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Corona-Virus

Steigende Corona-Inzidenz – Lehrerverband fordert Rückkehr zur Maskenpflicht an Schulen

  • VonLukas Zigo
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Wegen steigender Corona-Zahlen bei Schülern fordert der Lehrerverband die Rückkehr zur bundesweiten Maskenpflicht.

Berlin – Die Corona-Zahlen bei Kindern und Jugendlichen steigen dieser Tage erneut auf und über das Niveau des Vorjahres. Angesichts dessen fordert der Deutsche Lehrerverband bundesweit die Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen. „Wir befinden uns bei den Infektionszahlen in der Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler derzeit bereits auf einem Niveau, das deutlich höher liegt als vor einem Jahr“, sagte der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Im vergangenen Jahr hätten dann „ab Mitte Dezember die Schulen wieder schließen“ müssen. Dies gelte es „unter allen Umständen zu vermeiden“, forderte Meidinger. An Grundschulen müsse die Maskenpflicht wieder eingeführt werden. Das Fehlen eines Corona-Impfstoffes* für Kinder zwischen fünf und elf Jahren sei der Grund.

Maskenpflicht in Schulgebäuden/Symbolfoto

Verbandspräsident: Impfquote spiele „eine ganz wichtige Rolle“

Laut Meidinger spielt die Impfquote der Schülerinnen und Schüler „eine ganz wichtige Rolle“ dabei, wie lange Schulen mit Einschränkungen zu tun hätten. Je mehr Schüler geimpft seien, „desto eher kann man auf Maskenpflicht und regelmäßige Testungen verzichten, desto geringer ist die Gefahr, dass Schulen nochmals in den Distanzunterricht wechseln müssen“.

Es gelte Schulschließungen in diesem Jahr „unter allen Umständen zu vermeiden“. Allen voran an Grundschulen müsse die Maskenpflicht wieder eingeführt werden, so Meidinger gegenüber dem RND. „Ein engmaschiges Netz an regelmäßigen Testungen“ sei wichtig.

Der Gesundheitsexperte der SPD*, Karl Lauterbach*, sprach sich bereits am Dienstag (26.10.2021) gegen eine Lockerung der Maskenpflicht an Schulen aus. „Masken sind für die vierte Welle von großer Bedeutung, auch in den Schulen.“ Lauterbach erklärte: „Wenn man auf Masken in der Schule verzichten will, muss dreimal pro Woche vor dem Unterricht getestet werden, sonst droht Schulausfall wegen zu hoher Fallzahlen“. Masken seien für Schülerinnen und Schüler kein Problem, Schulschließungen allerdings schon.

Bundesländer lockern Maskenpflicht – RKI meldet steigende Inzidenzen

Bundesländer wie Bayern oder Schleswig-Holstein hatten in den vergangenen Wochen die Maskenpflicht an Schulen gelockert. Kinder und Jugendliche in Bayern etwa müssen seit dem 4. Oktober im Unterricht keine Masken mehr tragen. Berlin und Brandenburg setzten erst ab der siebten Jahrgangsstufe eine Maskenpflicht an.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU*), kündigte an, dass Schülerinnen und Schüler ab November keine Maske mehr am Platz tragen müssen. Dagegen wird Corona* vor allem bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Dienstag (26.10.2021) die Sieben-Tage-Inzidenz bei Fünf- bis 14-Jährigen mit 207,4 an, Tendenz steigend. Mit 150,7 ist die Inzidenz in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen am zweithöchsten.

Kinderschutzbund fordert keine Nachteile für Impfunwillige Kinder

Kinder unter zwölf Jahren seien die einzige Bevölkerungsgruppe ohne Impfangebot*. Meidinger hoffe deshalb auf eine baldige Impffreigabe für Kinder ab fünf Jahren: „Je eher dieser Mangel beseitigt wird, desto besser.“ Lehrer seien zwar keine Impfexperten, „allerdings setzten wir großes Vertrauen in die anstehenden Entscheidungen der dafür zuständigen Behörden.“ Studien in den USA würden zeigen, dass „die Risiken einer Covid-19-Erkrankung auch in dieser Altersgruppe die Risiken von Impfkomplikationen weit übersteigen“.

Schüler beim Corona-Test vor dem Unterricht

Auf Immunisierungsmöglichkeiten für unter Zwölfjährige hofft auch der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB). „Ich würde es sehr begrüßen, wenn es einen sicheren Impfstoff für Kinder gibt“, sagte Präsident Heinz Hilgers dem RND. Bewerten müssten dies jedoch die Experten der STIKO: „Vonseiten der Politik sollte kein Druck ausgeübt werden.“

Bei gleichzeitigem Schutz ihrer Gesundheit bräuchten Kinder Bildung und soziale Kontakte*. „Sollte die Impfung ihnen nachweislich mehr Schutz und mehr Freiheiten geben, wäre das ein wichtiger Schritt.“ Jedoch mahnte Hilgers: „Gleichzeitig dürfen Kinder, die sich mit ihren Eltern gegen eine Impfung entscheiden, keine Nachteile erfahren.“ (Lukas Zigo/ mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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