website Daily Beast vor. Diesen soll Walker im Jahr 2009 einer Ex-Freundin ausgestellt haben, damit diese eine Abtreibung vornehmen kann.

Midterm-Wahlen in den USA: Abtreibungsgegner Walker erneut mit Vorwürfen konfrontiert.
Midterm-Wahlen in den USA: Abtreibungsgegner Walker erneut mit Vorwürfen konfrontiert. (Archivbild) © John Bazemore/dpa

Dabei tritt der von Ex-Präsident Donald Trump unterstütze Republikaner als vehementer Abtreibungsgegner bei den Midterms an. Noch im Mai hatte der 60-Jährige ein generelles Verbot von Abtreibungen, ohne Ausnahmeregelungen gefordert.

Zwischenwahlen in Georgia (USA): Zwei Frauen packen gegen Walker aus

Nach den ersten Vorwürfen gegenüber Walker, trat am Mittwoch (26. Oktober) eine zweite Frau mit schweren Vorwürfen in einer Online Pressekonferenz auf, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet. Ebenso wie die erste Frau, die auspackte, will auch sie anonym bleiben, um ihre Familie und Kinder zu schützen.

Laut den Aussagen der mutmaßlich Betroffenen soll der Ex-Footballstar sie im Jahr 1993 zu einem Schwangerschaftsabbruch gedrängt haben. Er soll die Frau damals sogar in eine Abtreibungsklinik nach Dallas in Texas (USA) gefahren haben und anschließend die Medikamente bezahlt haben.

Midterm-Kandidat im Kreuzfeuer der Kritik: Abtreibung nicht nur bei den Zwischenwahlen ein Thema in den USA

„Herschel Walker ist ein Heuchler, und er ist nicht geeignet, US-Senator zu werden“, so die Frau, die unter dem Pseudonym Jane Doe spricht, wörtlich. Sie habe von 1987 an eine mehrjährige Affäre mit Walker gehabt, wie AFP schreibt.

Die Anschuldigungen gegen den Midterm-Kandidaten Walker wies dieser bisher entschieden zurück. Einen Beweis für den aktuell bekanntgewordenen Vorwurf konnte auch die Anwältin der von Jane Doe bisher nicht vorlegen. Das Thema Abtreibung ist nicht nur im Zuge der Zwischenwahlen ein großes Thema in den USA. Präsident Joe Biden will nach eigenen Angaben das Recht auf Abtreibung sogar landesweit per Gesetz festschreiben, wenn es die notwendigen Mehrheiten hierfür bekommen sollte. (Lucas Maier)

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