Konflikt im Mittelmeer

Merkel macht sich für konstruktives Verhältnis zur Türkei stark

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert für ein konstruktives Verhältnis zur Türkei.

Merkel hat sich zum Auftakt des EU-Gipfels für ein konstruktives Verhältnis zur Türkei trotz aller Differenzen stark gemacht. Merkel verwies am Donnerstag in Brüssel darauf, dass die Türkei Nato-Partner sei und man in der Flüchtlingsfrage aufeinander angewiesen sei. Mit Blick auf den Streit um Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer zwischen der Türkei und den EU-Ländern Griechenland und Zypern sagte die Kanzlerin: „Wir müssen die Spannungen im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis natürlich beheben, und für mich spielt hier die Diplomatie eine herausragende Rolle.“

Hintergrund ist, dass die Türkei im östlichen Mittelmeer Erdgasfelder erforschen lässt, was Griechenland und Zypern für illegal halten. Die EU hatte der Türkei deshalb Ende August ein Ultimatum gesetzt und mit zusätzlichen Sanktionen gedroht. Wenn es keine Fortschritte bei Gesprächen zur Beilegung des Konfliktes gebe, könne auf dem Sondergipfel eine Liste weiterer Strafmaßnahmen diskutiert werden, sagte damals der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Zuletzt gab es Zeichen der Entspannung, aber es ist unklar, wie sie von den Staats- und Regierungschefs beurteilt werden. (dpa)

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