1. Startseite
  2. Politik

McCain bekommt Promi-Hilfe

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Rudolph Giuliani und Arnold Schwarzenegger springen dem "amerikanischen Helden" im US-Wahlkampf zur Seite.

Von DIETMAR OSTERMANN

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Senator John McCain prominente Unterstützung erhalten. Nach dem ausgestiegenen Mitbewerber Rudy Giuliani wollte am Donnerstag bei einem gemeinsamen Auftritt in Los Angeles auch Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Wahlempfehlung für McCain abgeben.

Der Senator sei der am besten qualifizierte Kandidat, um der nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, erklärte Giuliani: "John McCain ist ein amerikanischer Held, ein Mann der Ehre und Integrität. Er zeigt Charakter, sein ganzes Leben schon." Schwarzenegger hatte ursprünglich im Nominierungsrennen seiner Partei neutral bleiben wollen.

Misstrauische christliche Rechte

Die überraschende Wahlempfehlung des populären Gouverneurs und früheren Hollywood-Stars dürfte McCain nun ebenso wie die des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Giuliani einen wichtigen Schub in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten der USA verleihen. Kalifornien und New York halten kommenden Dienstag, dem "Super Tuesday", zusammen mit 20 weiteren US-Staaten Vorwahlen ab. Der "Super Tuesday" gilt als mögliche Vorentscheidung in beiden Parteien.

Mit dem Ausscheiden Giulianis hat sich das Rennen um die Präsidentschaftsnominierung auch bei den Republikanern auf einen Zweikampf verengt. Verbliebener Hauptrivale McCains ist der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney.

Den Mitbewerbern Mike Huckabee und Ron Paul werden keine Chancen mehr eingeräumt. Nach insgesamt drei Vorwahlsiegen gilt der 71jährige McCain als klarer Favorit vor dem "Super Tuesday". Allerdings ist es ihm bisher nicht gelungen, die Partei hinter sich zu vereinen: McCain genießt vor allem Unterstützung des moderaten Flügels, während ihm Traditionskonservative und christliche Rechte weiter misstrauen.

Der Geschichte den Weg bahnen

Hier hofft Romney auf seine Chance. Bei einer Debatte im kalifornischen Simi Valley warf er McCain vor, sich mit seinen Positionen von der Partei entfernt zu haben. Konservative kritisieren McCain etwa wegen dessen liberaler Haltung in der Einwanderungsfrage sowie für mehrere Voten gegen Steuersenkungen. Im einflussreichen rechten Talk-Radio wird Stimmung gegen ihn gemacht. Rush Limbaugh, mit über 20 Millionen Zuhörern der einflussreichste Vertreter dieser Gattung, warnte vor einem "Blutbad" in der Partei, sollten die Republikaner nicht einen klar konservativen Kandidaten nominieren.

Bei den Demokraten verzichtete der am Mittwoch ausgestiegene ehemalige Senator John Edwards zunächst auf eine Wahlempfehlung. Er trete zur Seite, damit "die Geschichte sich ihren Weg bahnen kann", erklärte Edwards er.

Auch interessant

Kommentare