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CDU/CSU: Söder und Merz - Einigkeit bei der Kanzlerfrage in der Union

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Von: Lucas Maier

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Söder gegen Laschet hieß es bei der letzten Bundestagswahl. Die Union scheint daraus gelernt zu haben. Söder und Merz geben sich ungewohnt einig.

Nürnberg – Der Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet vor der Bundestagswahl sucht in der Unionsgeschichte wohl seinesgleichen. „Söder ruht nicht, bis Laschet am Boden liegt“ hieß es damals beispielsweise in der Wirtschaftswoche. Markus Söder selbst sprach in Sachen Machtkampf bei der Union von einer „sehr ernsten Lage“. Mit Friedrich Merz scheint es in der Union wieder mehr Einheit zu geben.

Während der Querelen zur Kanzlerkandidatur zwischen Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) wirkte das Spitzenpersonal der Union so ungeeignet wie selten. Um ein erneutes Wahldesaster für die Union zu verhindern, wollen Friedrich Merz und Markus Söder gemeinsam einen Kanzlerkandidaten für das Jahr 2025 finden, wie das Handelsblatt unter Berufung auf Merz schreibt.

Union auf Kuschelkurs: Söder und Merz auf einer Wellenlänge?

Verkündet wurde die neue Einigkeit am Samstag (19. November) auf dem Deutschlandtag der Jungen Union, der Jugendorganisation der Union. „Bei allen Sorgen, die uns beschäftigen, eines macht große Freude: Wir haben ein wirklich gutes Miteinander gefunden zwischen CDU und CSU“, zitiert die Junge Union Friedrich Merz. Der Zusammenhalt sei selten so gut gewesen, wie in der jetzigen Situation, twittert die CDU-Deutschland, direkt vom Parteitag aus.

Ungewohnte Einigkeit: Söder und Merz zeihen an einem Strang.
Ungewohnte Einigkeit: Söder und Merz zeihen an einem Strang. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

„Zerstrittene Parteien werden nicht gewählt“, betonte Merz erneut seine Einschätzung zur Wahlschlappe im Jahr 2021. Diesen scheint sich die Union zu Herzen zu nehmen. Ob dies allerdings bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2025 so bleibt, wird sich zeigen.

Wahl in Bayern: Hier blickt Söder ebenfalls auf ein historisches Ergebnis zurück

Für Markus Söder geht es im kommenden Jahr erstmal um die Landtagswahlen in Bayern. Auf Landesebene blickt die CSU ebenfalls auf eine Schlappe zurück.

Mit dem zweitschlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte verlor die Partei in der Tradition Franz Joseph-Strauss,damals ihre absolute Mehrheit, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt. Markus Söder sorgte zuletzt mit seinen populistischen Aussagen zu den Klimaprotesten für Aufsehen. (Lucas Maier)

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