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Unter dem Titel „Klimaschutz – keiner will´s bezahlen?“ sprachen die eingeladenen Gäste, darunter Robert Habeck, über das Thema Klimaschutz und dessen Finanzierung.
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Unter dem Titel „Klimaschutz – keiner will´s bezahlen?“ sprachen die eingeladenen Gäste, darunter Robert Habeck, über das Thema Klimaschutz und dessen Finanzierung.

Debatte um Kurzstreckenflüge

Habeck beschwichtigt Baerbocks Aussage zu Flugreisen – „Es geht um den Symbol-Wert“

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Robert Habeck stutzt den Kurzstrecken-Vorstoß der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zurecht. Es gehe viel mehr um die Frage, was getan werden könne, ohne dass es weh tut.

Berlin – Robert Habeck, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat in der ZDF-Talkshow Maybrit Illner am vergangenen Donnerstag (20.05.2021) den von seiner Parteikollegin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock angeregten Vorschlag zur Abschaffung von Kurzstreckenflügen zurechtgestutzt. Unter dem Titel „Klimaschutz – keiner will´s bezahlen?“ sprachen die eingeladenen Gäste, darunter Habeck, über das Thema Klimaschutz und dessen Finanzierung.

Die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock hatte in der vergangenen Woche angekündigt, Flugreisen im Fall einer Regierungsübernahme unattraktiver machen zu wollen. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach daraufhin von „Populismus“ und einer „typisch Grünen Verbots-Idee“. Und auch Maybritt Illner stellt die Frage, wie dieser Vorstoß denn bei den Menschen ankomme, die sich Kurzstreckenflüge zukünftig nicht mehr leisten können würden.

Debatte um Kurzstreckenflüge mit Robert Habeck – Es gehe um „Symbolwert“

Laut Robert Habeck sei die Kurzstrecken-Debatte jedoch vollkommen falsch aufgezogen: Bei Baerbocks Vorstoß gehe es vielmehr um den „Symbol-Wert, was getan werden könnte, ohne dass es wirklich weh tut.“ Die ökonomische Frage, wie teuer das Fliegen werde, sei davon zu trennen, so Habeck.

„Wenn wir es noch nicht mal schaffen, so etwas Lächerliches wie Binnenflüge von Stuttgart nach Frankfurt in den Griff zu bekommen, wie wollen wir denn die wirklich großen Herausforderungen hinbekommen?“, so Habeck. Und meint damit: „Ausbau der erneuerbaren Energien. Ausbau der Stromnetze. Gebäudesanierung. Eine veränderte Mobilitätsform“.

Robert Habeck: Gesamter Klimaschutz darf nicht über Preis geregelt werden

Das beschlossene Gesetz zum nationalen Emissionshandel und der CO2-Bepreisung sei ein starkes Lenkungsinstrument im Klimaschutz, dürfe jedoch nicht das einzige sein, so Habeck in der Diskussionsrunde bei Maybrit Illner: „Wenn man den gesamten Klimaschutz über den Preis regeln will, dann schafft man ein soziales Problem.“

Denn dann können sich nur noch „wirklich sehr reiche Leute Autos, Wohnen und Fliegen leisten“, so Habeck. Deshalb sei eine Ordnungspolitik, eine Gleichheit, die für alle Menschen gelte, wichtig. „Wenn es eine Gleichheit gibt, wenn es keinen Flieger von Frankfurt nach Stuttgart gibt, dann kann es darüber keinen Neid geben“, äußerte sich Habeck. (Anna Charlotte Groos)

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