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Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, im Januar 2021 im Plenum des Landtags
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Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, im Januar 2021 im Plenum des Landtags.

CDU strauchelt

Maskenaffäre: Van-Laack-Skandal noch nicht ausgestanden - Armin Laschet lehnt sich weit aus dem Fenster

  • vonJoel Schmidt
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Für den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet ist der eigene Van-Laack-Skandal noch lange nicht ausgestanden. Trotzdem lehnt er sich bei der Maskenaffäre auf Bundesebene weit aus dem Fenster.

  • Dem CDU-Bundesvorsitzenden und NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet droht neuer Ärger.
  • In der Affäre um Schutzmasken könnte der Luxusmodehersteller „Van Laack“ finanzielle Ansprüche geltend machen.
  • Geschäfte mit Corona-Schutzausrüstung sind jüngst einigen CDU-Abgeordneten auf die Füße gefallen.

Düsseldorf – Die Affäre um die Maskenbestellung der nordrhein-westfälischen Landesregierung geht in die nächste Runde. Im Mittelpunkt stehen der Luxusmodehersteller „Van Laack“, die Polizei des Bundeslandes sowie NRW-Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU, Armin Laschet. Das Problem: Der Luxusmodehersteller erwägt, finanzielle Ansprüche gegenüber der Landesregierung geltend zu machen, sollte ein Deal über 1,25 Millionen bestellte Masken nicht wie vereinbart an „Van Laack“ gehen.

Ursprünglich sollte das Unternehmen die Masken bereits bis Ende des vergangenen Jahres an die Polizei NRW geliefert haben. Doch Fehler bei der Vergabe des Auftrags sowie Beschwerden eines Konkurrenten führten schließlich dazu, dass der bereits an „Van Laack“ vergebene Auftrag rückabgewickelt und erneut ausgeschrieben werden musste, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Wenig überraschend hat sich auch „Van Laack“ erneut um die Vergabe beworben.

Maskenaffäre in der Corona-Pandemie: Armin Laschet (CDU) und „Van Laack“

Nachdem nun die Bewerbungsfrist für die erneute Vergabe des Auftrags über 1,25 Millionen Schutzmasken für die Polizei in NRW abgelaufen ist, könnten der Landesregierung um Armin Laschet* einige Unannehmlichkeiten bevorstehen, berichtet auch wa.de*. Denn sollte „Van Laack“ den Zuschlag für das Geschäft nicht bekommen, sei das „ein relevanter Schaden für uns, den wir dann auch geltend machen müssten“, sagte Geschäftsführer Christian von Daniels gegenüber dem „Spiegel“.

Ärgerlich für das Unternehmen sei dabei insbesondere die Tatsache, dass die 1,25 Millionen bereits produzierten Masken das Logo des Bundeslandes NRW zierten. „Die kann ich ja nicht einfach Edeka oder nach Amerika weiterverkaufen“, so Daniels gegenüber dem Magazin. Die Landesregierung um Armin Laschet dürfte dabei allerdings noch vor einem ganz anderen Problem stehen. Die bereits produzierten Masken von „Van Laack“ bestehen nämlich aus Stoff – der Standard im Einsatz der Polizei sind mittlerweile jedoch OP- oder FFP2-Masken.

Name: Armin LaschetGeboren: 18. Februar 1961 (60 Jahre)
Partei: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)Geburtsort: Aachen
Ehepartnerin: Susanne LaschetKinder: Johannes Laschet, Julius Laschet, Eva Laschet

„Van Laack“-Affäre in NRW: Armin Laschet spricht von „krummen Wegen“ in der CDU

Auf einer Online-Veranstaltung des „Handelsblatts“ übte Laschet am Donnerstag (11.03.2021) harsche Kritik an den beiden aus CDU/CSU ausgetretenen Abgeordneten Georg Nüßlein und Nikolas Löbel. Eine so niedrige moralische Hemmschwelle habe er sich nicht vorstellen können, sagte Laschet in Anbetracht der persönlichen Bereicherung bei der Beschaffung von Corona-Schutzausrüstung, die beiden Politikern vorgeworfen wird. „Ich kann aber ausschließen, dass die CDU Deutschlands, dass die Führung, dass 400.000 Mitglieder irgendetwas mit diesen krummen Wegen von einigen Kollegen zu tun haben“, sagte Laschet laut dpa.  

Eine gewisse Brisanz erhält diese Aussage des CDU-Vorsitzenden vor dem Hintergrund, dass er als NRW-Ministerpräsident persönlich in die Masken-Affäre des Bundeslandes verstrickt ist. Schließlich war es sein eigener Sohn Joe Laschet, der den Kontakt mit dem Unternehmen „Van Laack“ überhaupt hergestellt hatte. Erst im Winter vergangenen Jahres kam heraus, dass die NRW-Landesregierung mehrfach Schutzausrüstung bei dem Unternehmen bestellt hatte – allerdings ohne dies zuvor öffentlich ausgeschrieben zu haben. Offen bleibt dabei, ob es sich bei diesen Machenschaften noch um den sogenannten kurzen Dienstweg oder bereits um besagte „krumme Wege“ handelte, die Laschet voller Entrüstung bei „einigen Kollegen“ in der CDU feststellen musste. (Joel Schmidt mit Material von dpa) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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