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Tatenlos: Melania Trump wollte Gewalt nicht verurteilen

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Von: Kim Hornickel

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Donald und Melania Trump haben den Sturm auf das Kapitol nicht unterbunden. Ihre Verstrickungen in den Fall decken Zeugenberichte vor dem Untersuchungsausschuss auf. (Symbolbild) © Elsa/afp

Melania Trump weigert sich, den Sturm auf das Kapitol abzumildern und die Demonstranten zu beruhigen. Einen Vorstoß ihrer Stabschefin lehnt sie ab.

Washington – Melania Trump soll nichts gegen die Gewalt beim Sturm auf das Kapitol, am 6. Januar 2021, getan haben. Das zeigt eine Textnachricht, die die ehemalige First Lady an ihre Stabschefin verschickt hatte. Wie das Nachrichtenportal The Independent berichtet, weigerte sich Melania Trump, die Gewalt zu verurteilen. Auf die Nachricht ihrer Stabschefin, Stephanie Grisham, ob sie einen Tweet absetzen wolle, der „das Recht auf friedliche Proteste“ unterstütze, aber „Gewalt und Gesetzlosigkeit verurteile“, antwortete Trump: „Nein“.

Stabschefin Grisham zog sofort Konsequenzen aus der Antwort. Die langjährige Mitarbeiterin der Trumps kündigte auf der Stelle, so The Independent. Die ehemalige Pressesprecherin verließ ihren Posten noch am selben Tag.

Trump Mitarbeiterin beweist Gleichgültigkeit: Melania Trump will nicht eingreifen

Bereits vor ihrer Aussage vor dem Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge vom 6. Januar ermittelt, hatte Grisham die Textnachricht publik gemacht. In ihrem Buch „I’ll Take Your Questions Now“, das im Oktober 2021 erschien, schilderte sie die Reaktion der ehemaligen First Lady. Melania Trump hatte auf die Anschuldigung sofort reagiert und äußerte sich bei der Veröffentlichung des Buches abfällig über ihre EX-Mitarbeiterin. Sie warf Grisham „unprofessionelles Verhalten“ vor. Sie sei nur auf Geld aus und erreiche das auf Kosten Melania Trumps, zitiert The Independent.

Doch nicht nur Melanias Fehlverhalten vom 6. Januar bringt schockierende neue Erkenntnisse ans Licht. Eine weitere Zeugin sagte aus, dass Donald Trump angesichts des Wahlsieges von Joe Biden die Kontrolle verloren habe. Cassidy Hutchinson, eine Mitarbeiterin des ehemaligen Stabschefs Mark Meadow, habe Trump dabei beobachtet, wie er einen Geheimdienstmitarbeiter angegriffen hatte. Außerdem habe Trump versucht, das Lenkrad seiner Präsidentenlimousine zu übernehmen, als die Mitarbeiter ihn nicht ins Kapitol bringen wollten. Trump soll daraufhin ausfällig geworden sein.

Bei den Zusammenstößen zwischen dem Sicherheitspersonal des Kapitols und den aufgebrachten Protestlern, waren zehn Menschen ums Leben gekommen. Rund 140 wurden verletzt. (kh)

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