Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Markus Söder äußert sich bei Markus Lanz (ZDF) zur Corona-Strategie.
+
Markus Söder äußert sich bei Markus Lanz (ZDF) zur Corona-Strategie. (Screenshot)

Corona-Pandemie

Markus Lanz (ZDF): Söder bezieht Stellung zu Laschets „Brücken-Lockdown“ - „Muss was Richtiges sein“

CDU-Chef Armin Laschet bekommt unerwartet Unterstützung für seinen „Brücken-Lockdown“. Bei Markus Lanz im ZDF springt ihm Markus Söder zur Seite. 

Berlin - Der „Brücken-Lockdown“ hat dem CDU-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet bislang wenig Unterstützung, dafür vielmehr Spott eingebracht. Seinen Vorstoß zu einem zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown in Zeiten der Corona-Pandemie halten viele für unausgegoren. Nun springt ihm doch noch ein Kollege aus der Union bei, oder besser: Bayerns Ministerpräsident und potenzieller Konkurrent um die Kanzlerkandidatur Markus Söder. Allerdings ordnet Söder Laschets Vorstoß zugleich als Anschluss an eigene Positionen ein.

Markus Söder bei Markus Lanz (ZDF) – Konsequentes Management ist wichtig

Zu Gast im Corona-Talk von Markus Lanz (ZDF) am Dienstagabend äußert sich CSU-Chef Söder zu den richtigen Strategien in der derzeitigen Pandemie-Situation – und verweist auf den „Brücken-Lockdown“ von Laschet. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Krise aus der derzeitigen Endlosschleife herauszukommen, sagt Söder. „Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch. Und jeder, der mitmacht – finde ich super, weil es verstärkt die Basis jener, die für Umsicht und Vorsicht eintreten.“

Armin Laschet hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen „Brücken-Lockdown“ zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Nötig sei es, in einer nochmaligen „Kraftanstrengung“ die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu drücken. „Da geht es um zwei, drei Wochen“, hatte er gesagt.

Markus Lanz (ZDF): Markus Söder plädiert für Verschärfung des Corona-Kurses

Markus Söders Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte Laschets „Brücken-Lockdown“ zunächst als unausgegoren bewertet. Die Richtung befand er zwar für richtig, nötig seien aber „konkrete Konzepte, die mit wissenschaftlichen Daten untermauert sind“. Auch nur einige der CDU-Ministerpräsidenten hatten ihren Parteichef unterstützt, andere hatten sich eher vage oder gar nicht geäußert. Gegenwind bekam Laschet von SPD-Kollegen, so befand die SPD-Vorsitzende Saskia Esken seine Forderungen, die für kommenden Montag (13.04.2021) geplante Runde der Regierungschefs früher einzuberufen, als einfallslos und untauglich. Die Bundesländer hätten doch derzeit alle Instrumente in der Hand.

Bei Markus Lanz (ZDF) macht Markus Söder dagegen eine Verschärfung des derzeitigen Corona-Kurses zur Bedingung für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz. „Wenn, dann muss es was Richtiges sein. Dann muss es entweder sein, dass wir tatsächlich einen Lockdown verlängern oder dass wir die Maßnahmen, die wir getroffen haben, so anschärfen, damit sie automatisch gelten“, sagt er in der Talk-Sendung.

Söder bei Markus Lanz (ZDF) über die Frage der Kanzlerkandidatur innerhalb der Union

Doch nicht nur um Corona dreht sich die Debatte bei Markus Lanz (ZDF). Bayerns Ministerpräsident Söder bekräftigt einmal mehr seine Forderung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union für die Bundestagswahl im September einzubeziehen sei. Deutschland befinde sich in einer völlig neuen Situation, so Söder. Eine amtierende Kanzlerin höre auf, ein neuer Kandidat trete an. „Es ist doch selbstverständlich, dass das im Einklang erfolgen muss.“

Sendung verpasst?

Den TV-Talk bei Markus Lanz können Sie in der ZDF-Mediathek anschauen.

Und weiter müssten CDU und CSU geschlossen sein, mahnt Söder an. „Eine zerstrittene Unionsgemeinschaft, wie wir das im Jahr 2017/18 erlebt haben, hat keine Chance auf Erfolg.“ Die Einheit in der Union werde „natürlich nicht nur zwischen den Parteien“ hergestellt, „sondern auch natürlich mit der Bundeskanzlerin“. Söder appelliert erneut an die Union, Merkels Kurs in der Corona-Pandemie zu unterstützen. „Nebenbei bemerkt: Alle setzen ja auf die Stimmen von Angela Merkel“, sagt der CSU-Politiker mit Blick auf den Bundestagswahlkampf. „Und wer die Stimmen von Angela Merkel möchte, der muss auch eine Politik machen, so wie sie sie gemacht hat.“

Ausweichend reagiert der ansonsten gesprächige Markus Söder zu möglichen eigenen Ambitionen auf das Kanzleramt. Auf die Frage, ob er selbst die Politik Merkels fortführen könne, antwortet er: „Ich glaube, es können einige und viele diese Aufgabe schultern.“ (ktho/dpa/AFP)

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare