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Land unter in New Orleans. Der Hurrikan "Katrina" forderte nach bisherigen Angaben mehr als 50 Menschenleben.

Mehr als 50 Menschen sterben im Hurrikan

"Katrina" verwüstet ganze Landstriche / Ausmaß noch nicht absehbarDer Hurrikan "Katrina" hat auf seinem Weg durch die amerikanischen Südstaaten mehr als 50 Menschenleben gefordert. Die Behörden befürchten, dass die Zahl noch weiter steigen könnte. Allein im Bundesstaat Mississippi kamen mindestens 54 Menschen ums Leben. Weitere Berichte im Thema des Tages

New Orleans/Washington (dpa). Auch in der Südstaatenmetropole New Orleans in Louisiana gibt es nach Angaben der Behörden zahlreiche Tote. In New Orleans am Mississippi-Delta haben sich Straßenzüge in reißende Ströme verwandelt. Ganze Häuser verschwanden bis zu den Dächern im Wasser. Mehr als 200 Bewohner warteten nach Angaben von Bürgermeister Ray Nagin auf den Dächern auf Hilfe, weil Rettungsboote knapp wurden.

Das genaue Ausmaß der Schäden in den Staaten Louisana, Mississippi und Alabama ist noch immer nicht absehbar. Mehr als eine Million Haushalte sind nach wie vor ohne Strom. Aus einigen Städten berichteten Bewohner von Plünderungen. Die Behörden warnten alle Bürger, die sich woanders in Sicherheit gebracht hatten, vor Ablauf einer Woche in ihre Häuser zurückzukehren. US-Präsident George W. Bush erklärte Teile der beiden Bundesstaaten Louisiana und Mississippi zu Katastrophengebieten, um schneller Bundeshilfe auszahlen zu können.

"Katrina" wurde inzwischen zum Tropensturm herabgestuft, der von gefährlichen Windspitzen und starken Regenfällen begleitet über den Norden von Mississippi in den Bundesstaat Tennessee weiterzieht. Voraussichtlich wird es der kostspieligste Wirbelsturm, der die USA je getroffen hat. Nach ersten Schätzungen könnte er mehr als 30 Milliarden Dollar (24,5 Milliarden Euro) kosten - und damit mehr als Hurrikan "Andrew", der 1992 in Florida und Louisiana 52 Menschen tötete und 100 000 Häuser zerstörte.

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