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Ehefrau von Donald Trump

„Melania Trump ist kein Opfer“ - Wie die First Lady Politik macht

  • vonMirko Schmid
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Die Kolumnistin Kali Holloway verurteilt First Lady Melania Trump als wissenden und willigen Partner in Präsident Donald Trumps Rassismus und Fehlverhalten.

  • The Daily Beast-Kolumnistin Kali Holloway nimmt First Lady Melania Trump in Mitverantwortung für die Politik ihres Ehemannes.
  • Holloway räumt mit der Legende auf, nach der Melania Trump nur "schmückendes Beiwerk" des Präsidenten sei.
  • Melania Trump soll Donald Trump erst zur Kandidatur um das Präsidentschaftsamt der USA ermutigt haben.

USA - In einer Kolumne für die angesehene Nachrichtenseite „The Daily Beast“ lässt Kali Holloway kein gutes Haar an Präsidentengattin Melania Trump. Die First Lady und Ehefrau von Donald Trump sei „voll an Bord bei dieser ganzen Sache“, so Holloway, „ihre Konstruktion der Reinheit und Unschuld einer weißen Frau“ sei dabei nichts als Fassade. Vielmehr sei die First Lady häufig treibende Kraft hinter Donald Trumps „Rassismus und Fehlverhalten.“

Melania Trump: Kein Opfer ihres Ehemannes, sondern „voll an Bord“

Als Beispiel nannte Holloway Melanias Trumps dokumentierte rassistischen „Birther“-Angriffe auf Präsident Barack Obama. Melania Trump habe Obama, gleich ihrem Ehemann, abgesprochen, in den USA geboren zu sein, weswegen Obama widerrechtlich zum Präsidenten gewählt worden sei. Dies tat die First Lady als slowenische Einwanderin, welche trotz ihrer Falschbehauptungen über den eigenen College-Abschluss ein „Einstein-Visum“ erhielt. 

Melania Trump verteidigte den Frauen gegenüber übergriffigen Supreme Court-Kandidaten Brett Kavanaugh

Allerdings teile Melania Trump die Weltsicht ihres Mannes Donald nicht nur in Hinsicht auf rassistisch motivierte Verschwörungstheorien. Vielmehr habe sie Brett Kavanaugh verteidigt, als dieser von Donald Trump für den Supreme Court, das oberste Gericht der USA, nominiert worden sei. Kavanaugh wurde wiederholt und von verschiedenen Frauen vorgeworfen, sexuell übergriffig geworden zu sein. Ein Vorwurf, der Melania Trump kalt zu lassen scheint.

Auch habe Melania Trump ihre Empfehlungsrede anlässlich des Nominierungsparteitags der Republikaner im Jahr 2016 schamlos bei Barack Obamas Ehefrau Michelle abgekupfert, sei sich aber dennoch nicht zu dreist gewesen, eine Toilette nicht zu benutzen, die vor ihr Michelle Obama genutzt hatte.

Melania Trump macht Politik und flüstert ihrem Ehemann Personalentscheidungen ein

Doch damit nicht genug. Melania Trump soll stolz auf ihre Rolle sein, die sie in Donald Trumps „gewalttätigen und auf weiße Vorherrschaft ausgerichteten" Präsidentschaft spielt. „Melania Trump hat berichtet, dass sie ihren Mann ermutigt hatte, überhaupt erst ins Präsidentschaftsrennen zu gehen. Wie ihr Ehepartner konsumiert sie Berichten zufolge absurde Mengen an Kabelnachrichten, sucht nach nicht schmeichelhaften Geschichten über den Präsidenten und beschwert sich, wenn dessen Kommunikations- und Presseteam nicht genug tut, um ihn zu verteidigen“, so Holloway.

Dabei schreckt Melania Trump auch nicht davor zurück, ihrem Ehemann Personalentscheidungen einzuflüstern. Die First Lady, die einen „übergroßen Einfluss auf Einstellungen und Entlassungen im Weißen Haus“ habe, habe den heutigen Vizepräsidenten Mike Pence „im Wesentlichen" ausgewählt.

Warum die Trumps als politisches Gespann so gut funktionieren, fasst Holloway griffig zusammen: „Melanias ständige Lügen deuten darauf hin, dass sie ihren Ehemann so gut kennt, weil sie sich so ähnlich sind - eigennützige, selbstverherrlichende Fabulisten, die Unwahrheiten verbreiten, wenn sich ihre Lippen bewegen.“ Dies schweiße beide zusammen, obwohl Melania Trump selbst berichtet hatte, dass die Ehe zwischen beiden von „einer Natur der Transaktion sei".

Holloway sieht sich in dieser Meinung von der New Yorker Society Lady Stefanie Winston Wolkoff bestätigt. Die ehemalige Vertraute der First Lady hatte berichtet, das Melania Trump sowohl die Seitensprünge als auch die sexuellen Übergriffe ihres Ehemannes nicht interessierten. „Er ist, wer er ist“, soll ihr nonchalantes Mantra sein. „Ich weiß, wen ich geheiratet habe.“ (Von Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © ALEX WONG/afp

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