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Madison Cawthorn - Donald Trumps Kandidat geht bei Vorwahl unter

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Von: Daniel Dillmann

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Selbst Donald Trump konnte den skandalträchtigen Republikaner nicht retten: Madison Cawthorn verliert die Vorwahl seiner Partei und ist raus dem Rennen um den Kongress.
Abschied aus dem Kongress: Madison Cawthorn verliert die Vorwahl der Republikaner und ist raus. (Archivbild) © Saul Loeb/afp

Selbst Donald Trump kann den skandalträchtigen Republikaner nicht retten: Madison Cawthorn verliert die Vorwahl seiner Partei und verabschiedet sich aus dem Kongress.

Update vom Mittwoch, 18.05., 06.35 Uhr: So schnell die Karriere begann, so schnell scheint sie wieder beendet. Madison Cawthorn, der 26 Jahre alte Hoffnungsträger des rechten, äußeren Flügels der Republikaner, hat in den Vorwahlen gegen seinen parteiinternen Herausforderer Chuck Edwards verloren. Damit wird Cawthorn nach den Vorwahlen in den USA im November nicht länger dem Kongress angehören. Noch am Vorabend der Wahl hatte Donald Trump den Wählerinnen und Wählern empfohlen, ihre Stimmen Cawthorn zu geben.

Der nun geschlagene Republikaner zeigte sich als schlechter Verlierer und attackierte nach seiner Niederlage die eigene Partei. Das „alte Establishment“ habe sich gegen ihn verschworen, in der „Grand Old Party“ (GOP) habe sich eine „Verlierer-Mentalität“ breitgemacht. Lob und Dank hatte Cawthorn nur für eine Person übrig: Donald Trump.

Die Primaries in den USA

In unserer Übersicht finden Sie alle Ergebnisse zu den Vorwahlen der Midterms in den USA.

Midterms in den USA: Donald Trump stellt sich hinter Madison Cawthorn

Erstmeldung von Dienstag, 17.05.: Washington D.C. – Die Vorwahlen in den USA versprechen lange vor den Midterms spannende Entscheidungen. Vor allem die Zukunft von Madison Cawthorn steht auf dem Spiel. Der skandalumwitterte Jungstar der Republikaner muss sich bei den Vorwahlen parteiinterner Konkurrenz stellen. Doch dafür bekommt Cawthorn prominente Unterstützung.

Niemand geringeres als Donald Trump, abgewählter und nun ehemaliger Präsident der USA, stellt sich auf die Seite des 26 Jahre alten Cawthorn. „Als Madison zum ersten Mal in den Kongress gewählt wurde, hat er großartige Arbeit gemacht“, schrieb Trump in einem Beitrag seiner neuen Social Media Plattform Truth Social. Cawthorn habe zwar „kürzlich einige dumme Fehler gemacht, aber ich glaube nicht, dass er diese nochmal macht. Geben wir Madison eine zweite Chance!“, so Trump

Donald Trump unterstützt Madison Cawthorn – trotz „dummer Fehler“ des Republikaners

Die Liste der „dummen Fehler“, die Madison Cawthorn in der Vergangenheit begangen hat, ist lang. Zweimal wurden illegale Waffen bei ihm gefunden, seinen Kolleginnen und Kollegen warf er vor, ihn zu Drogenparties und Koks-Orgien eingeladen zu haben. Mehrere Frauen warfen dem Republikaner sexuelle Übergriffe vor. Zuletzt war ein Video aufgetaucht, das Cawthorn dabei zeigt, wie er nackt im Bett mit einem anderen Mann liegt und sexuelle Handlungen andeutet.

Madison Cawthorn: Zur Person

NameMadison Cawthorn
Alter26 Jahre (geboren am 1. August 1995)
GeburtsortAsheville, North Carolina (USA)
Familienstandverheiratet mit Cristina Cawthorn (seit 2020)
AmtRepräsentant für North Carolina im Kongress (seit 2021)
ParteiRepublikaner

Wer das Video veröffentlichte, ist bislang nicht bekannt. Laut Informationen der New York Times und des Nachrichtenportals The Hill deutet jedoch alles auf Gegner Cawthorns innerhalb der Republikaner hin. Kurz vor den Primaries im Bundesstaat North Carolina hatten sich mehrere Republikaner gegen Cawthorn verbündet. Dazu gehörten zuletzt auch lokale Parteigrößen wie die Senatoren Chuck Edwaerds und Thom Tillis. Der scheidende Senator Richard Burr nannte Cawthorn gar „eine Schande für die Republikaner“.

Trumps Kandidat Madison Cawthorn: Heute fällt die Entscheidung

Angesichts des Gegenwinds in der eigenen Partei dürfte die Unterstützung von Donald Trump für Madison Cawthorn bei den Vorwahlen zu den Midterms in den USA zum richtigen Zeitpunkt kommen. Er benötigt bei der am Dienstag, 17. Mai, stattfindenden Vorwahl mindestens 30 Prozent, um im November erneut antreten zu dürfen. (Daniel Dillmann)

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