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Dorothy Nalubega.

Uganda

Mädchen müssen die Schule abbrechen

Frauen* sind auf andere Weise von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen als Männer.

Die Klimakrise verstärkt in Uganda bestehende Ungerechtigkeit und zerstört die Lebensgrundlage. Dürren mindern unsere Ernten und verknappen die Verfügbarkeit von Wasser. Unterernährung als Folge ist für Schwangere oder stillende Mütter ein besonderes Problem. Babys und Kleinkinder, die unter Hunger leiden, merken die Folgen ein Leben lang. Als „Teufelskreislauf“ wird so das sich fortsetzende Armutsrisiko beschrieben.

Frauen* sind auf andere Weise von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen als Männer, da sie bei uns zuständig sind für Mahlzeiten, die Organisation von Wasser sowie Feuerholz. Besonders für Wasser müssen Frauen nun längere Wege gehen. Junge Frauen berichten wiederholt, wie sie deshalb verstärkt von Männern sexuell belästigt werden. Ich finde es wichtig auch diese Folgen der Klimakrise klar zu benennen. Ein weiteres Problem: Die Zahl junger Mädchen* steigt, die ihre Schule abrechen. Fehlt ihnen eine Schulausbildung, bildet sich auch hier ein Teufelkreislauf der Armut.

Von Dorothy Nalubega

Dorothy Nalubega ist Teamleiterin für Umwelt & Nachhaltigkeit in der Umweltorganisation „Rangelands and Cattle Corridor conservation Network“ in Uganda

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