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Die Kanzlerfrage eilt. CSU-Vorsitzender Markus Söder (r) mit Alexander Dobrind und Armin Laschet (m).
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Die Kanzlerkandidatenfrage drängt. CSU-Vorsitzender Markus Söder (r) mit Alexander Dobrind und Armin Laschet (CDU).

Kanzlerfrage

Wird es Laschet oder Söder für die Union? CDU und CSU tagen am Montag

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  • Sophie Vorgrimler
    Sophie Vorgrimler
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    Ute Fiedler

Die K-Frage in der Union soll zügig geklärt werden, deshalb tagen am Montag die Präsidien von CDU und CSU. Markus Söder und Armin Laschet sind „beide bereit“ zur Kandidatur.

Update vom 12.04.2021, 08:00 Uhr: Weil die jeweiligen Parteichefs von CDU und CSU beide an einer Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2021 interessiert sind, tagen am heutigen Montag die Präsidien beider Parteien. Die Gespräche sind ein weiterer Schritt in der Klärung der Frage um den Kanzlerkandidaten der Union, die laut Partei-Kolleg:innen zügig entschieden werden soll.

In einer Klausurtagung der Fraktionsspitze am Samstag hatten sowohl der CDU-Vorsitzende Armin Laschet als auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder ihre Bereitschaft erklärt, sich für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu bewerben. „Wir haben beide erklärt, wir sind bereit“, sagte Söder bei einem gemeinsamen Presseauftritt mit Laschet. Die Frage soll einvernehmlich gelöst werden, Zeitplan und Verfahren blieben jedoch noch unklar. Ein gemeinsames Gespräch am Samstag zwischen den beiden hatte keine Klärung gebracht.

Söder und Laschet an Kanzlerkandidatur interessiert: „spannende Situation“ für Union

Sie seien beide zur Kandidatur entschlossen, sagte Söder. Das sei eine „spannende Situation“ für die Union. Sie betonten, die Geschlossenheit der Unionsparteien solle trotz ihrer konkurrierenden Ansprüche auf die Kandidatur gewahrt bleiben.

In der Geschichte der Bundesrepublik war es erst zwei Mal vorgekommen, dass die CDU die Kandidatur der kleineren bayerischen Schwester überließ. Um die Klärung der Frage um die Kanzlerkandidatur voranzutreiben werden sich am Montag die Präsidien ihrer Parteien zu getrennten Sitzungen treffen. Man hätte „großes Interesse daran, dass die ganze Sache zügig vonstatten geht“, sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU). CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, man wolle „in den nächsten zwei Wochen die Entscheidungen treffen.“

K-Frage: Merkel hat sich nicht geäußert, aber Aussagen lassen sich als Laschet-Unterstützung verstehen

An der Fraktionsklausur am Samstag hatte auch Bundeskanzlerin Merkel teilgenommen, sich zur Kandidatenfrage aber nicht geäußert. Dass sie sich so klar für den von Laschet stammenden Vorschlag eines „Brücken-Lockdown“ eingesetzt hat, ist von einigen als Unterstützung Laschets verstanden worden. Söder sagte, die CSU wolle sich einer Entscheidung der großen Schwester-Partei CDU nicht in den Weg stellen. Er kandidiere nur, wenn die CDU das „breit unterstütze“. Zuletzt hatten sich in der CDU/CSU-Fraktion die Gewichte eher zugunsten Söders verschoben.

Laschet machte klar, dass er eine Entscheidung der K-Frage durch die Fraktion ablehne: Zunächst setze er seine Gespräche mit Söder fort. „Die Partei wird dann eine Empfehlung aussprechen“.

K-Frage in der Union: Söder will finale Entscheidung in den nächsten Tagen

+++ 22:09 Uhr: Die finale Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union könnte nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in den nächsten Tagen fallen. In zehn Tagen sollten sich CDU und CSU „spätestens“ entschieden haben, ob Söder oder CDU-Chef Armin Laschet bei der Bundestagswahl im Herbst als Kanzlerkandidat ins Rennen gehe.

Armin Lachet und Markus Söder: Wer entscheidet die K-Frage in der Union für sich?

„Ich denke, es ist in dieser Woche sogar möglich, eine Entscheidung gemeinschaftlich zu treffen“, sagte Söder am Sonntagabend im ZDF. Söder betonte, dass beide Bewerber auch nach der Entscheidung in ihren Ämtern gut zusammenarbeiten müssten: „Eines ist klar, die beiden Parteivorsitzenden müssen auch nach dieser persönlichen Entscheidung am Ende gemeinschaftlich eng zusammenarbeiten.“ Er und Laschet „müssen, wir werden am Ende gemeinsam zusammenarbeiten“.

K-Frage in der Union: Präsidien beraten über Kandidaturen von Laschet und Söder

+++ 19.17 Uhr: Die Präsidien von CDU und CSU beraten am Montag in getrennten Sitzungen über die konkurrierenden Ansprüche ihrer Parteivorsitzenden auf die Kanzlerkandidatur der Union (CDU 09.00 Uhr, CSU am Abend). CDU-Chef Armin Laschet sagte, er wolle vor dem engsten Führungszirkel seiner Partei um Vertrauen in seine Kandidatur werben. Er ließ offen, ob er sich dieses Vertrauen in Form eines Beschlusses aussprechen lassen will.

CSU-Chef Markus Söder verwies am Sonntagabend allerdings darauf, er habe in einem Gespräch mit Laschet „eigentlich“ vereinbart, „dass es keine Beschlussfassung jetzt gibt“. Die Sitzung des CDU-Präsidiums findet trotz Pandemie ausnahmsweise nicht digital, sondern in Präsenz der Beteiligen statt. Laschet begründete dies damit, dass die Partei derzeit wegen der Weichenstellungen in der Kandidatenfrage in einer „entscheidenden Phase“ sei.

Machtkampf in der Union: Wie Söder seine Kandidatur begründet

+++ 17.58 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur für die Union mit den Erwartungen an ihn begründet. „Es war nicht mein Lebensplan, mich auf eine solche Kandidatur vorzubereiten. Aber die Rückmeldung und die Erwartung vieler Menschen in Deutschland, auch der Umfragen, spielen nicht die absolut entscheidende, aber doch eine wichtige Rolle“, sagte der bayerische Ministerpräsident in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Auch in der CDU habe es viele gegeben, die ihn gefragt hätten, ob er generell bereit wäre.

„Und deswegen glaube ich, ist es jetzt fair und angemessen, so zu reagieren“, sagte Söder. Wenn sich eine breite Mehrheit wünsche, dass Söder kandidiere, „wäre es auch ein Kneifen vor der Verantwortung“, sich nicht bereitzuerklären. „Man kann nur dann immer mitreden, wenn man auch bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Das tue ich.“

Söder betonte erneut, dass er nur kandidieren werde, wenn die CDU dies unterstütze: „Es kommt auf keinen Fall zu einem Biegen und Brechen. Wir wollen am Ende keine zerrissene, sondern eine geschlossene Union.“

Kanzlerkandidatur der Union: Laschet und Söder demonstrieren Einigkeit

+++ 16.02 Uhr: Nachdem sowohl CSU-Chef Markus Söder wie auch der CDU-Vorsitzende Armin Laschet ihre Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur für die Union erklärt haben, haben beide Kandidaten versucht, Einigkeit zu demonstrieren: „Wir sind nicht Helmut Kohl und Franz Josef Strauß. Schon optisch nicht. Auch inhaltlich nicht. Wir haben keine Grundsatzstreitigkeiten“, so Söder. Kohl, langjähriger CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler, sowie Strauß, langjähriger CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident, waren einander in herzlicher Abneigung verbunden.

„Unser Ziel ist es, in dieser Lage, in der das Land ist, mit einer Kanzlerin, die aus dem Amt geht, so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU zu leisten, denn es geht um viel“, betonte Laschet.

Laschet und Söder beide bereit – offener Machtkampf in der Union

+++ 15.18 Uhr: Die Frage der Kanzlerkandidatur der Union wird immer mehr zum offenen Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Beide erklärten am Sonntag in einer Klausurtagung der Fraktionsspitze ihre Bereitschaft zur Übernahme der Kandidatur. Das erfuhr die AFP von Teilnehmern der Sitzung. Eine Entscheidung fiel am Sonntag noch nicht; ein erstes Gespräch der beiden Parteichefs habe noch kein Ergebnis gebracht, hieß es.

Neben CSU-Chef Söder erklärte zuvor auch Laschet seine Bereitschaft zur Kandidatur: „Es gibt zwei potenzielle Kandidaten“, wurde er zitiert. Die beiden Parteichefs sprachen nach Söders Angaben bereits am Samstag über die Kandidatur. Es habe sich um „kein abschließendes Gespräch“ gehandelt, zitierten Teilnehmer den CSU-Chef gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ähnlich äußerte sich Laschet: „Markus und ich sind im Gespräch.“

Laschet und Söder tauschen sich über Unions-Kandidatur aus

Laschet habe in der Sitzung weiter gesagt, er und Söder trauten sich die Kandidatur gegenseitig zu, berichteten Teilnehmer. „Wir haben uns gegenseitig attestiert, dass wir es beide können“, wurde Laschet von Teilnehmern zitiert. Über das weitere Vorgehen zur Kür des Unionskandidaten sei er mit Söder „im Gespräch“.

Laschet habe hinzugefügt: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Wir werden die Frage gut, miteinander auch in persönlicher Wertschätzung, die es gegenseitig gibt, beantworten.“ Wichtig sei „die Rückendeckung der Parteien und die Geschlossenheit der Union“.

Söder ist zur Kanzlerkandidatur für die Union bereit – unter einer Bedingung

+++ 14.30 Uhr: Markus Söder (CSU) ist offenbar bereit zu einer Kanzlerkandidatur mit Unterstützung der CDU. Das erfuhr die Nachrichtenagentur „AFP“ aus Teilnehmendenkreisen der Unionsklausur am Sonntagmittag (11.04.2021). „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit“, so Söder laut „AFP“.

Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, auf der Klausurtagung der CDU/CSU.

+++ 13.30 Uhr: In CDU und CSU wächst der Druck, die Kanzlerkandidatur der Union innerhalb weniger Tage zu klären. Immer mehr Spitzenpolitiker verlangen eine zügige Entscheidung – inzwischen auch der CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Er und CSU-Chef Markus Söder hatten ursprünglich vereinbart, die Frage zwischen Ostern und Pfingsten untereinander zu klären. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die ganze Sache zügig jetzt vonstatten geht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) am Sonntag in Berlin vor Beginn einer Klausurtagung des geschäftsführenden Fraktionsvorstands. „Ich denke mal, heute Abend sind wir wieder einen Schritt weiter.“ 

CDU: Söder oder Laschet als Kanzlerkandidat? – Schnelle Klärung zeichnet sich ab

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) drückte ebenfalls aufs Tempo: „Wir müssen jetzt sehr schnell entscheiden“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Auf die Frage, ob es eine Einigung schon in der kommenden Woche geben könnte, antwortete er: „Das könnte ich mir gut vorstellen.“ Laschet und Söder nahmen am Sonntag an der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin teil. Söder antwortete beim Eintreffen auf die Frage, ob er heute seine Kandidatur anmelden werde: „Spannende Zeiten. Oder wie sagte mal ein bayerischer Lebenskünstler: Schau‘n wir mal, dann seh‘n wir schon.“

Update vom Sonntag, 11.04.2021, 09.45 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet verlangt eine schnelle Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union. „Wenn ich die Stimmung in der Breite der CDU berücksichtige, sollte die Entscheidung sehr zügig fallen“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der „Bild am Sonntag“. Dies sollte aus seiner Sicht einvernehmlich geschehen: „Geschlossenheit hat hohe Bedeutung. CDU und CSU tut es sehr gut, die Entscheidung gemeinsam zu treffen. Und zwar sehr zeitnah.“

CDU-Kanzlerkandidat: Armin Laschet will schnelle Entscheidung

Laschet tritt an diesem Sonntag (11.04.2021) zusammen mit CSU-Chef Markus Söder bei einer Klausur der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag auf. Unter dem Motto „Wie gestalten wir die Zukunft?“ wollen sie am Mittag mit den Abgeordneten diskutieren. Am Vormittag ist eine Aussprache zur politischen Lage mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant. Dabei dürfte auch die Frage zur Sprache kommen, wer besser geeignet ist, bei der Bundestagswahl im September das Kanzleramt für die Union zu verteidigen. Merkel tritt nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an.

Dass bei dieser Gelegenheit schon der Kanzlerkandidat ausgerufen wird, ist laut Laschet aber nicht zu erwarten. „Nein“, antwortete er auf eine entsprechende Frage. Der Termin sei seit Monaten geplant, die Parteivorsitzenden von CDU und CSU seien als Gäste geladen, um die Arbeit eng zu verzahnen.

Seit Wochen stehen die Namen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) im Fokus bei der Frage, wer Kanzlerkandidat der Union wird. (Archivfotos/Collage)

Laschet machte zugleich deutlich, dass er – anders als die CSU und Söder – in vielen politischen Fragen stets an der Seite Merkels gestanden habe. „In den Grundfragen der Politik stimme ich seit Jahren mit der Bundeskanzlerin überein – von der Euro-Rettung bis zur Flüchtlingspolitik. Auch, als vor zwei Jahren der Konflikt mit der CSU über eine europäische Flüchtlingspolitik eskalierte“, betonte er. „Ein solcher Riss darf sich in der Union nie wiederholen.“

Zur Form der internen Auseinandersetzung im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur sagte Laschet: „Bei mir werden Sie keine Sticheleien, Schmutzeleien oder Ähnliches feststellen. Das ist nicht mein Stil. Die Pandemie ist zu ernst für parteipolitische Spielchen.“ Der Begriff „Schmutzeleien“ stammt ursprünglich vom früheren CSU-Chef Horst Seehofer. Der hatte Söder 2012 „charakterliche Schwächen“ und einen Hang zu „Schmutzeleien“ vorgeworfen.

Bundestagswahl 2021: Nervosität in der Union wächst

In der Fraktion wächst angesichts der eingebrochenen Umfragewerte für die Union die Nervosität. Selbst einzelne CDU-Abgeordnete hatten sich wegen der hohen Beliebtheitswerte für Söder bereits für den bayerischen Ministerpräsidenten ausgesprochen. Inzwischen dringen immer mehr führende CDU-Politiker auf eine rasche Ausrufung des Kanzlerkandidaten.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte der „Bild am Sonntag“: „Bei der Kanzlerkandidatur muss nächste Woche die Entscheidung fallen, ob wir mit Armin Laschet oder Markus Söder antreten.“ Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Wir müssen jetzt sehr schnell entscheiden.“ Ein „Pfingstwunder“ werde da nicht helfen. Laschet und Söder hatten sich ursprünglich auf einen Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten geeinigt.
Gegen 15.00 Uhr wollen Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU), CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sowie Laschet und Söder über die Ergebnisse der Beratungen informieren.

Update vom Samstag, 10.04.2021, 14.00 Uhr: In der Frage der Kanzlerkandidatur bei der Union wächst der Druck: Führende Unionspolitiker:innen drängen zu einer schnellen Entscheidung, wer Kanzlerkandidat der Union wird. Im Rennen um die K-Frage der Union stehen vor allem der neu gewählte CDU-Vorsitzende Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier kritisiert die Idee, die Fraktion über die K-Frage entscheiden zu lassen.

In einem gemeinsamen Appell hatten 50 CDU-Abgeordnete am Freitag (09.04.2021) gefordert, dass die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten in einer Fraktionssitzung „diskutiert und im Zweifel auch dort entschieden wird“. Bei einer „Festlegung dieser Tragweite“ müsse die Fraktion eingebunden werden, hieß es.

Laschet oder Söder - K-Frage der Union: Hessischer Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mischt sich ein

Dazu äußerte sich auch Hessens Ministepräsident Volker Bouffier (CDU) in einem Interview mit der FAS. Bouffier kritisierte die Idee und erinnerte daran, dass so ein Verfahren schon einmal mit einer Wahlniederlage der Union geendet sei. 1979 hatte Franz Josef Strauß eine solche Abstimmung gegen Ernst Albrecht gewonnen, letztlich aber die Bundestagswahl gegen den Sozialdemokraten Helmut Schmidt verloren.

Kanzlerkandidatur der Union: Bouffier übt Kritik an Idee, die Fraktion abstimmen zu lassen

„Die Abstimmung damals war eine Notlösung, weil man keinen anderen Weg fand“, sagte Bouffier. Die Fraktion komme erst dann ins Spiel, „wenn die Parteien das beschließen“ - das jedoch sei nicht seine „bevorzugte Variante“. Er könne sich nicht vorstellen, ohne die beiden Präsidien der Parteien zu entscheiden. „Ich würde das nicht akzeptieren“, sagte Bouffier außerdem. Der hessische Ministerpräsident ist selbst Mitglied im Präsidium der CDU.

„Armin Laschet und Markus Söder müssen jetzt sicherstellen, dass wir beieinanderbleiben. Sie müssen sich positionieren. Es muss klar sein: Was will der eine, und was will der andere? Dann kann es sein, dass man sich verständigt. Ich sehe auch keinen Sinn darin, jetzt noch vier Wochen zu warten. Ein Pfingstwunder wird uns da nicht helfen. Wir müssen jetzt sehr schnell entscheiden“, appellierte Bouffier an die Einigkeit der Union.

Kanzlerkandidatur der Union: Merz will Söder nicht als Kanzlerkandidaten

Update vom Samstag, 10.04.2021, 09.00 Uhr: In der Frage, wer Spitzenkandidat der Union bei der Bundestagswahl 2021 wird, herrscht weiterhin Unklarheit. In den vergangenen Tagen positionierten sich mehrere CDU-Abgeordnete aus dem Bundestag hinter Markus Söder und stärkten ihm dem Rücken. Nun erhält auch Armin Laschet einen weiteren prominenten Fürsprecher: Friedrich Merz.

Bundestagswahl 2021: Merz spricht sich für Laschet als CDU-Kanzlerkandidat aus

Merz betonte im Interview*: „Die CDU kann sich den Kanzlerkandidaten eigentlich nicht nehmen lassen.“ Laschet habe trotz schwacher Umfragewerte weiterhin gute Chancen, so Merz. „Umfragen sind eine Augenblicksaufnahme. Sie taugen nicht für eine dauerhafte, langfristige und personalpolitisch strategische Entscheidung“, ergänzte er.

Friedrich Merz verlor den Kampf um den CDU-Bundesvorsitz gegen Armin Laschet im Januar 2021. (Archivfoto)

Im Januar 2021 waren Merz und Laschet noch Konkurrenten um den CDU-Vorsitz. Laschet entschied das Duell am Ende für sich. Nach dem Zweikampf schlägt Merz nun offenbar versöhnliche Töne an.

CDU-Kanzlerkandidat: Laschet oder Söder? – K-Frage spaltet Union

Erstmeldung vom Freitag, 09.04.2021, 20.00 Uhr: Berlin – Gut fünf Monate vor der Bundestagswahl ist sich die Union noch uneins, wer als Kanzlerkandidat in den Ring steigt. Jetzt fordert eine große Gruppe von CDU-Abgeordneten im Bundestag ein Mitspracherecht bei der Entscheidung – und konterkariert damit die Planungen der Parteispitzen von CDU und CSU.

Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich bislang rund 50 Abgeordnete einer Erklärung angeschlossen. In dieser heißt es: „Als Mitglieder einer selbstbewussten CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwarten wir, dass, bevor eine Festlegung dieser Tragweite verkündet wird, in einer parteiübergreifenden Fraktionssitzung von CDU und CSU darüber diskutiert und im Zweifel auch dort entschieden wird.“

Kanzlerkandidatur: CDU-Abgeordnete weisen auf Bedeutung für Wahlkampf vor Ort hin

Die Unterzeichner:innen weisen auf die „herausragende Bedeutung für unseren Wahlkampf vor Ort“ hin, die die Entscheidung über den gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU habe.

Der Vorstoß wird bei den Parteispitzen vermutlich nicht auf große Begeisterung stoßen. Vorgesehen ist, dass sich die Vorsitzenden Armin Laschet und Markus Söder zwischen Ostern und Pfingsten darüber verständigen, wer von ihnen am 26. September kandidieren wird.

Markus Söder und Armin Laschet kommen zur Klausurtagung

Am Sonntag kommt die Spitze der Unionsfraktion zu einer Klausur zusammen. Teilnehmen werden Angela Merkel, Markus Söder und Armin Laschet.

News zur Bundestagswahl finden Sie auf unserer Themenseite.

Die Grünen haben mittlerweile einen Termin genannt, an dem sie ihren Kanzlerkandidaten, ihre Kanzlerkandidatin präsentieren werden – und damit die Union unter Zugzwang gesetzt. (uf/df/tu/dpa) *fr.de und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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