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Markus Söder (CSU) will kein Grün-Schwarz. (Archivbild)
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Markus Söder (CSU) will kein Grün-Schwarz. (Archivbild)

Bundestagswahl 2021

Markus Söder schließt grün-schwarze Koalition aus: „Fundamentaler Schaden für Union“

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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Die Bundestagswahl rückt näher, die Parteien befinden sich im Wahlkampfmodus. Bayerns Ministerpräsident schließt eine Regierungskoalition bereits aus.

Berlin – CSU-Chef Markus Söder hat sich gegen eine grün-schwarze Koalition nach der Bundestagswahl 2021 ausgesprochen – jedenfalls wenn die Union als Juniorpartner neben den Grünen regierte. „Grün-Schwarz halte ich für falsch“, sagte Söder den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. „Als Juniorpartner der Grünen in eine Regierung einzutreten, würde der Union auf Dauer fundamentalen Schaden zufügen.“

Denn wenn die CDU/CSU nicht mehr den Kanzler stelle, sei sie „faktisch abgewählt“, so Söder. Und eine abgewählte Partei müsse sich Erneuern, und zwar in der Opposition. Trotzdem zeigt sich Söder überzeugt, dass die Union die Bundestagswahl noch gewinnen könne.

Söder ist gegen Grün-Schwarz bei der Bundestagswahl

Umfragen zufolge muss die Union dafür aber noch an Stimmen zulegen: Aktuell liegen sie laut Forsa zwei Prozentpunkte hinter den Grünen, die die stärkste politische Kraft im Trendbarometer darstellen. Bleibt die Stimmenverteilung so wie in der Forsa-Prognose, kämen nach der Bundestagswahl nicht genügend Abgeordnete für eine große Koalition zusammen. Für Grün-Schwarz würde es allerdings reichen, genauso wie für eine „Ampelkoalition“ aus Grünen, SPD und FDP, ein grün-rot-rotes „Linksbündnis“ und einer Koalition der SPD und Union gemeinsam mit der FDP.

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Söder und Lindner leiten Wahlkampfpoker für die Bundestagswahl 2021 ein

Gleichzeitig warnte Söder davor, im Wahlkampf für ein schwarz-gelbes Bündnis zu kämpfen. Denn so stärke man die FDP, „sodass es am Ende sogar für eine Ampelkoalition reichen könnte.“ Eine Stimme für die FDP könnte „am Ende eine Stimme für eine grüne Kanzlerin sein“, sagte Söder. Laut der Umfrage ist die Ampel nach der Bundestagswahl allerdings schon jetzt wahrscheinlicher als schwarz-gelb.

Also vielleicht eine Regierungskoalition zwischen der Union, den Grünen und der FDP? Jamaika, wie schon nach der Bundestagswahl 2017 probiert? Damals scheiterte das Projekt an der FDP, die der Ansicht war, es sei „besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“. 2021 könnte es eine Neuauflage von schwarz-grün-gelb geben. FDP-Chef Christian Lindner machte beim Parteitag der Liberalen deutlich, dass er sich bei einer Jamaika-Regierung deutlich wohler fühlen würde als bei einer Ampel. Es bleibt also spannend. (Sebastian Richter)

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