Mehr Geld für Irak

Geberländer stocken ihre Hilfszusagen doch noch aufZum Abschluss der Geberkonferenz für den Wiederaufbau Iraks haben mehrere Staaten ihre Zusagen aufgestockt. So kamen zumindest die für das nächste Jahr benötigten 17,5 Milliarden US-Dollar doch noch zusammen.

Madrid · 24. Oktober · rtr/kna · Japan kündigte einen weit über den Erwartungen liegenden Beitrag von fünf Milliarden US-Dollar (4,25 Milliarden Euro) an. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten werden im kommenden Jahr zusammen 700 Millionen Euro zur Verfügung stellen, sagte der italienische Außenminister Franco Frattini. Der Internationale Währungsfonds sagte Bagdad 4,25 Milliarden US-Dollar für drei Jahre zu.

Die Wiederaufbaukosten für Irak werden auf 56 Milliarden US-Dollar für die nächsten vier Jahre beziffert. In Madrid hatte niemand damit gerechnet, dass diese Summe zusammenkommt. Immerhin, die für 2004 benötigten 17,5 Milliarden US-Dollar stehen offenbar bereit. Den größten Beitrag kündigten die USA mit 20 Milliarden US-Dollar an. Bis 2007 belaufen sich die EU-Zusagen auf 1,3 Milliarden Euro. Deutschland zahlt davon rund 200 Millionen Euro. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte im ZDF, das sei "keine kleine Münze". Zugleich mahnte er internationale Kontrolle und Transparenz bei der Verwendung des Geldes an.

Zahlreiche Hilfsorganisationen forderten in Madrid mehr humanitäre Hilfe für Irak. Der Präsident der Rotkreuz/Rothalbmond-Gesellschaften, Jose Manuel Suarez del Toro, sagte, dies sei dringender als der Aufbau der Industrie und der politischen Ordnung. 70 Prozent der Iraker hingen derzeit von ausländischen Lebensmittellieferungen ab.

Drei US-Soldaten sind am Freitag bei Angriffen in Samarra und nahe der Stadt Mosul getötet worden. Das teilte das US-Militärkommando in Bagdad mit .

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