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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) fordert mehr Transparenz durch klar verständliche Tierhaltungskennzeichnungen auf Fleisch. (Archivbild)
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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) fordert mehr Transparenz durch klar verständliche Tierhaltungskennzeichnungen auf Fleisch. (Archivbild)

Lebensmittel-Politik

Mehr Tierwohl, weniger Zucker und keine Dumpingpreise: Özdemir mit Statement an Verbraucher

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Um die Folgen ungesunder Ernährung zu redizieren und die Lebensmittelproduktion zu verbessern, sieht Landwirtschaftsminister Özdemir Staat und Bürger in der Pflicht.

Berlin - Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir* (Grüne*) forderte im Gespräch mit der Bild am Sonntag klare Änderungen im Umgang mit Lebensmitteln. So sprach er sich etwa gegen Ramschpreise in der Lebensmittelbranche aus, um Bauernhöfe zu schützen und das Tierwohl zu fördern. Außerdem kündigte er verbindliche Regelungen zum Zuckergehalt von Lebensmitteln an.

Zu seiner Position zur Preispolitik kritisierte Özdemir auch das Verhalten einiger Verbraucher:innen: „Manchmal habe ich das Gefühl, ein gutes Motoröl ist uns wichtiger als ein gutes Salatöl“. Lebensmittel dürften zwar kein Luxusgut werden, doch der Preis müsse „die ökologische Wahrheit stärker ausdrücken“.

Grünen-Landwirtschaftsminister Özdemir für mehr Bio in öffentlichen Einrichtungen

Für den Wandel in der Landwirtschaft will Özdemir auch die „Nachfragemacht des Staats“ nutzen: Die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen solle auf „mehr regional und mehr Bio“ umgestellt werden. „Der Staat muss da Vorbild sein.“

Mit seinen Forderungen einher geht Özdemirs Anregung, die Zahl der Nutztiere in Deutschland einzuschränken: „Besser wäre, weniger Tiere und die besser halten.“ Die Investitionsförderung für Landwirte werde er künftig auf gute Haltungsbedingungen in den Ställen ausrichten. Dies sei ein „Win-Win für Mensch und Tier“. Schon ab kommendem Jahr solle außerdem mit einer „klar verständlichen Tierhaltungskennzeichnung auf Fleisch“ mehr Transparenz für Verbraucher:innen gesorgt werden.

Özdemir macht sich für Tierwohl und Tierschutz stark - und will Ungesundes reduzieren

Um den Tierschutz besser durchsetzen zu können, befürworte Özdemir den entsprechenden Strafrahmen erhöhen. Gleichzeitig brauche es entsprechende Kontrollen. „Wir wollen die Rechtsgrundlage für eine kameragestützte Überwachung in großen Schlachthöfen* schaffen, damit wir wissen, was da passiert“, sagte der Minister der Bild am Sonntag.

Schließlich kündigte Özdemir verbindliche Regelungen an, um Lebensmittel insgesamt gesünder zu machen. Über die Hälfte der Erwachsenen seien übergewichtig, sagte er dem Boulevardblatt. „Der Grund dafür sind zu viel Zucker, Fett und Salz, vor allem in Fertigprodukten“. Die Politik habe „zu lange versucht, die Industrie mit freiwilligen Selbstverpflichtungen zur Reduktion dieser Inhaltsstoffe zu bewegen“. Damit sei Schluss. „Mit mir wird es verbindliche Reduktionsziele geben.“ Werbung für ungesunde Lebensmittel wie „Süßigkeiten, Limonaden und Chips, die sich an Kinder richtet“, dürfe es demnach auch nicht mehr geben. (ska/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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