1. Startseite
  2. Politik

Bürger sind unzufrieden mit allen Ampel-Ministern

Erstellt:

Von: Jan Oeftger

Kommentare

Die Ministerinnen und Minister der Ampel-Koalition werden von den Bürgerinnen und Bürgern nicht gut bewertet. Mit keinem sind sie nach einem Jahr im Amt zufrieden.

Berlin – Am Donnerstag, 8. Dezember, jährt sich die Vereidigung der Ampel-Ministerinnen und -Minister erstmals. Die Deutschen sind jedoch nicht zufrieden mit der Arbeit der Mitglieder des Kabinetts von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dies zeigt der Regierungsmonitor, der vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des SPIEGEL erhoben worden ist.

Jede einzelne Ministerin und jeder einzelne Minister wird demnach negativ bewertet. Bei der Umfrage können die Kabinettsmitglieder zwischen 200 bis -200 Punkte bekommen. Einen positiven Wert erreicht jedoch keine Politikerin und kein Politiker. Annalena Baerbock (Grüne) erzielt mit einem Index von -40 noch den besten Wert. 38 Prozent sind zufrieden mit ihrer Arbeit. Damit sind die Deutschen mit der Arbeit der Außenministerin verhältnismäßig am zufriedensten. Bei der letzten Erhebung im Sommer erreichte Baerbock genau wie Parteifreund Robert Habeck jedoch noch einen positiven Wert. Habecks Index liegt nun bei -63.

Mit der Arbeit von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (oben links) sind die Deutschen am unzufriedensten.
Mit der Arbeit von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (oben links) sind die Deutschen am unzufriedensten. © Kay Nietfeld/dpa

Ampel-Koalition: FDP bekommt besonders schlechte Bewertungen

Besonders schlechte Werte erhalten Politiker aus der FDP. Finanzminister Christian Lindner (-103) und Verkehrsminister Volker Wissing (-104) lassen nur noch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit -132 Punkten hinter sich. Mit Lambrechts Arbeit sind die Bürgerinnen und Bürger damit klar am unzufriedensten. 68 Prozent gaben an unzufrieden oder sehr unzufrieden mit Lambrechts Arbeit zu sein.

Bundeskanzler Scholz liegt in dem Ranking in der Mitte. Er erreicht einen Wert von -79. Mit seiner Arbeit zeigen sich 26 Prozent zufrieden. Scholz selbst hatte sich und seinem Kabinett zuletzt ein besseres Zeugnis ausgestellt. Er hob den höheren Mindestlohn, das erweiterte Wohngeld und das erhöhte Kindergeld hervor.

Das scheint den Bürgerinnen und Bürgern allerdings nicht für eine positive Bewertung auszureichen. Auf die Parteien bezogen, wird die FDP am negativsten gesehen. Nur 13 Prozent sind mit der Regierungsarbeit der freien Demokraten zufrieden. Bei der SPD sind es 25 Prozent und bei den Grünen 29 Prozent.

Im März erhielt die Ampel-Koalition die besten Ergebnisse

Mit der allgemeinen Regierungsarbeit sind 63 Prozent entweder „eher unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. Das sah im März dieses Jahres noch etwas anders aus. Damals erhielt die Bundesregierung bei der SPIEGEL-Umfrage ihre beste Bewertung. 43 Prozent waren zu dem Zeitpunkt unzufrieden. 40 Prozent bewerteten die Regierungsarbeit positiv.

Auch bei der Sonntagsfrage schneiden die Parteien aktuell nicht gut ab. Wären am Sonntag Wahlen, würden die Grünen dabei auf 21 Prozent kommen, vor der SPD mit 19 Prozent und der FDP mit sieben Prozent. Mit der CDU/CSU würde eine derzeitige Oppositions-Partei mit 28 Prozent die Wahlen gewinnen. (Jan Oeftger)

Auch interessant

Kommentare