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Das Vertrauen in Wulff schwindet zusehends.
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Das Vertrauen in Wulff schwindet zusehends.

Umfrage

Mehrheit für Rücktritt von Wulff

Erstmals hat sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für einen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff ausgesprochen. Diese Mehrheit ist zwar hauchdünn, sie zeigt aber: Das Vertrauen in Wulff schwindet weiter.

Erstmals hat sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für einen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff ausgesprochen. Diese Mehrheit ist zwar hauchdünn, sie zeigt aber: Das Vertrauen in Wulff schwindet weiter.

Der Deutschlandtrend der ARD zeigt: Der Rückhalt in der Bevölkerung für den wegen seiner Kreditaffäre angeschlagenen Bundespräsidenten bröckelt weiter. 46 Prozent der Befragten sprach sich für einen Rücktritt Wulffs aus, 45 Prozent waren dagegen.

Auch viele Politiker schlagen weiter in die Kerbe: Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff bringe die Politik generell in Verruf, sagt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. „Viele wollen doch glauben, es sei übliche Praxis in der Politik, ständig nur auf der Suche nach persönlichen Vorteilen zu sein“, sagte er den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Fall Wulff ist Merkels Angelegenheit

Für Wulff werde es „ein langer Weg“, Vertrauen und Respekt zurückzugewinnen, prognostiziert Steinmeier. „Und ich habe Zweifel, ob es gelingt.“

Der SPD-Fraktionschef fügte hinzu, er bleibe dabei, der Fall Wulff sei eine Causa Merkel. Die Kanzlerin aber „tut so, als lebe sie auf einem anderen Stern als ihr Kabinett, die FDP und der Bundespräsident“. Schwarz-gelb hingegen hält trotz aller Kritik weiter zu Wulff.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Landtag von Thüringen, Ramelow, kritisiert Wulff weiter. Er sagte im Deutschlandfunk, Wulffs Herausgabe der Antworten auf Journalistenfragen komme viel zu spät. Der Bundespräsident setze seine Salamitaktik fort. Wörtlich meinte Ramelow, Wulff sei "ein Getriebener, der sein Amt nicht mehr ausüben kann."

Opposition: Kein Auftrieb bei Wählerstimmen

Auch die Opposition kann von der anhaltenden Debatte um Bundespräsident Christian Wulff offenbar nicht profitieren. Dem Deutschlandtrend zufolge könnten die Unionsparteien bei einer Bundestagswahl derzeit mit 36 Prozent der Stimmen rechnen. Dies ist ein Prozentpunkt mehr, als in der letzten Umfrage vom 5. Januar.

Die SPD verliert demnach einen Prozentpunkt und käme nur noch auf 29 Prozent. Auch die Grünen verlieren einen Punkt auf 15 Prozent der Wählerstimmen. Weiter abgeschlagen bei drei Prozent und damit deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde rangiert die FDP.

Die Piraten-Partei käme dagegen mit sechs Prozent in den Bundestag. Die Linken kämen auf sieben Prozent. (dapd/rtr)

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