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Mehr Geld für Ukraine-Militärhilfe? Baerbock und Lambrecht schreiben Brief an Lindner

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Christine Lambrecht, Verteidigungsministerin von Deutschland, hält eine Rede während eines Treffens mit Soldaten der Bundeswehr auf dem Militärstützpunkt Rukla.
Christine Lambrecht, Verteidigungsministerin von Deutschland, hält eine Rede während eines Treffens mit Soldaten der Bundeswehr auf dem Militärstützpunkt Rukla. © Mindaugas Kulbis/dpa

Sollte Deutschland die Ukraine mit weiteren finanziellen Mitteln im Krieg gegen Russland unterstützen? Annalena Baerbock und Christine Lambrecht sind sich darüber einig.

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) fordern für das kommende Jahr deutlich mehr Geld für die militärische Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland als bislang geplant. Die bisher im Haushaltsentwurf für 2023 eingeplanten 697 Millionen Euro sollten auf 2,2 Milliarden Euro aufgestockt werden, verlangen die beiden Ministerinnen in einem Brief an Finanzminister Christian Lindner (FDP), der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Im laufenden Haushalt sind demnach Ausgabenmittel in Höhe von 2 Milliarden Euro veranschlagt. Auch der Spiegel berichtet über das Schreiben.

Lambrecht und Baerbock fordern von ihrem Kabinettskollegen zudem eine Aufstockung der bisher geplanten Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 100 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro. Eine solche Ermächtigung ermöglicht es, Verpflichtungen zur Leistung von Ausgaben in künftigen Jahren rechtlich verbindlich einzugehen.

Mehr Geld für Ukraine: Deutschland müsse eigene Interessen schützen

Die bisherigen Haushaltsansätze würden „die Handlungsspielräume auf ein politisch nicht mehr vertretbares Minimum“ reduzieren, warnen Lambrecht und Baerbock in dem als „Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch“ - der niedrigsten Geheimhaltungsstufe - eingestuften Brief. „Die außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit und internationale Reputation der Bundesregierung in diesem Konflikt hängen auch von der bedarfsgerechten Ausstattung des Ermächtigungstitels ab“, schreiben die Ministerinnen.

Es bedürfe einer signifikanten Erhöhung, damit die Bundesregierung ihre Zusagen für die fortgesetzte massive Unterstützung der Ukraine einhalten könne, heißt es in dem Brief weiter. „Das erwarten auch die Verbündeten und Partner.“ Das Beispiel der Ukraine zeige, wie effektiv und schnell die Bundesregierung im Bedarfsfall mit der Ertüchtigungsinitiative helfen könne. „So kann Deutschland konkret und sichtbar die Verantwortung übernehmen, die unsere internationalen Partner von uns erwarten, und zugleich die eigenen strategischen Interessen schützen.“ (jfw mit dpa)

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