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Migration

Massenabschiebung in Del Rio: USA reagieren mit Härte auf Migrant:innen

Tausende Menschen in der Grenzstadt Del Rio warten auf Asyl in den USA. Doch die setzen auf Massenabschiebung.

Del Rio/Washington - Die US-Grenzstadt Del Rio ist Zufluchtsort für tausende Migrant:innen geworden. Doch die USA bleibt hart und will Menschen in großer Zahl außer Landes bringen. In den nächsten 24 Stunden sollten bis zu 3000 Menschen an andere Orte verlegt werden, kündigte der Leiter der US-Grenzpatrouille, Raul Ortiz, am Sonntag (19.09.2021, Ortszeit) an. Dann sollen die meisten von ihnen mit Flugzeugen in ihre Heimatländer zurückgebracht - die Mehrheit der Migrant:innen stammt aus dem bitterarmen Karibikstaat Haiti.

Massenabschiebung von Menschen aus Haiti: Kritik an Joe Biden

Ortiz richtete eine eindeutige Botschaft an Menschen, die versuchen, über die Grenze in die USA zu kommen: „Sie werden weggebracht und in ihr Herkunftsland zurückgeschickt, wie es unser geltendes Recht vorsieht.“ In den letzten Tagen habe man etwa 3300 Personen aus der texanischen Stadt an der Grenze zu Mexiko umgesiedelt. „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl in den kommenden Tagen noch steigen wird“, sagte Ortiz. Man arbeite mit Herkunfts- und Transitländern zusammen. Zahlreiche Menschrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen der US-Regierung um Joe Biden scharf.

Die US-Grenzpatrouillen versuchen, Menschen am Überqueren eines Flusses nach Del Rio zu hindern.

Tausende hatten sich in den vergangenen Tagen unter der Brücke, die über den Rio Grande führt, versammelt. Der Bürgermeister der Stadt sprach von mehr als 14.500 Menschen am Samstag. Einen Tag später seien es Berichten zufolge immer noch deutlich mehr als 10.000 gewesen. In provisorischen Zelten harren sie dort aus und hausen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Wenn Migrant:innen ankommen, würden ihnen die Grenzschutzbeamten ein nummeriertes Ticket geben, berichtete die Zeitung Texas Tribune. Dann müssten sie darauf warten, dass ihre Nummer aufgerufen werde.

Menschen flüchten aus Haiti in die USA: Erdbeben eine Ursache

Der Leiter der US-Grenzpatrouille Oritz erklärte, dass seit Sonntag keine neuen Migrant:innen an dieser Stelle den Fluss überquert hätten. Gleichzeitig wurden Grenzbeamte in die Region geschickt, um mit dem Ansturm fertig zu werden. Ortiz zufolge hat es auch 2019 einen großen Ansturm gegeben. „Es war nur nicht das gleiche Ausmaß wie in den vergangenen vier oder fünf Tagen“, sagte er. Die Migrant:innen hätten nun wiederum von anderen gehört, dass sich an der Stelle rund um die Brücke die Grenze gut überqueren lasse. Was aber nun genau den riesengroßen Andrang ausgelöst hat, blieb offen.

Haitianer:innen kommen seit etlichen Jahren über Südamerika in die USA. Viele von sind nach dem verheerenden Erdbeben 2010 aus dem Land geflüchtet. Erst Mitte August bebte die Erde dort wieder heftig, mehr als 2000 Menschen starben. In dem Karibikstaat herrschen Chaos und Bandengewalt. Präsident Jovenel Moïse wurde im Juli in seiner Residenz bei Port-au-Prince erschossen. (ktho/dpa)

Rubriklistenbild: © Felix Marquez/dpa

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