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Blick in ein Frauenhaus in Berlin. (Symbolbild)

Frauenhäuser

Mehr Schutz gefordert

2018 suchten laut Arbeiterwohlfahrt mehr als 7500 Frauen mit weit mehr als 10600 Kindern Schutz und Hilfe in Frauenhäusern.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat eine vorbehaltlose Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland gefordert. Dieses Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt erfordere einen Ausbau des Hilfesystems.

Bundesweit mangele es an Plätzen in Frauenhäusern und auch an den notwendigen Fachberatungsstellen, kritisierte AWO-Chef Wolfgang Stadler aus Anlass des internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen an diesem Montag. Laut AWO suchten 2018 mehr als 7500 Frauen mit weit mehr als 10 600 Kindern Schutz und Hilfe in Frauenhäusern.

Das Buch zur Frauen-Serie

Frauen und Männer – wie sollen sie in Zukunft zusammenleben? Gleichgestellt und ebenbürtig, klar. Aber was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Antworten auf diese Fragen gibt das aktuelle Buch der Frankfurter Rundschau, das aus der FR-Serie „Jahr der Frauen“ entstand. Ein Buch, das sich als Ermunterung versteht für ein Zusammenleben, in dem Frauenfragen als das behandelt werden, was sie sind: Menschheitsfragen, die uns alle angehen.

Bascha Mika und Nadja Erb (Hg.): Mut – Für einen Feminismus, der allen gut tut. Societäts-Verlag. 320 S., 18 Euro.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will an diesem Montag die Zahlen der differenzierten Kriminalstatistik 2018 zur Partnerschaftsgewalt vorstellen. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Mast kündigte am Wochenende mehr Hilfe für Frauen an. 35 Millionen Euro pro Jahr vom Bund seien in den kommenden vier Jahren vorgesehen, um unter anderem den Ausbau von Frauenhäusern voranzutreiben. Für eine unabhängige Monitoringstelle sowie eine weitere Stelle, die die verschiedenen Hilfsmaßnahmen koordinieren soll, seien weitere 800 000 Euro aus dem Bundeshaushalt vorgesehen, sagte Mast.

Die Istanbul-Konvention gilt seit Februar 2018; sie soll vor geschlechtsbezogener Gewalt schützen und die Strafverfolgung von Tätern erleichtern. Das Gewaltschutzgesetz, seit 2002 in Kraft, soll explizit vor Gewalt im privaten und häuslichen Umfeld schützen. Das Sexualstrafrecht wurde 2016 reformiert. (sha/afp/dpa)

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