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Legalen Drogen zugeneigt: CSU-Chef Markus Söder.
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Legalen Drogen zugeneigt: CSU-Chef Markus Söder. (Archivbild)

Twitter

„Bierzeltreden digital“ - Söder verbindet Corona-Politik und Cannabis-Legalisierung

  • VonMirko Schmid
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Markus Söder kritisiert auf Twitter die künftige Ampelkoalition, indem er die Cannabis-Legalisierung mit der Corona-Politik zusammenbringt. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten.

München - Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat auf Twitter mal wieder einen rausgehauen. „Die Ampel hat die Situation falsch eingeschätzt. Es ist unangemessen, die epidemische Notlage abzuschaffen und parallel Drogen zu legalisieren. Das ist ein grundlegender Fehler“, schrieb der CSU-Chef und Landesfürst des Freistaats am Montag (22.11.2021).

Die eigenwillige Kombination aus Corona-Politik und Cannabis-Legalisierung sorgte umgehend für zahlreiche Reaktionen auf Twitter. SPD-Vizechef Kevin Kühnert etwa antwortete im Kurznachrichtendienst: „Wegen Corona gibt es die Bierzeltreden jetzt offenbar auch digital.“ Während Söders Beitrag auf knapp 1.700 „Gefällt mir“-Angaben kommt (Stand: 22. November, 22.15 Uhr), erreicht Kühnerts sarkastische Replik mehr als 14.000 Likes.

Markus Söder in einem früheren Interview: „Lehne Freigabe von Cannabis nicht ab“

Auch die Satire-Partei „Die PARTEI“ schaltete sich ein. Vom Account der Bundespartei aus heißt es: „Die bereits legalen Drogen scheinen auszureichen, um grundlegende (Denk-)Fehler zu begehen.“ Interessant ist eine weitere Antwort. Ein Twitter-Nutzer reagierte mit den Worten „Doof, wenn das Internet nicht vergisst...“. Darunter ein Ausschnitt aus einem Interview mit einem jüngeren Markus Söder. Der sagt über die Grünen: „Es gibt einen Punkt, wo sie positiv argumentieren; das ist die Freigabe von Cannabis. Das ist das Einzige, was ich auch nicht ablehne.“

Der Comic-Zeichner Ralph Ruthe reagierte übrigens mit nur zwei Worten auf Söders Corona-Cannabis-Konstruktion: „Digger was“. Laut dem aktuell noch CDU-geführten Gesundheitsministerium sterben „jährlich etwa 74.000 Todesfällen durch Alkoholkonsum allein oder bedingt durch den Konsum von Tabak und Alkohol“. An den Folgen von Cannabis-Konsum Verstorbene wurden nicht gezählt, wie schon Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale feststellt. Der Freistaat Bayern gilt deutschlandweit als eines der Bundesländer mit der strengsten Drogenpolitik. Das gilt auch für so genannte weiche Drogen wie Cannabis. Selbst der Besitz von kleinen Mengen wird in Bayern zur Anzeige gebracht. (Mirko Schmid)

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