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First Lady

Melania „hat Blut an ihren Händen“: Frühere Freundin packt über Trumps Gattin aus

  • vonMirko Schmid
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Stephanie Winston Wolkoff, die ehemalige beste Freundin und Beraterin von Melania Trump, fällt nach dem Sturm auf das Kapitol ein hartes Urteil über die First Lady.

  • Melania Trump ist die Ehefrau des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump.
  • Berichten ihrer ehemaligen Vertrauten Stephanie Winston Wolkoff zufolge ist die First Lady Melania Trump jedoch alles andere als zurückhaltend.
  • Alles über den 45. Präsidenten der USA und seine Familie erfahren Sie in den Trump News.

Washington D.C. – Stephanie Winston Wolkoff ist Unterhaltungsmanagerin, ehemalige Vogue-Veranstaltungsplanerin und: eine der ehemals besten Freundinnen und engsten Beraterinnen der First Lady der USA, Melania Trump. Doch diese Freundschaft liegt längst in Trümmern, Wolkoff hat sich von ihrer ehemaligen Vertrauten abgewandt und schießt seither aus vollen Rohren gegen die Ehefrau des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump.

Wolkoff über Melania und Donald Trump: „Schockierend, schrecklich, entmutigend und beschämend“

In einem Gastbeitrag für das US-amerikanische Nachrichtenmagazin „The Daily Beast“ zerpflückt sie ihre ehemalige Freundin Melania Trump nun nach allen Regeln der Kunst und räumt mit der häufig belächelten Rolle der First Lady an der Seite ihres narzisstischen Ehemannes auf.

Die First Lady habe „Blut an ihren Händen“, so die ehemalige Freundin von Melania Trump. (Archivfoto)

Schon die Einleitung hat es in sich. Stephanie Winston Wolkoff schreibt: „Was wir alle seit dem Tag gesehen haben, an dem Donald J. Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, ist kriminell. Und was ich seit seiner Wahl am 8. November 2016 persönlich erlebt habe, ist schockierend, schrecklich, entmutigend und beschämend. Jeder einzelne MAGA-Mob-Randalierer, der das US-Kapitol stürmte, tat dies ‚auf Anweisung und in Abstimmung mit‘ Präsident Trump. Das war ein Angriff auf das menschliche Leben und unsere große Demokratie. Leider schert das unseren Präsidenten und unsere First Lady Melania Trump wenig - wenn überhaupt.“

„Melania Trump und ihr Ehemann haben keinen Charakter oder moralischen Kompass“

Wolkoff nimmt das Umfeld von Donald und Melania Trump direkt in die Pflicht: „Jeder um sie herum hat ihr Ego gestreichelt und geschürt, sie alle haben willfährig in die ganzen als Wahrheit verkleideten Lügen eingestimmt, auf die das Haus aus Spiegelwänden aufgebaut ist. Ich nehme mich persönlich dafür in die Pflicht, Melania erst möglich gemacht zu haben und mich von ihr im Namen unserer Freundschaft benutzt haben zu lassen. Ich kann nicht fassen, wie blind ich für die Abgründigkeit ihrer Täuschungen und ihrem Mangel an allgemeinem Anstand war.“

Die Unternehmerin bedauert, dass sie nicht in der Lage ist zu behaupten, dass sie Donald Trumps Machenschaften schockiert hätten. Genauso wenig das dröhnende Schweigen von Melania Trump zu ebenjenen, beides habe sie kommen sehen: „Melania weiß, wie man am besten von einem Teleprompter und nicht von seinem Herzen abliest. Sie und ihr Mann Donald haben keinen Charakter und keinen moralischen Kompass. Obwohl meine Absichten, die First Lady in ihren Initiativen zu unterstützen, immer rein waren, bin ich entmutigt und schäme mich, mit Melania zusammengearbeitet zu haben.“

Stephanie Winston Wolkoff: „Melania Trump hat es geschafft, ein Rätsel zu bleiben“

Im Laufe der Jahre habe Melania Trump ihr Image verfeinert, ihre Märchenerzählung geschaffen und es geschafft, ein „Rätsel“ zu bleiben, schreibt Wolkoff, worauf sie sich nicht mehr verpflichtet gefühlt habe, ihre ehemalige Freundin zu „beschützen“. Wolkoff vergleicht Trump mit Michelle Obama, ihrer Vorgängerin als First Lady der USA: „Michelle war von innen und außen wunderschön, brillant und weise und hat trotz ständiger Kritik tatsächlich Programme verabschiedet, um Kindern und Militärfamilien zu helfen, anstatt nur darüber zu sprechen.“

Melania Trump hingegen habe sich von Anfang an damit abgefunden, „von den Medien“ nicht akzeptiert zu werden, weswegen sie gar nicht erst versucht habe, eine eigene Agenda umzusetzen: „Sie hinterlässt kein Erbe oder Profil, auf das sie als First Lady der Vereinigten Staaten stolz sein könnte“, schreibt Stephanie Winston Wolkoff. Sie selbst habe einen „lebensverändernden Fehler“ gemacht, indem sie dennoch weiter für die First Lady arbeitete: „Ich wusste, wie toxisch das Umfeld ist, als ich die Amtseinführungszeremonie mitgeplant habe. Wie dumm ich war. Ich habe wirklich gedacht, ich könnte etwas bewirken in dieser Höhle von Dieben.“

Melania Trump „kein bisschen besser in ihrer Sucht nach Aufmerksamkeit als Donald“

Die First Lady sei „kein bisschen besser in ihrer Sucht nach Aufmerksamkeit als Donald“, schreibt Wolkoff. Melania Trump habe ihre einmalige Chance verpasst, eine Plattform zu schaffen, das Leben der Kinder in den USA zu verbessern. Stattdessen habe sie in Kameras gelächelt und versucht, das Image ihres Ehemannes aufzuhübschen und ihn als großen Unterhalter dastehen zu lassen.

Eine Jacke, die Melania Trump während eines Besuchs von nicht registrierten Einwandererkindern an der Grenze zu Mexiko getragen hatte, erregte ein großes mediales Aufsehen in den USA. Auf der Jacke stand: „Es interessiert mich wirklich nicht.“ Stephanie Winston Wolkoff stellt klar: „Das war kein modischer Fehlgriff. Genau das ist ihre Meinung. Ihre Pflichten und Möglichkeiten als First Lady interessieren sie einfach nicht.“

Melania Trump: Öffentlich stand sie zurückhaltend im Schatten ihres Mannes Donald. Hinter den Kulissen soll sie ihn angetrieben haben.

Wolkoffs Urteil: „Melania Trump repräsentiert, was in Amerika schief läuft“

Wolkoff fällt ein vernichtendes Urteil: „Melania Trump repräsentiert, was in Amerika schief läuft. Sie kommt mit allem durch, weil in Amerika weiße, „schöne“ Frauen, die schweigen, immer durchkommen. Melania gestaltet „wunderschöne“ Partys, Veranstaltungen und Räume und wirkt Kindern gegenüber „süß und fürsorglich“. Alle diese Ideen gehen auf die 50er Jahre zurück, als Frauen still und hübsch waren, Rassismus weit verbreitet war, Einwanderer die Drecksarbeit erledigten und Männer auf schmutzige Weise Vermögen machten.“

Im Kern, so Stephanie Winston Wolkoff, sei Melania Trump „machiavellistisch“: „Sie will um jeden Preis gewinnen. Und es dabei gut aussehen lassen. Melania weiß genau, was um sie herum passiert. Sie hatte immer ihre eigene Agenda: Sei die Beste, egal was es kostet.“ Wolkoff fragt sich rhetorisch, wie Melania Trump mit dem versuchten Staatsstreich der Trump-Fans umgehen wird: „Jetzt, wenn Kinder ihre Eltern fragen, warum Menschen unser Kapitol zerstört haben, was wird ihre Antwort sein? Wird sie weiter die Lüge verbreiten, dass es die Antifa war? Oder wird sie die Wahrheit sagen? Sagen, dass Donald Trump der Brandstifter war, der mit seinen Lügen die Unruhen angezettelt hat? Er, seine Kinder Ivanka, Donald Jr. und Eric und sein persönlicher Anwalt Rudy Giuliani haben ihre Anhängerschaft zur Gewalt angestiftet und die Menschen aufgewiegelt.“

Melania Trumps ehemalige Freundin über Donald Trump: „Er sollte jetzt endlich einen Preis zahlen“

Wolkoff betont, dass Melania Trump alles andere als ein Opfer ihres Ehemannes Donald Trump ist: „Viele glauben immer noch, dass Melania machtlos ist. Aber lassen Sie sich nicht täuschen. Melania kennt und unterstützt Donald und seine Standpunkte. Die Wahrheit ist, dass sie ihn tatsächlich ermutigt, aggressiv zu sein. Sie ist seine größte Cheerleaderin.“ Über den scheidenden Präsidenten schreibt Wolkoff: „Er sollte jetzt endlich einen Preis zahlen. Niemand steht über dem Gesetz.“

Dass Melania Trump stellvertretend für ihren Ehemann Donald Trump Reue zeigen könnte, glaubt Wolkoff nicht: „Die Menschen in Amerika sterben aufgrund seiner Unfähigkeit an COVID. Wenn Melania auch nur eine Unze Eleanor Roosevelt in sich hätte, wäre sie da draußen und würde unseren Krankenschwestern und Ärzten zur Seite stehen, den Impfstoff verteilen und den Tafeln helfen. Stattdessen werden sie das Weiße Haus ohne Reue verlassen, Leichen zurücklassen und nach Mar-a-Lago fahren, ohne sich umzusehen.“ Als Überschrift für ihren Artikel wählt Wolkoff die Worte: „Melania Trump hat Blut an ihren Händen.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © SMG/Imago Images

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