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Medico fürchtet Flüchtlingsdrama

Organisation lehnt Militärkontrolle über humanitäre Hilfe ab

Von Hilde Regeniter

FRANKFURT A. M., 19. März. Medico unterstützt mit 60 000 Euro Vorbereitungen auf die medizinische Betreuung von Flüchtlingen aus Zentralirak. Neben Ambulanzen für Notfalloperationen seien bereits fünf mobile "Basisgesundheits-Teams" gebildet worden, berichtete Geschäftsführer Thomas Gebauer am Mittwoch in Frankfurt. Zwei davon seien darauf spezialisiert, Opfer von Chemiewaffenangriffen zu behandeln.

"Es kann aber nicht unsere Aufgabe sein, völkerrechtswidrige Kriege humanitär abzufedern", betonte Gebauer. So lehne medico vom Militär gebündelte Hilfen wie die des vom Pentagon geführten "Humanitarian Operations Center" entschieden ab. Es gehe vielmehr darum, emanzipatorische Projekte "an den Militärs vorbei" zu unterstützen, sagte Gebauer. Die in den nordirakischen Kurdengebieten relativ gute Gesundheitsversorgung von derzeit rund 500 000 Binnenflüchtlingen drohe nach einem Militärschlag zusammenzubrechen, warnte Gebauer. Er kritisierte, die von den USA geschürten "falschen Erwartungen, ein Krieg werde die Selbstbestimmung der Kurden weiterbringen".

Auch der Generalsekretär einer Organisation von iranischen Kurden, die in Nordirak im Exil leben, Komala, Ibrahim Alizadeh, sprach sich gegen einen Krieg aus. Die bis zu 200 000 in Irak lebenden Kurden iranischer Herkunft wollten nicht zu Opfern US-amerikanischer Hegemonialbestrebungen werden. Der Militärschlag werde auch nicht zu demokratischen Verhältnissen führen, die örtliche Volkswirtschaft werde weiter zerstört.

Dossier: Krieg gegen Irak?

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