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Armin Laschet als „Risiko für Deutschland“: SPD-Chef spricht Klartext

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Von: Katja Thorwarth

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Armin Laschet (CDU) und sein umstrittener Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski
Armin Laschet (CDU) und sein umstrittener Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski . © Federico Gambarini/dpa

Markus Lanz spricht in seinem ZDF-Polittalk mit SPD-Chef Walter-Borjans. Der sieht im Hinblick auf Laschet düstere Zeiten auf Deutschland zukommen.

Hamburg/Frankfurt – Die Bundestagswahl 2021 steht kurz bevor, und auf der Zielstrecke kämpfen die Protagonist:innen der Parteien offensichtlich mit härteren Bandagen. Tröpfelte der Wahlkampf vor sich hin, ganz so, als würde man nur auf Fehler der Gegenseite warten, wird final noch einmal „Klartext“ gesprochen. Beispielsweise im Polittalk bei Markus Lanz (ZDF).

Am Donnerstag (23.09.2021) war der SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans zu Gast, einer der vielen, die im letzten halben Jahr des Wahlkampfes kaum Präsenz gezeigt hatten. Und Walter-Borjans, wohl Bezug nehmend auf die „Rote-Socke-Kampagne“ der Union, die 2021 ein Revival erfahren durfte, ließ sich kämpferisch auf die Steilvorlage ein.

Markus Lanz (ZDF): Walter-Borjans kämpferisch vor Bundestagswahl 2021

Seit Wochen haben sich die Wahlkämpfer:innen der Union auf einen potenziellen „Linksruck“ fokussiert, ganz so, als würde mit Linken, SPD und Grünen in der Regierungsverantwortung das Böse Einzug in das Machtgefüge der Republik halten. Wie oft wurde Olaf Scholz von Armin Laschet befragt, warum er sich denn nicht klar gegen die Linke positioniere. Nun, er hat sich oft genug pro Christian Lindner geäußert, was als Hinweis eigentlich genügt. Aber die Union hat ihre vermeintlich angreifbare Stelle bei Scholz, auf der sie konsequent herumreitet.

Und nun der Gegenangriff von Walter-Borjans im ZDF. „Wenn Deutschland einen Armin Laschet zu Putin schickt, würde ich nicht ruhig schlafen“, sagte er, um den Unions-Kandidaten vorzuwerfen, seine Strategie gelegentlich aufgrund eines Panik-Modus zu ändern. „Er hat keine einheitlich geradlinige Strategie. Und das ist das Risiko für Deutschland“, formulierte er bei Markus Lanz weiter aus. Wenn mit Laschet auf internationaler Bühne ein Kanzler verhandele, der „in jeder Stresssituation den Stresstest nicht besteht – dann weiß ich, wovor mir bange ist“.

Markus Lanz (ZDF): Erinnergungslücken beim SPD-Co-Chef

Vermutlich bezog sich Walter-Borjans hier auf das Gefeixe des Kanzlerkandidaten angesichts der Flutkatastrophe in NRW, danach wurde Laschet vielfach als des Kanzleramtes unwürdig markiert. Lanz hakte jedoch nach und thematisierte das umstrittene Matroschka-Werbespot der SPD. War das Fair Play oder doch eher Negative Campaigning im US-Stil und somit ein Tabubruch? Inhaltlich wird in dem Clip vor extremen Köpfen innerhalb der Union, wie beispielsweise Hans-Georg Maaßen oder Nathanael Liminski, gewarnt.

Ob Scholz den Spot abgesegnet habe, wurde Markus Lanz nicht müde, erfahren zu wollen. Walter-Borjans berief sich auf Erinnerungslücken, und solche kennt man auch vom SPD-Kanzlerkandidaten Scholz nur zu gut. Er selbst jedoch habe den Spot „mitgetragen“. Und wie sieht es mit einem Rot-Rot-Grünen Bündnis aus? „Ich schließe erst mal nicht aus, dass wir uns nach der Wahl zusammensetzen.“ (ktho)

 

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