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Lukaschenko spricht über Putins neue Weltordnung – in bizarren Worten

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Von: Marvin Ziegele

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Alexander Lukaschenko im Gespräch mit Wladimir Putin.
Alexander Lukaschenko im Gespräch mit Wladimir Putin. © Imago Images

Alexander Lukaschenko bezieht Stellung im Ukraine-Krieg Unter anderem fordert er den Westen zum Verzicht auf Waffenlieferungen auf. 

Minsk – Der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, hat einen Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), António Guterres, verfasst. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Daily Beast. Darin soll Lukaschenko über seine Lösungsvorschläge für den Ukraine-Konflikt und den Umgang mit Russlands Präsident Wladimir Putin geschrieben haben.

Demnach forderte Lukaschenko die UN und andere führende Politiker des Westens dazu auf, Russland in der Ukraine in Ruhe zu lassen. Das impliziere den Verzicht auf Waffenlieferungen, die seiner Ansicht nach ohnehin ein „provokatives Verhalten“ darstellen würden. Dass Russland unter der Führung von Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine begonnen hat, ignorierte Lukaschenko offenbar in diesem Zusammenhang.

Alexander Lukaschenko über die Ukraine: „Auf Waffenlieferungen verzichten“

„Gemeinsam und jeder in seiner Rolle können wir heute viel tun: auf Waffenlieferungen verzichten“, betonte Lukaschenko und fügte hinzu, alle Länder könnten sich „der Informationskriegsführung und jeglicher Provokationen, der Aufbauschung von Hassreden in den Medien, der Förderung von Rassismus und Diskriminierung aufgrund nationaler, kultureller, sprachlicher und religiöser Zugehörigkeit sowie der Legalisierung und Leitung von Söldnern“ enthalten.

Außerdem solle die UN die Herstellung einer „neuen Weltordnung“ in Betracht ziehen, in der alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft „Sicherheitsgarantien“ haben. Dies sei im Interesse der UN, da man verhindern wolle, „dass sich der Konflikt in die Länge zieht und verheerende Folgen hat.“ Verhandlungen über einen Waffenstillstand oder gar ein Ende des Kriegs in der Ukraine erwähnte Lukaschenko mit keinem Wort.

Ukraine-Krieg: Lukaschenko macht Westen verantwortlich

Dafür machte Putin Verbündeter vor allem andere Länder für den Ausbruch des Ukraine-Krieges verantwortlich und behauptete, sie hätten die russischen Bedürfnisse ignoriert. Damit wiederholte er frühere Beschwerden Wladimir Putins über das aggressive Verhalten der Ukraine und der Nato gegenüber Russland.

„Die mangelnde Bereitschaft der westlichen Länder, an der Stärkung der gemeinsamen und unteilbaren Sicherheit zu arbeiten, ihre Missachtung legitimer Interessen und das Ignorieren der Anliegen anderer Partner, vor allem Russlands, haben zunächst zu Handels-, Wirtschafts- und Informationskriegen geführt und dann einen heißen Konflikt auf dem Territorium der Ukraine provoziert“, sagte Lukaschenko. „Die Sicherheitsarchitektur in Europa hat versagt.“ (marv)

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