Gewalt

Mehr Angriffe auf Zivilisten in Syrien

UN warnen vor wachsendem Terror.

Die UN werfen Kämpfern der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und anderer Gruppen in Syrien vor, die Corona-Pandemie zu nutzen, um Angriffe auf Zivilisten zu verstärken. „Zahlreiche Konfliktparteien in Syrien (…) scheinen die weltweite Konzentration auf die Covid-19-Pandemie als Möglichkeit zu sehen, sich neu zu gruppieren und der Bevölkerung Gewalt zuzufügen“, erklärte UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet am Freitag. Die sich verschlechternde Situation sei „eine tickende Zeitbombe“, die nicht ignoriert werden dürfe, warnte Bachelet. Die UN forderten zuletzt wegen der Corona-Krise eine landesweite Waffenruhe.

Das UN-Menschenrechtsbüro hat im April 35 Todesfälle von Zivilisten dokumentiert, die durch improvisierte Sprengkörper ums Leben kamen. Im Monat davor seien es sieben gewesen. Die meisten Anschläge seien im Norden und Osten Syriens verübt worden, die unter der Kontrolle des türkischen Militärs und verbündeter Gruppen oder der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) stehen. (dpa/afp)

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