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Die gesamte iranische Staatsführung - wie Präsident Hassan Rohani - steht nun in einem schlechten Licht da.

Kommentar

Die Macht der Wahrheit

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Die iranische Führung steht nun in schlechtem Licht da, weil sie im Fall des Abschusses von PS 752 zuerst so dreist gelogen hat. Ein Kommentar.

Es wird wohl ein Geheimnis der iranischen Staatsführung bleiben, warum sie in so kurzer Zeit so radikal den Kurs gewechselt hat. Ganz so hilflos, wie oft behauptet, ist die internationale Staatengemeinschaft jedenfalls nicht: Die Regierungschefs von drei westlichen Staaten hatten sich sehr früh weit vorgewagt – die Beweislast wäre in den nächsten Tagen und Wochen wohl erdrückend gewesen.

Die Wahrheit kommt selten zutage in kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Wahrheit über das Ende von Flug PS 752 ist erschütternd – und sie hat die Wucht, dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine neue Wendung zu geben. Der Abschuss eines Passagierflugzeuges ist nicht nur ein Desaster für die Militärs in Teheran, die sich fragen lassen müssen, warum sie um Himmels Willen eine Linienmaschine mit einem feindlichen Flugkörper verwechseln.

Die gesamte iranische Staatsführung steht nun in einem schlechten Licht da, weil sie im Fall von PS 752 zuerst so dreist gelogen hat. Plötzlich sitzen die Meister der Fake News nicht mehr in Washington, sondern im eigenen Land. Bislang sah es so aus, als rücke der ganze Iran gegen den Feind USA zusammen. Nun zeigen die Demonstrationen gegen die eigene Regierung tiefe Risse auch in der islamischen Republik.

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