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Afghanistan

Mehr Anschläge auf deutsche Soldaten

Auf die Bundeswehr in Afghanistan sind 2009 deutlich mehr Anschläge verübt worden als im Jahr davor. Fünf Soldaten starben.

Berlin. Der Isaf-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hat 2009 an Härte zugenommen. Auf deutsche Soldaten seien 77 Anschläge verübt worden, bestätigte das Verteidigungsministerium am Donnerstag entsprechende Angaben der "Bild"-Zeitung. Fünf Soldaten seien ums Leben gekommen, zwei mehr als 2008. Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam ergänzend erläuterte, sind vier Soldaten "in Kampfhandlungen gefallen", ein Soldat starb bei einem Verkehrsunfall.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte in ihrer Neujahrsansprache an, am Hindukusch die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Verantwortung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt an die Afghanen übergeben werden könne. "Genau dazu dient die Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London", sagte Merkel in der vorab verbreiteten Ansprache.

Kritik an der deutschen Afghanistan-Politik kam erneut von der Linkspartei. "Mit der Afghanistan-Konferenz am 28. Januar soll ein Strategiewechsel endgültig vollzogen werden, der den Krieg doch noch gewinnbar machen soll", sagte der außenpolitische Sprecher Wolfgang Gehrcke am Donnerstag nach Parteiangaben.

"Wie 2009 der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hinter dem Rücken des Bundestages verschärft wurde, dient nicht dem Frieden, sondern eskaliert die Kriegführung."

Merkel dankte den zivilen Helfern, Polizisten und Soldaten im Auslandseinsatz, die "ganz besonders in Afghanistan" ihr Leben riskierten. "Die Bundesregierung weiß um die Härte und die Gefährlichkeit ihres Auftrags." Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, wurden allein 71 Anschläge auf das deutsche Kontingent im Raum des nordafghanischen Bundeswehr-Standortes Kundus verübt. 2008 seien 43 Anschläge gezählt worden, 31 im Raum Kundus.

Insgesamt dienten 2009 nach Angaben der Zeitung 13 900 deutsche Soldaten in Afghanistan, 1700 mehr als im Vorjahr. Ihnen hätten 918 geschützte Fahrzeuge zur Verfügung gestanden, 2008 seien es 767 gewesen. Die Luftwaffe habe 15 200 Tonnen Material an den Hindukusch transportiert, 800 Tonnen mehr als im Vorjahr. (dpa )

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