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Kanzlerin Merkel soll in der Unionsfraktion empfohlen haben, die Beitrittsgespräche mit der Türkei zunächst nicht weiterzuführen.

Türkei

Merkel gegen weitere EU-Beitrittsgespräche

Kanzlerin Angela Merkel spricht sich nach einem Medienbericht gegen weitere Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt aus. Damit wären die Verhandlungen de facto beendet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Eröffnung weiterer Kapitel bei den Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei ausgesprochen. In der Sitzung der Unionsfraktion habe Merkel am Dienstag empfohlen, dies auch in den Wahlkreisen bei Fragen zum Umgang mit der Türkei so zu erklären, berichtete die „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht unter Berufung auf Teilnehmer der Fraktionssitzung.

Das Europäische Parlament hatte vergangene Woche wegen des Vorgehens der türkischen Regierung nach dem Putschversuch im Juli dafür gestimmt, die Beitrittsgespräche einzufrieren. Es solle mit der Türkei nicht weiter über offene Verhandlungskapitel gesprochen werden, empfahlen die EU-Parlamentarier. Auch neue Kapitel sollten nicht eröffnet werden. Die Entscheidung darüber treffen allerdings die Staats- und Regierungschefs der EU.

Ankara reagierte zunächst mit der Drohung, das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufzukündigen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte aber am Dienstag, das Thema EU-Beitritt sei trotz der angespannten Beziehungen vorerst noch nicht erledigt. Die Beitrittsverhandlungen waren 2005 offiziell aufgenommen worden. (dpa/rtr)

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