Regierungsflieger

Mehr Pannen bei der Flugbereitschaft

  • schließen

Grüne stören sich auch an Leerflügen der Regierungsmaschinen.

Die Zahl der ausgefallenen Regierungsflüge ist in den vergangenen zwei Jahren erheblich gestiegen. Von den 2493 Regierungsflügen der letzten fünf Jahre seien „28 Flüge wegen technischer Defekte abgebrochen worden“, heißt es in einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Ein Großteil der ausgefallenen Flüge lag dabei in den Jahren 2016 bis 2018.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, forderte, die Instandhaltungsmaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. „Es ist auf jeden Fall nötig, sich das Wartungskonzept anzusehen“, sagte Lindner. „Sollte sich herausstellen, dass der häufige Ausfall der Kanzlermaschinen deren Überalterung zuzuschreiben ist, müsste man diese zeitnah ersetzen.“

Lindner kritisierte auch die Zahl der sogenannten Leerflüge, bei denen es darum geht, eine Maschine an einen anderen Ort zu fliegen. Bei der Flugbereitschaft hätten in den vergangenen Jahren im Schnitt 876 Bereitstellungsflüge ohne Passagiere stattgefunden. Diese Leerflüge haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt rund 4000 Tonnen Kohlendioxid verursacht. Es sei ganz offenkundig problematisch, dass Wartung und Organisation der Flugzeuge in Köln stattfänden, der eigentliche Flugbetrieb jedoch von Berlin aus, sagte Lindner.

Der Politiker forderte die Bundesregierung auf, bei Regierungsflügen vermehrt nach Alternativen zur Flugbereitschaft zu suchen. „Für planbare Reisen sollten vermehrt die Möglichkeiten von Charterflügen oder Linienflügen geprüft werde.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion