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Krawalle in den USA

First Lady nach Ausschreitungen in Washington „entmutigt“ – Melania Trum sieht sich als Opfer

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Melania Trump hat sich nach langem Schweigen zum Sturm auf das Kapitol in Washington geäußert. Die First Lady sieht ein eindeutiges Opfer – sich selbst.

  • Nach den Ausschreitungen in Washington ist die Stimmung in den USA mehr als angespannt.
  • First Lady Melania Trump bricht ihr Schweigen und äußert sich in einem Statement.
  • Die Ehefrau von Donald Trump sieht sich selbst als Opfer.

Washington D.C. – Knapp eine Woche nach dem Sturm auf das Kapitol durch einen rechten Mob meldet sich First Lady Melania Trump in einem Statement zu Wort und bricht damit ihr Schweigen. Unter dem Titel „Our Path Forward“ - „Unser Weg nach vorne“ hat Melania Trump ein Schreiben auf der offiziellen Website des Weißen Hauses veröffentlicht. „Ich bin enttäuscht und entmutigt über das, was letzte Woche geschehen ist“, kommentiert sie die Vorfälle in Washington. Sie drückt ihr Beileid für die bei der Erstürmung des Kapitols Verstorbenen und deren Familien aus.

First Lady Melania Trump ist nach den Ausschreitungen in Washington „entmutigt“ und „enttäuscht“. (Archivfoto)

Melania Trump: First Lady spricht von „schlüpfrigem Klatsch“

Gleichzeitig sieht sie in der Deutung der Vorfälle einen persönlichen Angriff auf sich selbst. „Ich finde es beschämend, dass im Umfeld dieser Ereignisse schlüpfriger Klatsch, unberechtigte persönliche Angriffe und fehlgeleitete Anschuldigungen in Bezug auf meine Person verbreitet wurden.“ Die Zeit, in der sich die USA derzeit befänden, solle ausschließlich dazu genutzt werden, „das Land und seine Einwohner zu heilen“ und nicht, um „persönlichen Ruhm“ aus Angriffen gegen Melania Trump zu ziehen - so die First Lady.

„Ich verurteile uneingeschränkt die Gewalt, die am Kapitol unserer Nation stattgefunden hat. Gewalt ist niemals zulässig.“ Ferner nutzte Melania Trump ihre Erklärung dafür, den Millionen Amerikanern zu danken, die ihren Ehemann und amtierenden Präsidenten Donald Trump und sie in den vergangenen vier Jahren unterstützt haben. „Es war die Ehre meines Lebens, als Ihre First Lady dienen zu dürfen.“

First Lady: Melania Trump schreibt bei sich selber ab

Doch geübten Augen dürften die Ähnlichkeiten von Melania Trumps Schreiben zu einem anderen politischen Dokument auffallen. Es scheint so, als hätte die First Lady der USA abgeschrieben – und zwar bei sich selbst. Die CNN-Journalistin Kate Bennett zeigt auf Twitter auf, dass frappierende Ähnlichkeiten zwischen dem Schreiben anlässlich der Gewaltausbrüche in Washington sowie einem älteren Schreiben von einem Parteitag der Republikaner existieren.

Mehrere Absätze enthielten demnach fast gleiche Passagen, einer sei sogar komplett identisch. „Der rote Faden in all diesen herausfordernden Situationen ist die unerschütterliche Entschlossenheit der Amerikaner, sich gegenseitig zu helfen.“ Der Spott der Twitter-Nutzer:innen ließ nicht lange auf sich warten. „Melania Trump hatte kein Original, seit sie ihre Befehle von Putin erhalten hat“, kommentiert ein Nutzer. Ein anderer: „Ich kann garantieren, dass die First Lady ihre ‚Statements‘ nicht selber verfasst. Und darüber hinaus vermute ich, dass sie sie auch nicht versteht oder sich daran erinnert.“

Melania Trump hatte die Öffentlichkeit genau wie die Kinder von Donald Trump, namentlich Ivanka Trump und Donald Trump Junior, gemieden. Infolge der Ausschreitungen in Washington D. C. war ihre Stabschefin Stephanie Grisham zurückgetreten. Ob die große Anzahl an grammatischen Fehlern in dem Statement von Melania Trump mit dem Rücktritt der Kommunikationsexpertin Grisham zusammenhängt, ist nicht eindeutig geklärt. (Marvin Ziegele)

Rubriklistenbild: © Saul Loeb/AFP

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